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TV - ARTE/1159: Woche vom 22.02. bis 28.02.2020


arte – 9. Programmwoche vom 22.02. bis 28.02.2020


Samstag, 22. Februar 2020


05:00 Best of ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 22/02 bis 29/02


05:25 Pop Models (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Frankreich, 2014
Wiederholung vom 14.02.

Regie: Olivier Nicklaus


06:20 Eine andere Mode ist möglich (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2016
Online verfügbar von 15/02 bis 22/04

Regie: Laurent Lunetta

Die Modeindustrie erlebt heute eine Sinnkrise von historischem Ausmaß. Die Globalisierung machte aus der einstigen Traumbranche, die vor noch nicht allzu langer Zeit für handwerkliche Meisterleistungen, Kreativität und Avantgarde stand, ein menschenverachtendes Geschäft. Die Zeiten, in denen Modeschöpfer wie Azzedine Alaïa, Martin Margiela oder Jean Paul Gaultier als Stars gefeiert wurden, sind vorbei. Heute haben Luxusimperien das Sagen; die Designer sind bestenfalls Anpassungsvariablen bei Börsennotierungen. Die Zeichen stehen auf "Fast Fashion". Ihre Schattenseiten heißen: Burnout, Umweltverschmutzung und Ausbeutung der Dritten Welt.
Am 24. April 2013 kamen mehr als 1.100 Textilarbeiter bei einem Gebäudeeinsturz in Sabhar, in Bangladesch, ums Leben, mehr als 2.500 wurden verletzt. Die von der Tragödie ausgelöste Betroffenheit und Empörung brachte in New York, Tel Aviv, Amsterdam und Paris eine neue Generation von "Fashion Activists" hervor, die für eine Mode mit ethischen Grundsätzen und menschlichem Antlitz kämpfen. Die einen setzten auf die Rückkehr zum traditionellen Handwerk mit dem Webstuhl, andere auf Spitzentechnologien wie den 3D-Drucker.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation lässt einige dieser Designer, Vordenker und Macher zu Wort kommen, so die internationale Trendforscherin Li Edelkoort, die Modeschöpferin Iris van Herpen, die Designerinnen Anaïs Dautais Warmel, Pascale Gatzen und Samia Ziadi sowie die Unternehmer Sébastien Kopp und Daniel Harris.


07:15 Rituale der Welt (30 Min.) (HDTV)
Äthiopien – Sprung ins Erwachsensein
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 19.02.

Regie: Agnès Molia


07:45 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV, UT)
Die Geier sind zurück
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 10.02.

Regie: Maja Dielhenn


08:35 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Der Waldrapp: Punkvogel aus den Alpen
Reportage Deutschland, 2015
Wiederholung vom 10.02.

Regie: Angela Schmid, Angelika Vogel


09:30 Stadt Land Kunst Spezial (65 Min.)
Sri Lanka
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 15.02.

Regie: Fabrice Michelin


10:35 Zu Tisch (30 Min.) (HDTV, UT)
Bosnien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 09.02.

Regie: Mirjana Momirovic


11:05 Schottland – Auf den Spuren von Harry Potter (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 13.02.

Regie: Jean Froment


11:50 Neuseeland – Auf den Spuren von "Herr der Ringe" (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 13.02.

Regie: Jean Froment


12:35 Vulkane in Neuseeland (45 Min.) (HDTV, UT)
Das fruchtbare Erbe
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 12.02.

Regie: Mark Strickson, Alex Clark


13:20 Vulkane in Neuseeland (45 Min.) (HDTV, UT)
Schöpfung und Zerstörung
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 12.02.

Regie: Mark Strickson, Alex Clark


14:05 Stadt Land Kunst Spezial (40 Min.)
Ecuador
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 15/02 bis 22/04
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Ecuador, Henri Michaux' Land der Extreme
Unendliche weiße Sandstränd, weite Hochebenen, Andengipfel, Amazonasdschungel: In Ecuador ist alles maßlos. Der französische Schriftsteller, Dichter und Maler Henri Michaux entdeckte das Land der Extreme am Ende der 1920er Jahre auf einer einjährigen Reise für sich. Es lieferte ihm Inspiration für seinen Reisebereicht "Ecuador" und bot ihm die Gelegenheit, die eigenen Untiefen und Schattenseiten auszuloten.

(1): Ecuador, Henri Michaux' Land der Extreme
(2): Hut ab, Ecuador!
(3): Quito, Gefahr von außerhalb


14:45 Auf den Spuren der Cheops-Pyramide (55 Min.) (HDTV)
Wunder der Architektur
Dokumentation USA, 2019
Wiederholung vom 11.01.

Regie: Tom Fowlie


15:40 Black Pharaos: Sudans vergessene Pyramiden (95 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Irland, 2019
Wiederholung vom 11.01.

Regie: David Starkey


17:15 ARTE Reportage (50 Min.)
Reportage Frankreich, 2019
Erstausstrahlung


18:05 Mit offenen Karten (15 Min.) (HDTV)
Jordanien – Ein diskretes Land im Nahen Osten
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 15/02 bis 22/04
Erstausstrahlung

Regie: Judith Rueff
Moderation: Emilie Aubry

Seit 20 Jahren wird Jordanien von dem Königspaar Rania und Abdullah regiert. Das Haschemitische Königreich ist ein Hafen des Friedens und der Stabilität in einer krisengeschüttelten Region. Jordanien grenzt an Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete, aber auch an Syrien, den Irak und Saudi-Arabien. Seit langer Zeit gelingt es dem Königreich mit viel Geschick, sich aus den Konflikten in der Region herauszuhalten und diskret im Hintergrund zu bleiben. Doch nun steht König Abdullah II. vor mehreren Herausforderungen: Was wird aus seinen Beziehungen zum Nachbarland Syrien, das immer noch von Baschar al-Assad regiert wird – und was aus den Beziehungen zu Israel? Jordanien wird vielleicht schon bald aus dem Schatten heraustreten müssen …

Hintergrundinfo:
Jede Woche untersucht "Mit offenen Karten" die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt anhand detaillierter geografischer Karten.


18:20 360° – Geo Reportage (50 Min.) (HDTV, UT)
Die Ostsee, Sehnsuchtsort der Kraniche
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 16.02.

