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VORTRAG/654: Augsburg - Vortragsreihe zur tim-Sonderschau über Mode im "Dritten Reich", 22.6.-19.10.


Pressemitteilung der Universität Augsburg

Glanz und Grauen - Mode im "Dritten Reich"

Am 22. Juni beginnt eine vierteilige Vortragsreihe zur aktuellen Sonderausstellung im tim


Augsburg/KPP - Im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) läuft seit Mitte Mai und noch bis zum 22. Oktober2017 die Sonderausstellung "Glanz und Grauen", die sich mit der Mode im "Dritten Reich" befasst. Begleitet wird die Ausstellung von einer vierteiligen Vortragsreihe. Als deren Mitveranstalter steuert Prof. Dr. Dietmar Süß, Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte am kommenden Donnerstag, dem 22. Juni, den ersten Vortrag bei. Der Titel lautet "Alltag und Albträume: Die deutsche Gesellschaft im Nationalsozialismus" bei.

Über den restlichen Ausstellungszeitraum hinweg verteilt folgen dann:

- am 6. Juli: Wie kann man Kleidung der NS-Zeit ausstellen? Zum Making-Off der Ausstellung Glanz und Grauen - Mode im "Dritten Reich" (Claudia Gottfried, Museumsleiterin Textilfabrik Cromford, LVR-Industriemuseum)

- am 28. September: Leben außerhalb der Welt und doch Mode. Zur Bedeutung von Kleidung im Getto Litzmannstadt (Dr. Andrea Löw, Institut für Zeitgeschichte, München) , München)

- am 19. Oktober: Über die Uniformierung der nationalsozialistischen Gesellschaft (Dr. Karl Borromäus Murr, Direktor tim)

Alle Vorträge beginnen bei freiem Eintritt um 18.30 Uhr im tim (Provinostraße 46, 86153 Augsburg)

Zur Ausstellung:

Die Ausstellung stellt Klischees wie Die braunen Uniformen der Nationalsozialisten oder die fließenden Roben einer Zarah Leander, die als typisch für die Zeit des Hitler-Regimes gelten, in Frage. Sie zeigt deshalb nicht nur elegante Abendkleider, Dirndl oder Uniformen. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Alltagskleidung und Notgarderobe im Nationalsozialismus. Vermeintlich banale Kleidungsstücke wie Hosen oder Jacken erlangen dabei unerwartete politische Bedeutung. Mythen, die dadurch entstanden sind, dass das Thema Kleidung in der NS-Zeit von der Forschung bislang kaum beachtet wurde, werden von der Ausstellung ideologiekritisch entlarvt.

Ausführliche Informationen:
http://www.timbayern.de/ausstellung/sonderausstellung/

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Quelle:
Pressemitteilung: 16.06.2017
Pressestelle der Universität Augsburg
Klaus P. Prem / Michael Hallermayer
Telefon: 0821/598-2094
E-Mail: info@presse.uni-augsburg.de
Internet: www.uni-augsburg.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 20. Juni 2017

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