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VORTRAG/8393: Oldenburg - Wie Religion und Radikalisierung verbunden sind, 15.10.2018


Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Wie Religion und Radikalisierung verbunden sind

Vortragsreihe "Das Friedenspotenzial der drei monotheistischen Weltreligionen"


Oldenburg. Über die seit der Jahrtausendwende zunehmende religiöse Radikalisierung und ihre Folgen für das Zusammenleben spricht der Religionswissenschaftler Dr. Tilman Hannemann am Montag, 15. Oktober, im Karl-Jaspers-Haus (Unter den Eichen 22). Der Vortrag mit dem Titel: "Reinheit und Finsternis: Radikalisierung aus religionssoziologischer und religionshistorischer Perspektive" beginnt um 19.30 Uhr. Er setzt die Reihe "Das Friedenspotenzial der drei monotheistischen Weltreligionen" fort, die die Arbeitsstelle Interkulturelle Jüdische Studien der Universität Oldenburg gemeinsam mit dem Leo-Trepp-Lehrhaus ausrichtet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In seinem Vortrag geht Hannemann unter anderem der Frage nach, warum gerade Religionen als anfällig für Radikalisierung erscheinen, obwohl ihnen - mit gutem Grund - eigentlich ein Friedenspotenzial zugesprochen werde. Anhand mehrerer Fallbeispiele geht er der Verbindung zwischen Religion und Radikalisierung auf den Grund. Dafür zieht beispielsweise den radikalen Philosophen Walter Menzl heran, der 1959 einen Säureanschlag auf das Rubens-Gemälde "Der Höllensturz der Verdammten" verübte. Außerdem geht er auf den kollektiven Suizid der endzeitgläubigen Adventisten um David Koresh 1993 in Texas ein und spricht über soziale, kommunikative und religiöse Merkmale der globalen Mobilisierung für den islamischen Dschihad.

Hannemann ist seit 2017 Religionswissenschaftler an der Universität Oldenburg. Als Religionshistoriker hat er zu Fragestellungen der lokalen Religionsgeschichte und der Geschichte der Aufklärung gearbeitet. Gegenwärtig entwirft er ein Forschungsprojekt zur Religion in den 1950er-Jahren.

Weblinks
uol.de/js
www.jg-ol.de/leo-trepp-lehrhaus

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Quelle:
Pressemitteilung: 321/18 vom 8. Oktober 2018
Pressedienst der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Presse & Kommunikation
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Internet: www.uni-oldenburg.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 12. Oktober 2018

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