Regie: Wolfgang Mertin


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 22/02 bis 23/02


19:30 Die Ungläubigen vom Hindukusch (45 Min.) (HDTV)
Die bunte Kultur der Kalasha
Dokumentation Deutschland, 2019
Online verfügbar von 21/02 bis 22/05
Erstausstrahlung

Regie: Sabiha Sumar, Wolfram Giese

Am Fuße des Himalaya, an der pakistanischen Grenze zu Afghanistan, findet man die Überreste einer jahrhundertealten Kultur. Das Volk der Kalasha lebt in den drei Tälern Bumbaret, Birir und Rumbur, wo sie einen altindoeuropäischen polytheistischen Glauben im Einklang mit der Natur praktizieren und ihre eigene Sprache sprechen. Der Legende nach sind sie Nachkommen griechischer Truppen, die sich während der Feldzüge Alexanders des Großen im Hindukusch niedergelassen haben. Im Laufe der Geschichte wurde der Großteil der Kalasha zwangskonvertiert oder getötet. Inzwischen ist der Druck auf die Kultur der Kalasha subtiler geworden. Durch staatliche Schulen, den Tourismus und eine verbesserte Anbindung an die pakistanischen Großstädte hat sich der Islam in den einst abgeschiedenen Tälern der Kalasha immer weiter ausgebreitet und wird zunehmend sichtbar. Eine Konvertierung zum Islam scheint für viele junge Kalasha reizvoll und verspricht höhere Ausbildungsmöglichkeiten, bessere Arbeitsbedingungen und einen Ausweg aus der Armut. So sank ihre Zahl seit 1950 bis heute von 30.000 auf gerade einmal 3.800. Der Erhalt der Kultur lastet nun vor allem auf den Schultern der nächsten Kalasha-Generation. Wie sehen sie ihre Zukunft? Können sie ein modernes Leben führen und gleichzeitig an ihren – teilweise sehr aufwendigen – Traditionen festhalten? Oder werden der Tourismus und der Druck, sich an die muslimische Mehrheit anzupassen, dazu führen, dass die Kultur der Kalasha in den kommenden Jahren aussterben wird?


20:15 Krieg und Show (50 Min.) (HDTV, UT)
Die Schlacht am Little Bighorn
Dokumentation USA, 2018
Online verfügbar von 22/02 bis 23/03
Erstausstrahlung

Regie: Molly Hermann

Die Kriege gegen die Ureinwohner der Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert wurden intensiv von der Presse begleitet. Ganz im Sinne moderner Fake-News war die Darstellung nicht immer wahrheitsgetreu. Zeitungen und später Show-Darbietungen wie "Buffalo Bill's Wild West Show" schufen ihr eigenes Bild der ikonischen Schlacht am Little Bighorn River - ein Bild, das durch Film und Fernsehen im 20. Jahrhundert tradiert wurde und mit frei erfundenen Details über ihre Lebensweise heute noch unsere Wahrnehmung der Ureinwohner prägt. Ihnen wurde diese Schlacht gleichsam aufgezwungen. Dennoch waren sie siegreich gegenüber der US-Kavallerie, deren ruhmsüchtiger Kommandeur George Armstrong Custer die Lage falsch einschätzte und taktische Fehler beging. Kein US-Soldat sollte diese Schlacht überleben, die von Zeitungen und Custers Witwe schon bald zu Custers letzter Heldentat verklärt wurde. Der tapfere General, der auf der Hügelspitze von Indianern umzingelt wird – das Schwert in der einen, den Revolver in der anderen Hand kämpft er bis zum letzten Atemzug. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist diese Version der Geschichte eine Erfindung. Augenzeugenberichte von Indianern schildern eine andere.
Buffalo Bills legendäre Show ging mit dem Custer-Mythos auf Tournee. Unter den Schauspielern war Sioux-Häuptling Sitting Bull, der seine Rolle in der Schlacht selbst darstellen durfte. Viele Ureinwohner taten es ihm gleich, um der Tristesse des Reservatslebens zu entkommen. Die allgemeine Vorstellung des Präriekriegers mit gefiedertem Kopfschmuck fand in dieser Massenunterhaltung ihren Ursprung.


21:05 Billy the Kid (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation USA, 2012

Regie: John Maggio

Er ist eine Legende, ein amerikanischer Mythos, der sich durch die Wirren einer Zeit kämpfte, die später in zahlreichen Romanen und Filmen idealisiert werden sollte. Die Dokumentation begibt sich auf die Fährte dieses jungen Amerikaners, der 1859 als William Henry McCarty zur Welt und als Billy the Kid in die Geschichte einging. Seinen Vater lernte er nie kennen. Seine Mutter Catherine McCarty hoffte auf ein besseres Leben im Westen und schloss sich mit dem Neugeborenen einem der zahllosen Siedlertrecks an. Als sie in New Mexico starb, war ihr Sohn gerade 15 Jahre alt. Er musste sich fortan allein durchschlagen. Nachdem er sich an einem Überfall beteiligt hatte, kam er zum ersten Mal ins Gefängnis. Er brach aus und wurde so zum steckbrieflich gesuchten Outlaw, der zeitlebens auf der Flucht sein sollte. Die vielen Stationen dieser Existenz am Rande der Gesellschaft zeichnet die Dokumentation nach. Doch sie erzählt mehr als die Geschichte eines gewissenlosen Verbrechers. Sie taucht in die Psychologie eines jungen Menschen ein, der wenig Chancen hatte und zwischen die Fronten einer brutalen Gesellschaft geriet.

Hintergrundinfo:
Filmemacher John Maggio zeichnet in seiner Dokumentation die Lebensgeschichte von Billy the Kid mit Hilfe historischer Dokumente, eindrucksvoll inszenierter Spielszenen und zahlreicher Experteninterviews nach. Dabei entwirft er eine atemberaubende Bilderwelt, die den historischen Wilden Westen zeigt und dennoch auf die Faszination der endlosen Weiten, der Cowboys samt ihrer rauchenden Colts setzt. Ein Muss für Western-Fans und gleichzeitig eine überaus spannende Neuerzählung historischer Fakten.


22:00 Osteopathie (55 Min.) (HDTV, UT)
Heilen mit den Händen
Dokumentation Deutschland, 2019
Online verfügbar von 22/02 bis 21/02
Erstausstrahlung

Regie: Antje Christ

Für Osteopathen ist der Schmerz nur ein Symptom, dessen Auslöser es aufzuspüren gilt. Dazu bedienen sie sich sogenannter Ursache-Folge-Ketten, denn ihr Grundgedanke ist, dass der Bewegungsapparat, der Schädel und das Rückenmark sowie alle inneren Organe als System zusammenhängen, verbunden durch feine Gewebenetze – die Faszien. So finden Osteopathen die Ursache für Schmerzen oft, weit ab vom Symptom, an einer ganz anderen Stelle im Körper. Nicht selten behandeln sie daher bei Knieproblemen Hüfte oder Rücken, oder bei Migräne den Blutfluss in der Leber. Bis heute ist der Beruf des Osteopathen in Deutschland nicht staatlich anerkannt. Andere europäische Länder sind da bereits weiter, und in den USA, dem Geburtsland der Osteopathie, gilt sie als eine eigenständige Form der Medizin und schon bald wird jeder fünfte Arzt in den Staaten ein osteopathischer Mediziner sein. Der Arzt Andrew Taylor Still entwickelte die neue Heilmethode 1874 und gab ihr den Namen Osteopathie – abgeleitet aus "osteon" für Knochen und "pathos" für Leiden. Allein in Frankreich und Deutschland lassen sich pro Jahr etwa zehn Millionen Menschen osteopathisch behandeln und tragen die Kosten dafür zum Großteil selbst. Während viele Patienten von Heilerfolgen berichten, bleiben einige Mediziner kritisch, denn es fehlen evidenzbasierte Studien. Wissenschaftler in den USA arbeiten an Verfahren, um die Wirkung von Osteopathie zu belegen. Und auch die Faszienforschung kann immer besser zeigen, was genau unter den Händen von Osteopathen passiert.


22:55 Die heilende Sprache der Pferde (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2011
Online verfügbar von 22/02 bis 29/02

Regie: Dorothee Kaden

Reiten verbessert die Haltung und stärkt den Rücken. Doch dass der Umgang mit Pferden heilende Wirkung für körperliche wie seelische Leiden hat, ist umstritten. Die Dokumentation beschäftigt sich zum einen mit der neuesten Forschung auf diesem Gebiet, zum anderen begleitet sie über mehrere Monate schwer kranke Menschen, die mit Hilfe von Pferden einen Weg zurück ins Leben finden. So war es bei Monika nach einem schweren Unfall lange ungewiss, ob sie überleben würde. Sie lag im Wachkoma. Kaum ein Mensch konnte in den ersten Monaten ahnen, wie es ihr ging. Felicità hingegen, ihre Therapiestute, erreichte die Patientin. Auf kleinste, für Menschen kaum sichtbare Muskelbewegungen konnte sie reagieren. Immer wieder hielt das Pferd minutenlang inne. Blies mit seinen weichen Nüstern auf bestimmte Stellen des Körpers oder stupste sie rhythmisch an, um eine Reaktion von Monika zu erhalten. Von Therapiestunde zu Therapiestunde gelang es Monika besser, auf die Kommunikationsangebote des Pferdes zu reagieren. Kommunikation ohne Worte, die an früheste und wichtigste Erfahrungen als Säugling anknüpft. Besonders dann, wenn sich Menschen nicht ausdrücken können oder wollen, ist das Pferd ein großartiger Vermittler. Das zeigt das Beispiel von Luise. Sie sprach kein Wort, als ihre Therapie begann. Sie war gefangen in ihrer ganz eigenen Welt. Nichts ließ sie mehr heraus, nichts herein; auch keine Nahrung: Sie war kurz vorm Verhungern und musste mit einer Sonde ernährt werden. Erst als Pferde ihre Ko-Therapeuten wurden, fand sie zur Sprache zurück. Die therapeutische Arbeit mit dem Pferd zielt immer gleichzeitig auf Körper und Seele. Monika, die nach wie vor an den Rollstuhl gefesselt ist, profitiert auch körperlich sehr stark von den Therapiestunden mit und auf dem Pferd. Die Bewegungen stimulieren und stärken nicht nur die Muskeln, sondern senden auch Signale an das Nervensystem. Bezahlt wird diese Therapie von den Krankenkassen nicht. Denn es gibt zwar viele gute, sogar erstaunliche Erfolge, aber wenige wissenschaftliche Belege. Vieles von dem, was sich mit und auf dem Pferd verbessert, lässt sich kaum in Zahlen fassen. Doch die Dokumentation zeigt auch engagierte Forscher, die mit neuen Ideen versuchen, die Arbeit auf ein wissenschaftliches Fundament zu stellen.


23:50 Philosophie (25 Min.)
Der Mensch als Zuschauer
Magazin Frankreich, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Elliot Covrigaru, Philippe Truffault
Moderation: Raphaël Enthoven
Gäste: Christian Ruby, Anne Nivat

Woher kommt diese Illusion, "Zuschauer zu sein" sei ein passiver Zustand, hätte nichts mit einer handelnden Person zu tun? In einem historischen Diskurs erklärt Autor und Philosoph Christian Ruby, dass es den Begriff des Zuschauers erst seit der Aufklärung gibt. Er entstand im Kontakt mit den dargebotenen Werken. Gibt es das Zuschauerideal vom Bildungsbürger, der sich an aufklärerische Wertevorstellungen heranführen lässt und als aufgeklärter Bürger das Gemeinwesen mitgestaltet, heute noch? Sind Kunst und Inszenierung in diesem Sinne noch Sprachrohr der Aufklärung? Erfüllen sie noch einen Bildungsanspruch? Vorbei die Zeiten des Politspektakels, in denen Passivwähler die politischen Entwicklungen verfolgten, wie man Bühnendarstellern zusieht? Oder gilt es, den Zuschauer als Demokratiestifter wiederzubeleben und neue Formen demokratischer Teilhabe zu erschaffen?
Jeden Samstag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema.

Hintergrundinfo:
Christian Ruby ist Doktor der Philosophie und Dozent. Er ist Mitglied im Forschungsausschuss des französischen Ministeriums für Kultur und im Verwaltungsrat des Museums für Moderne Kunst FRAC Centre-Val de Loire. Weiterhin ist er Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift "Raison Présente" und Chefredakteur der Website "The European Spectator". Sein jüngstes Werk über Werden und Wandel des Zuschauerbegriffs ("Devenir spectateur?") erschien 2017 beim Verlag Edition de l'Attribut.


00:15 Square Idee (30 Min.)
Gehören Bilder den Männern?
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 15/02 bis 22/04
Erstausstrahlung

Dominieren Männer weiterhin die Bilder? Für Hollywoods Goldenes Zeitalter gibt es wenig Zweifel: Ob die Schönheit von Ava Gardner oder die anderer Schauspielerinnen – stets waren ihre "Temperamente" für Männeraugen von Männeraugen inszeniert. Hat sich daran im neuen, 20 Jahre alten Jahrhundert und seit der #Metoo-Debatte etwas geändert? Die kulturellen Codes sind so stark verinnerlicht, dass diese kaum noch auffallen. Doch nach dem Weinstein-Skandal und den Aussagen vieler Schauspielerinnen muss auch die Frage nach der Dominanz des männlichen Blicks gestellt werden und damit, wie eine Balance zwischen Anziehungskraft und Respekt gefunden werden kann.

Hintergrundinfo:
"Square" ist das bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit.


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
00:45 Kurzschluss – Das Magazin (55 Min.)
Schwerpunkt Berlinale
Magazin Deutschland, 2020
Erstausstrahlung

The Rabbit Hunt

Kurzfilm von Patrick Bresnan, USA 2017

Pahokee, eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Florida am See Okeechobee. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird hier ein besonderes Initiationsritual für Jungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden praktiziert. Wenn die Zuckerrohrfelder abgebrannt werden, kommen die jungen Männer, um an den Rändern der Felder die fliehenden Kaninchen einzufangen. Schnelligkeit und Kraft, Mut und Koordinationsfähigkeit sind notwendig, denn die Kaninchen werden mit den Händen gefangen. Im Anschluss werden die Tiere getötet und gegessen.

Hintergrundinfo:
"Kurzschluss – Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
01:40 Imfura (35 Min.) (HDTV, UT)
Kurzfilm Schweiz, 2017
Produktion: Imitana Productions
Online verfügbar von 22/02 bis 22/05

Rollen und Darsteller:
Gisa – Moses Mwizerwa
Gahigi – Kijyana Yves
Seraphina – Nyirababikira Hadidja

Regie: Samuel Ishimwe
Produzent: Daniel Schweizer, Jean Perret
Drehbuch: Samuel Ishimwe
Musik: Eugène Safali
Kamera: Samuel Ishimwe
Schnitt: Samuel Ishimwe

"Imfura" bedeutet auf Kinyarwanda der Erstgeborene, der Edle, der Gentleman. Gisa, der edle junge Mann, der sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit begibt, trägt einen Teil der Erinnerung in sich. Aber als es zum Streit um das Erbe kommt und er seine Position verteidigen muss, ist er auf einmal allein. Die Ruine des elterlichen Hauses repräsentiert die sichtbaren Überreste des Genozids.

Hintergrundinfo:
Die hybride Form des Films, die Verquickung von dokumentarischem und inszeniertem Material, gibt ihm seine Unmittelbarkeit und Stärke.


02:15 Durch die Nacht mit … (55 Min.) (HDTV, UT)
Liam Cunningham und Jim Sheridan
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 21/02 bis 23/03

Regie: Edda Baumann-von Broen

Die Iren gelten als große Geschichtenerzähler. Der Regisseur Jim Sheridan, dessen erste vier Filme gleich mehrfach für den Oscar nominiert wurden, und der Schauspieler Liam Cunningham, der sich als Ser Davos in "Game of Thrones" einen Platz in der langen Ahnengalerie großer irischer Schauspieler gesichert hat, beweisen eindrucksvoll, dass sie sich ihrer Geschichte immer bewusst sind. In rasendem Tempo zieht das ungleiche Duo durch Dublin, auf den Spuren großer Kämpfer, ihrer eigenen Vergangenheit und der blutigen irischen Geschichte, die vor hundert Jahren zur Unabhängigkeit Irlands führte. Bei reichlich Alkohol genießen die beiden eine Männernacht beim MMA-Cheftrainer John Kavanagh, den Sheridan fast erwürgt, und lassen sich von Sternekoch Kevin Thornton begeistert Taube in tausend Jahre altem irischen Torf servieren. In einem historischen Postgebäude, das zum Museum umfunktioniert wurde, entdecken sie eine Gedenktafel für die Kämpfer der Irischen Revolution, auf der auch Sheridans Großvater steht. Von der irischen Geschichte geht es zur eigenen. Jim Sheridan zeigt Liam die Straßen seiner Kindheit, die er in vielen Filmen wie "Im Namen des Vaters" oder "Der Boxer" verewigt hat. Beide stellen erstaunt fest, dass sie nur 500 Meter voneinander entfernt aufgewachsen sind. Am Ende des Abends ist klar: Dies ist der Beginn einer wahren Männerfreundschaft.


03:10 Stromaufwärts! Europas Wasserwege (45 Min.) (HDTV, UT)
Von der Camargue in die Ardèche
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 03.02.

Regie: Christian Schidlowski


03:55 28 Minuten (46 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:41 Sendeschluss

*

Sonntag, 23. Februar 2020


05:05 Metropolis (45 Min.)
Bologna
Magazin Deutschland, 2020
Wiederholung vom 16.02.


05:50 Die große Literatour (50 Min.) (HDTV, UT)
Mark Twains Deutschland
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 23/02 bis 23/05

Regie: Andrew Davies, Rieke Brendel

"Die große Literatour" begibt sich mit Mark Twain nach Deutschland. Die Dokumentation ist eine literarische Zeitreise, die auf einzigartige Weise Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschränkt. In seinem 1880 erschienenen Buch "Bummel durch Europa" beschreibt Twain die Eindrücke seiner 16-monatigen Europareise, die ihn 1878 auch durch Deutschland führte. Schwer beeindruckt von der deutschen Kultur – und ebenso herausgefordert von der deutschen Sprache – reist er von Hamburg über Frankfurt nach Heidelberg bis in den Schwarzwald und nach Baden-Baden. In seinem vergnüglichen Bericht nimmt Twain die Deutschen und ihre Marotten liebevoll auf die Schippe. Alte Sagen faszinieren ihn ebenso wie die Heidelberger Studentenverbindungen. In bissig-sarkastischem Ton lästert er über Kuckucksuhren und Wagner und schüttelt den Kopf über die Menschen, die er beobachtet. Vor allem aber amüsiert sich Twain über sich selbst. Er spielt selbstironisch den typisch amerikanischen Touristen jener Zeit und bleibt dabei mitnichten bei den Fakten: Schon sein treuer Begleiter Mr. Harris ist eine Erfindung. Die anfangs groß angekündigte Wandertour der beiden wird immer wieder aufgeschoben. Zugfahren scheint doch viel bequemer und eine Floßfahrt über den Neckar als großes Abenteuer. Insgesamt zweimal war Twain in seinem Leben in Europa. Diese zweite, größere Reise war jedoch nicht nur als touristisches Vergnügen angelegt, sondern sollte auch eine Schreibblockade bei seinem später wichtigsten Werk "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" lösen. Ob der Neckar und Heidelberg die Inspiration für Huck Finns Floßfahrt auf dem Mississippi waren, weiß nur Mark Twain selbst. Fest steht, dass Amerikaner seit ihm Heidelberg und Deutschland lieben.


06:40 Karambolage (15 Min.) (HDTV, UT)
Die Weiberfastnacht / Der Karneval / Der Beton
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 16.02.

Regie: Claire Doutriaux


06:55 Homöopathie (55 Min.) (HDTV, UT)
Sanfte Medizin oder Hokuspokus?
Dokumentation Deutschland / Frankreich, 2019
Wiederholung vom 15.02.

Regie: Karlo Malmedie


07:50 Denk mal quer! (25 Min.) (HDTV)
Des Magiers Wahl
Kindersendung Australien, 2016
Online verfügbar von 23/02 bis 23/04

Regie: Cathy Baker

Des Magiers Wahl
In dieser Folge dreht sich alles um Magie und Zauberei. "Magician's Choice" oder "Equivoque" ist eine von Zauberkünstlern eingesetzte Technik, um einen Zuschauer dazu zu bringen, bestimmte Objekte aus einer Vielzahl von Möglichkeiten zu wählen. Ein Freiwilliger wählt ein Objekt, der Magier errät seine Wahl. Dem Zuschauer wird dabei der Eindruck vermittelt, eine Wahl aus freiem Willen getroffen zu haben. Doch wählt er wirklich frei oder bringt ihn der Zauberer zu einer ganz bestimmten Entscheidung? "Denk mal quer!" blickt hinter die Kulissen der Illusion.

Hintergrundinfo:
Wir leben in einer Welt, in der vieles nicht ist, wie es scheint. Manchmal müssen wir genauer hinschauen, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Das Jugend-Magazin "Denk mal quer!" entdeckt die seltsamsten, wunderlichsten und verrücktesten Phänomene unserer Zeit - in den Bereichen Kunst, Psychologie und Wissenschaft.


08:15 Schau in meine Welt! (25 Min.) (HDTV)
Mahir, zuhause in Kurdistan
Kindersendung Deutschland, 2015
Online verfügbar von 23/02 bis 23/05

Regie: Michael Enger

Der zwölfjährige Mahir lebt mit seinen Eltern und Geschwistern in dem kleinen Dorf Pirosana. Es liegt in Kurdistan, der autonomen kurdischen Region im Norden des Iraks. In anderen Teilen des Landes herrscht seit vielen Jahren Krieg, aber in Mahirs Dorf ist es zum Glück friedlich. Mahirs Vater ist ein einfacher Bauer wie die meisten Bewohner Pirosanas. Die Familie hat eine Herde in den Bergen. Im Stall neben dem Haus sind die jungen Ziegen untergebracht, die Mahir täglich nach der Schule füttert. Seine Lieblingsziege heißt Spehik und hat leuchtend blaue Augen. Einige Familien aus dem Dorf sind weggegangen – weil es für sie wenig Arbeit gab oder weil sie fürchten, dass der Krieg auch hierher kommt. Ein Cousin von Mahir ist inzwischen in Europa angekommen. Regelmäßig telefonieren Mahir und seine Brüder mit ihm. Und auch Mahirs älterer Bruder Dilo, der wie alle Männer Kurdistans für die Peschmerga an die Front zieht, überlegt, nach Deutschland zu gehen.
Mahir kann sich nicht vorstellen, Kurdistan zu verlassen, weil er hier geboren wurde und weil er seine Tiere, die hohen Berge und die Wiesen um ihn herum zu sehr liebt. Er träumt davon, eines Tages Lehrer zu werden.


08:40 Wenn ich groß bin, werde ich … (15 Min.) (HDTV)
Gebäudetechniker
Kindersendung Belgien / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 16/02 bis 24/03
Erstausstrahlung

Regie: Benoît Van Wambeke

Jans Vater hat auf dem Bau gearbeitet – erst als Klempner und dann als Elektriker. Als Jan alt genug war, ging er ihm in seiner Freizeit zur Hand und entdeckte so seine Leidenschaft für das Bauen. Jan machte deshalb einen Elektromechanik-Abschluss und übernahm das Unternehmen seines Vaters. Er benannte es in iHOUSE um und belegte eine ganz spezielle Nische: Gebäudeautomation. Das bedeutet, dass sämtliche Funktionsabläufe im Haus ferngesteuert oder automatisiert werden können: Zum Beispiel damit die Heizung so anspringt, dass die Wohnung auf 21 Grad gewärmt ist, wenn man von der Arbeit nach Hause kommt.
Pieper reist nach Retie in die belgische Provinz Antwerpen und besucht Jan in seinem Betrieb. Wie in den Häusern seiner Kunden sind auch in seinem Betrieb alle elektrischen Geräte miteinander vernetzt: Die Haushaltsgeräte tauschen über das Internet Informationen miteinander aus und teilen diese mit Jans Smartphone. Das nennt man Internet of Things (IoT) – zu Deutsch: Internet der Dinge. Jan hat über Apps auf seinem Smartphone also alles im Blick. Ganz schön clever, solche Smarthomes! Jan nimmt Pieper mit auf die Baustelle und zeigt ihm, wie so ein Smarthome gebaut wird.
Der Job eines Elektrikers umfasst heute also viel mehr als Kabel ziehen und Steckdosen anbringen. Heutzutage müssen Elektriker wie Jan ganz viel installieren können: Sicherheitssysteme, Überwachungssysteme, Audiosteuerung und Beleuchtung. Und das alles bequem vom Smartphone aus steuerbar.
Jan erzählt Pieper, dass er manchmal auch abends oder am Wochenende von seinen Kunden angerufen wird, falls doch einmal etwas nicht funktioniert. Abgesehen davon macht ihm sein Beruf als Gebäudetechniker aber unheimlich viel Spaß, weil er damit Menschen zu einem tollen Zuhause verhelfen kann. Und er findet: Wenn er das kann, kann das jeder!

Hintergrundinfo:
"Wenn ich groß bin, werde ich …" – Wer hat in seiner Kindheit diesen Satz nicht gesagt und von einer glanzvollen Karriere als Feuerwehrmann, Astronaut oder Forscher geträumt? In der Serie für Kinder stellen verschiedene Personen ihre Tätigkeiten vor. Der neugierige Pieper, eine freche, aber sympathische kleine Kartoffel, führt durch die Sendung und vermittelt spielerische Einblicke in die Arbeitswelt.


08:55 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 23/02 bis 01/03


09:10 Wallis und Edward (55 Min.) (HDTV)
Ein Herz und keine Krone
Dokumentation Deutschland, 2012
Wiederholung vom 20.02.

Regie: Claire Walding


10:05 Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! (25 Min.)
Das Reise-Necessaire von Madame Auguié

Das Reise-Necessaire von Madame Auguié wird unter der Nummer 109 bei Christie's France versteigert. Es gehört zu einer außergewöhnlichen Sammlung rarer Objekte aus dem 18. Jahrhundert, der Marie-Antoinette-Kollektion. Aufgeregt warten im Publikum die Marie-Antoinette-Liebhaber. Das Reise-Necessaire, eine Truhe aus Mahagoni und Messing, gefüllt mit allem, was man für die Toilette, Mahlzeiten und zum Schlafen während einer Kutschenreise, eines Schlossbesuchs oder einer Rast auf dem Land benötigte, war damals ein Luxusobjekt. Der Aufbau der Schatulle ist von extremer Raffinesse, es gibt für jedes der zahlreichen kleinen Objekte eine kleine Vertiefung. Der Gegenstand, dessen Wert zwischen 40.000 und 60.000 Euro veranschlagt wird, wurde 1955 schon einmal in Versailles versteigert – damals als Necessaire der königlichen Familie, das diese auf ihrer Flucht nach Varennes mit sich führte. Ob das stimmt, ist allerdings ungewiss … Sicher ist aber, dass es sich um ein Geschenk von Marie Antoinette an ihre Kammerfrau Madame Auguié de Lascans handelt, wie einer Inschrift auf dem Deckel des Necessaires zu entnehmen ist. Diese war die Schwester von Madame Campan, der ersten Kammerfrau von Marie Antoinette, die in ihren bewegenden Memoiren die letzten Tage der königlichen Familie beschreibt. Die Inschrift ist auch das Detail, welches dieses Reise-Necessaire zu so einer Besonderheit macht. Diese Folge der Dokumentationsreihe entdeckt die Geschichte des außergewöhnlichen Reise-Necessaires und die Leidenschaft, die Marie-Antoinette-Liebhaber wie die Ausnahmesammlerin Michèle für die Königin hegen.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe "Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten!" beschäftigt sich mit Kunst- und Kulturgeschichte, Arbeitstechniken und künstlerischen Herstellungsverfahren. Dabei veranschaulichen die Veränderungen in Nutzung und Wertigkeit einzelner Objekte auch den Wandel unserer Gesellschaft. Es geht allerdings nicht nur um die Gegenstände, sondern auch um die Geschichte der Männer und Frauen, die sie einst herstellten oder besaßen. Sie macht deutlich, wie wichtig die Objekte für ihre Schöpfer und Besitzer waren - diese persönliche Bedeutung steht im Mittelpunkt der Reihe. Die damit verbundenen Geschichten geben einen Einblick in die geheimnisvolle Welt der Kunstsammler, über die oft nur wenig bekannt ist.


10:30 Vox Pop (35 Min.) (HDTV)
Beschneidung: Muß ein Verbot her?
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 16/02 bis 30/04

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Nora Hamadi
Gäste: Lena Nyhus

Die Wälder Europas: Wie können wir sie schützen?
38 Prozent der europäischen Gesamtfläche bestehen aus Wald. In den letzten 20 Jahren vergrößerte sich diese Fläche sogar um neun Prozent, von 148 Millionen Hektar im Jahr 1990 auf 161 Millionen im Jahr 2015. Doch diese Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen: Tatsächlich sind die europäischen Wälder massiv geschwächt; sie leiden unter extremen Wetterereignissen wie Dürren oder Stürmen und sind von illegaler Abholzung bedroht. Im April 2018 verpflichtete das Europäische Parlament die europäischen Staaten sogar gesetzlich dazu, alle zerstörten Bäume durch neue zu ersetzen. Reicht das aus? Wie können wir unsere Wälder schützen? Recherche der Woche: "Vox Pop" begibt sich nach Portugal, wo die Eukalyptus-Monokulturen viel Geld einbringen, aber auch schnell in Flammen aufgehen können. Die Sendung berichtet außerdem aus Rumänien, wo es unter dem Einfluss der Holzindustrie täglich zu illegalen Abholzungen kommt. So vergehen die letzten europäischen Urwälder, die zum UNESCO-Welterbe gehören …

Hintergrundinfo:
Jeden Sonntagvormittag präsentiert Nora Hamadi das aktuelle Geschehen und wichtige Gesellschaftsthemen in Europa. "Vox Pop" mischt sich mutig ein und behandelt jede Woche zwei große gesellschaftliche Debatten in Form von Recherchen und im Interview mit dem Gast der Woche.


11:05 Lawrence von Arabien (210 Min.) (HDTV)
(Lawrence of Arabia)
Spielfilm Großbritannien, 1962
Wiederholung vom 16.02.
Produktion: Horizon Pictures

Rollen und Darsteller:
T.E. Lawrence – Peter O'Toole
Prinz Feisal – Alec Guinness
Auda Abu Tayi – Anthony Quinn
General Allenby – Jack Hawkins
Sherif Ali – Omar Sharif
Bey – José Ferrer
Colonel Brighton – Anthony Quayle
Mr. Dryden – Claude Rains
Jackson Bentley – Arthur Kennedy
General Murray – Donald Wolfit
Gasim – I.S. Johar
Majid – Gamil Ratib
Farraj – Michel Ray
Daud – John Dimech
Tafas – Zia Mohyeddin
Oberarzt – Howard Marion-Crawford
Clubsekretär – Jack Gwillim
Royal Army Medical Corps Colonel – Hugh Miller

Regie: David Lean
Produzent: Sam Spiegel, David Lean, Robert A. Harris
Drehbuch: Robert Bolt, Michael Wilson
Musik: Maurice Jarre
Kamera: Freddie Young
Schnitt: Anne V. Coates


14:35 Omar Sharif (55 Min.) (HDTV, UT)
Aus dem Leben eines Nomaden
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 16.02.

Regie: Jascha Hannover


15:30 Die Affäre Caravaggio (90 Min.)
Dokumentation Frankreich, 2018

Regie: Frédéric Biamonti

April 2016: Die Nachricht, ein verschwundener Caravaggio sei wieder aufgetaucht, ruft ein Erdbeben in der Kunstwelt hervor und versetzt den Kunstmarkt in helle Aufregung. Das bisher unbekannte Ölgemälde, das zufällig auf einem Anwesen nahe der südfranzösischen Stadt Toulouse entdeckt wurde, ist eine Darstellung des Sujets "Judith enthauptet Holofernes". Da die Zuordnung des Gemäldes unter den Experten kontrovers diskutiert wird, verhängt das französische Kulturministerium ein Ausfuhrverbot über das Werk – was die Neugier der Öffentlichkeit weiter anheizt und den Kunstmarkt begeistert: Sollte das auf 120 Millionen Euro geschätzte Bild verkauft werden, so wäre das ein Rekordpreis für einen alten Meister.
Im Büro des Pariser Kunstexperten Eric Turquin, der die Besitzer des Gemäldes vertritt, will man in dieser hohen Taxierung des Gemäldes das Vorzeichen für seine zukünftige Anerkennung sehen: Entweder wird es zur Trophäe eines kunstsammelnden Oligarchen oder zum "Nationalen Kulturgut" eines großen Museums. In den Augen der Kunsthistoriker ist es ohnehin ein revolutionäres Werk.
Doch woher stammt das Gemälde? Ist es wirklich ein Caravaggio? Worauf beruht der Marktwert eines vor mehr als 400 Jahren verstorbenen Malers?

Hintergrundinfo:
Dank spannender investigativer Ermittlungen auf dem Kunstmarkt offenbart der Film die außergewöhnliche Geschichte eines vier Jahrhunderte verschollenen Meisterwerks der Malerei. Caravaggio hat die europäische Malerei grundlegend revolutioniert und nachhaltig mitgeprägt. Sein schonungsloser Realismus brachte die manieristische, gelehrte Kunst seiner Zeit ins Wanken. Caravaggios Werke erregten nicht weniger Skandal als sein Leben. Gewalttaten, Überfälle, Prozesse, Verbannungen, Gefängnis – das Genie ist ein Bad Boy, der Anlass zum Gerede gibt, bis zum einsamen, erschütternden Tod mit 38 Jahren. Und tatsächlich ist das Toulouser Gemälde brutal und von erschreckender Gewalt. Eine Frau schneidet einem Mann die Kehle durch. Sie schaut uns direkt in die Augen. Ihre Dienerin sieht sie entsetzt an und hält den aufgespannten Sack für das abgeschlagene Haupt bereit. Noch heute schockiert uns der Anblick des Gemäldes.
Obwohl das Bild im Sommer 2019 letztendlich nicht an den französischen Staat, sondern unter strengster Geheimhaltung an eine Privatperson verkauft wurde, birgt es immer noch Geheimnisse.


17:00 Metropolis (45 Min.)
Berlinale
Magazin Deutschland, 2020
Online verfügbar von 21/02 bis 23/05
Erstausstrahlung

Es ist so weit: Nach 18 Jahren unter der Leitung von Dieter Kosslick übernimmt ein Duo die Führung des Filmfestivals, das zu den drei wichtigsten der Welt gehört. Der Italiener Carlo Chatrian, ehemals Festivaldirektor in Locarno, übernimmt die künstlerische Leitung. Die Niederländerin Marietta Rissenbeek verantwortet die geschäftliche Seite. Werden Sie den großen und widersprüchlichen Erwartungen gerecht? Entschlacken, aber trotzdem ein breit aufgestelltes Publikumsfestival bleiben? Künstlerisches Profil stärken, aber trotzdem reichlich Stars auf den Teppich holen? Kosslicks Schuhe sind so groß wie der Reformbedarf. Ein großer Star steht jedenfalls mit Sicherheit auf dem roten Teppich im kalten Berliner Winter: Schauspiel-Queen Helen Mirren erhält den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. "Metropolis" berichtet am ersten Berlinale-Wochenende über den Neuanfang des größten Publikumsfilmfestivals der Welt.


17:45 LUDWIG VAN – Beethoven-Jahr auf ARTE (40 Min.)
Schwerpunkt

Im Jahr 2020 feiert ARTE den großen Komponisten Europas: Ludwig van Beethoven. Beethovens Musik ist aber auch die Musik der ganzen Welt. Der Schlusssatz der Neunten Symphonie ist die offizielle Hymne der Europäischen Union und praktisch die zweite Nationalhymne Japans. "Alle Menschen werden Brüder", die Ideale eines aufgeklärten Humanismus, sind die Grundpfeiler in Beethovens Schaffen. Die Rezeptionsgeschichte von Beethovens Neunter Symphonie ist einzigartig. "Beethovens Neunte – Symphonie für die Welt" ist ein Versuch, zu verstehen, was diese Symphonie so einzigartig macht. Die Autoren reisten dafür nach Osaka, Shanghai, Kinshasa, São Paulo, Salzburg, Barcelona und London. Die Dokumentation wird am Sonntag, den 2. Februar ausgestrahlt und ist der Ausklang des ersten Beethovenwochenendes im Beethovenjahr 2020 auf dem Sender. Am Vorabend interpretiert Bertrand Chamayou Beethovens 5. und letztes Klavierkonzert, das auch den Beinahmen "Emperor" trägt. Begleitet wird er vom Orchestre Philharmonique de Radio France unter der musikalischen Leitung von Mikko Franck.Am Sonntag überträgt ARTE live aus Nantes das Abschlusskonzert der Folle Journée mit Ausschnitten aus bekannten Beethoven-Kompositionen, wie der Symphonie Nr. 7, dem Violinkonzert oder der Mondscheinsonate. Online stellt ARTE im Laufe des Beethovenjahres den kompletten Opus-Katalog des jüngsten der drei "Klassiker" der Hauptvertreter der Wiener Klassik, mit historischen, von Beethoven selbst zusammengestellten Konzerten, der Kammermusik, seinen Liedern, Symphonien und seinen Bühnenwerken. Im Februar sind unter anderem die Aufführungen unter Leitung von Mariss Jansons, Philippe Jordan, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach und mit berühmten Interpreten wie Jewgeni Kissin, Lang Lang, Nelson Freire und vielen anderen zu erleben.


LUDWIG VAN – Beethoven-Jahr auf ARTE
17:45 Maurizio Pollini spielt Beethoven (40 Min.) (HDTV)
Musik Österreich, 2019
Aus dem Herkulessaal der Residenz München,
Originalvertonung
Online verfügbar von 22/02 bis 23/05
Erstausstrahlung

Regie: Henning Kasten
Mitwirkende: Maurizio Pollini

Anlässlich des Beethovenjahres 2020 widmet sich einer der größten Pianisten der Gegenwart noch einmal dem Spätwerk Ludwig van Beethovens: Maurizio Pollini kehrt für die Einspielung der Klaviersonaten Nr. 31 und 32 wieder in den Münchner Herkulessaal zurück. Genau dort entstanden seit den 1970er-Jahren die legendären, scharf konturierten und klaviertechnisch perfekten Studioeinspielungen des Sonatenzyklus. In seiner seit nunmehr rund 60 Jahren andauernden Karriere hat sich Pollini medial stets rar gemacht und ist immer nur mit wenigen ausgewählten Werken vor die Welt getreten, ganz nach dem Vorbild seines Lehrers. Seiner Plattenfirma hat der Perfektionist Pollini bis in die jüngste Zeit nur Studioaufnahmen erlaubt. Dass er jetzt, im Alter von 77 Jahren, doch noch einer Liveaufzeichnung zugestimmt hat, ist eine Sensation, aber auch logisches Resultat seiner Entwicklung als Pianist. Denn wie er selbst sagt: "Meine Beschäftigung mit Beethoven hört ja nicht auf."

Hintergrundinfo:
Auf dem Programm stehen die Klaviersonate Nr. 31 in As-Dur op. 110 und die Klaviersonate Nr. 32 in c-Moll op. 111. Die Onlinefassung des Konzertes enthält zusätzlich die Klaviersonate Nr. 30 in E-Dur, op. 109.


18:25 Zu Tisch (30 Min.) (HDTV, UT)
Nordirland
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Online verfügbar von 22/02 bis 24/03

Regie: Kristian Kähler, Martin Koddenberg

Die Reihe "Zu Tisch" feiert ihre 200. Folge. Dieses Jubiläum wird ganz im Norden Irlands auf der Insel Rathlin gefeiert – der einzigen bewohnten Insel Nordirlands. Dort wo die Irische See und der mächtige Atlantik aufeinandertreffen und sich die tosende See und malerische Klippen begegnen, liegt die raue Insel. Auf Rathlin leben rund 120 Einwohner. Sowohl der Fischfang als auch die Ernte von Seetang gehören hier traditionell zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Seetang wurde einst an der Küste gesammelt und in der Leinenindustrie zum Bleichen eingesetzt. Kate Burns und ihre Söhne wollen nun diese alte Tradition wieder zum Leben erwecken – allerdings auf neue Weise: Sie kultivieren Seetang an langen Seilen im Meer, zur Verwendung in der Küche. Im kochenden Wasser verändern die olivgrünen Blätter ihre Farbe in ein kräftiges Knallgrün. Zu "Nudeln" zerschnitten sind sie eine würzige Zutat in Salaten und Suppen. Kates Sohn Philip McFaul ist der Koch der Familie, er denkt sich gerne ungewöhnliche Rezepte aus. Nach japanischem Vorbild benutzt er den Seetang als schmackhafte Zutat. So bereitet er exotische Gemüse-Wraps mit Krabbenfleisch, aber auch ein traditionelles Irish Stew mit Lammfleisch, Gemüse und Kartoffeln zu. Kate kocht mit ihrer Laborantin Sarah Barry eine japanische Dashi-Suppe. Hier bildet der Seetang einen klassischen japanischen Suppenstock und gibt einen kräftigen, würzigen Geschmack.

Hintergrundinfo:
"Zu Tisch" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart.


18:55 Karambolage (15 Min.) (UT)
Dr. Martens / Der Schmerz / Das Collège de France
Magazin Frankreich, 2019
Mehr Infos unter: www.arte.tv/karambolage
Online verfügbar von 23/02 bis 07/02
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Das Rätsel
Und zum Schluss der Sendung wie immer ein Rätsel – wie auch die Lösung des Rätsels der vorangegangenen Woche.

Hintergrundinfo:
Sonntags um 20.30 Uhr führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 23/02 bis 24/02


19:30 360° Geo Reportage (45 Min.) (UT)
Kapverden – Zwei Hunde als Schildkrötenretter
Reportage Deutschland, 2019
Online verfügbar von 16/02 bis 24/03
Erstausstrahlung

Regie: Markus Schmidbauer

Die zweijährigen Hundegeschwister Kelo und Karetta verdanken ihre Namen den wissenschaftlichen Bezeichnungen zweier Schildkrötenarten. Marlene Zähner hat sie in der Schweiz ausgebildet – nun sollen sie auf die Kapverden gebracht werden, um dort Wilderer zu überführen. Ivan und Valdir, zwei Kapverdier und Mitglieder der Schutzorganisation Turtle Foundation, übernehmen die Hunde. Marlene zeigt ihnen, wie man den Hunden Befehle erteilt, damit sie auf dem Archipel zum Schutz der Schildkröten beitragen können. Die Jagd Einheimischer auf Schildkröten ist eine brutale Tradition: Um an das Fleisch zu kommen, schlitzen sie die Tiere bei lebendigem Leib auf. Seit einem Jahr fliegt ein Drohnenteam der Organisation nachts über die Niststrände, um die Wilderer mit Hilfe von Infrarotstrahlen zu ertappen. Mit Erfolg: Die Fälle von Wilderei gingen massiv zurück. Doch gefasst wurden die Täter bislang noch nicht. Diese Aufgabe sollen nun die beiden Hunde übernehmen – indem sie die Täter am Geruch der am Strand zurückgelassenen Werkzeuge ausfindig machen. Wie werden Kelo und Karetta die ersten Wochen auf den Kapverden meistern? Kommen sie mit ihren neuen Herrchen zurecht, und werden es auch in diesem Jahr genügend Babyschildkröten schaffen, das Meer zu erreichen?


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
20:15 Rain Man (130 Min.) (HDTV)
Spielfilm USA, 1988
Produktion: Mirage Entertainment, Star Partners II, United Artists

Rollen und Darsteller:
Raymond "Ray" Babbitt – Dustin Hoffman
Charlie Babbitt – Tom Cruise
Susanna – Valeria Golino
Arzt Dr. Bruner – Gerald R. Molen
John Mooney – Jack Murdock
Vern – Michael D. Roberts
Lenny – Ralph Seymour

Regie: Barry Levinson
Produzent: Mark Johnson
Drehbuch: Ronald Bass, Barry Morrow
Musik: Hans Zimmer
Kamera: John Seale
Schnitt: Stu Linder

Charlie Babbitt ist ein Autohändler, der sich durch dubiose Geschäfte und krumme Halbwahrheiten über Wasser hält. Der junge Mann zeichnet sich eher durch Egoismus als Empathie aus und zieht es vor, Probleme nicht an sich heranzulassen. Auf dem Weg zu einem neuen Deal erhält er die Nachricht vom Tod seines Vaters. Die beiden hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr. Bei der Testamentseröffnung erfährt Charlie, dass das Erbe von drei Millionen Dollar nicht an ihn geht, sondern an Raymond "Ray" Babbitt, seinen autistischen Bruder, von dessen Existenz er bis dato nichts wusste. Mit seiner Freundin Susanna macht Charlie sich auf, "Ray" zu finden, und entführt ihn kurzerhand. Das Ziel: Die Vormundschaft für den in einem Heim für Menschen mit geistiger Behinderung untergebrachten Bruder zu übernehmen, um an das Geld heranzukommen. So beginnt ein Roadtrip quer durch die USA, wobei Charlie zunächst Schwierigkeiten hat, Rays Verhalten und seine Sicht der Welt nachzuvollziehen. Doch langsam entwickelt sich eine enge Bindung zwischen den Brüdern. Charlie verändert sich zunehmend und wandelt sich zu einem aufopferungsvollen jungen Mann, der den Menschen in seiner Umgebung mit Toleranz und Empathie begegnet. Er lernt, wie wichtig menschliche Zuneigung und familiäre Bande sind. Barry Levinson thematisiert in der Geschichte der beiden Brüder mit großem Einfühlungsvermögen eine Entwicklungsstörung, die in den 80er Jahren noch kaum Beachtung in der Gesellschaft fand.

Hintergrundinfo:
Dustin Hoffman spielt in unvergleichlicher Weise den Autisten Ray und erhielt dafür 1989 seinen zweiten Oscar. Der Film erhielt drei weitere Oscars in den Hauptkategorien Bester Film, Beste Regie und Bestes Originaldrehbuch. Das Roadmovie wurde von einer wahren Begebenheit inspiriert und basiert auf dem Leben des Amerikaners Kim Peek, der unter einer Form des Autismus litt und eine starke Inselbegabung aufwies. Betroffene können trotz neurologischer Entwicklungsstörungen in bestimmten Bereichen außergewöhnliche Leistungen erzielen. Der Film wird anlässlich der 70. Berlinale auf ARTE ausgestrahlt.


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
22:25 Fly Rocket Fly (90 Min.) (HDTV)
Mit Macheten zu den Sternen
Dokumentarfilm Deutschland, 2018
Online verfügbar von 23/02 bis 01/03
Erstausstrahlung

Regie: Oliver Schwehm

Der schwäbische Ingenieur Lutz Kayser hat eine Vision: Er will mit Hilfe einer privaten Aktiengesellschaft eine Weltraumrakete entwickeln, die Satelliten ins All befördern soll. Mitte der 70er Jahre gründet er gemeinsam mit einer Gruppe eingeschworener Tüftler die OTRAG (Orbital Transport und Raketen Aktiengesellschaft) – das weltweit erste private Raumfahrtunternehmen. Beraten werden sie von Wernher von Braun, einem Pionier der Raumfahrt, der sowohl für Hitler als auch für die NASA Raketen entwickelt hat. Doch 30 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg werden Raketentests in der BRD nicht gerne gesehen. Ein neuer Standort muss her! Die Lösung: ein 100.000 Quadratkilometer großes Testgelände mitten im Urwald von Zaire (der heutigen Demokratischen Republik Kongo), das der damalige Diktator Mobutu Sese Seko zur Verfügung stellt. Kritisch beäugt wird das Unterfangen zu Zeiten des Kalten Krieges nicht nur von russischen und amerikanischen Spionagesatelliten, sondern auch von europäischen Politikern, die mit dem Ariane-Projekt eigene Bestrebungen in Sachen Weltraumforschung anstellten. Im Zuge des wachsenden Drucks durch verschiedene Staaten wendet sich das Glück gegen Kayser und seine Mitstreiter: Mobutu nimmt den Fehlstart einer Rakete zum willkommenen Anlass, der OTRAG den Vertrag aufzukündigen. Was als erfolgreiches Start-up-Abenteuer begann, endet in einer politischen Krise.

Hintergrundinfo:
Oliver Schwehm liefert mit seinem Dokumentarfilm eine Mischung aus Politthriller und Abenteuergeschichte, die dennoch auf wahren Begebenheiten basiert. Mit Hilfe von Archivaufnahmen und Interviews mit Zeitzeugen zeichnet er ein Porträt des Zaire der 70er Jahre und erzählt von einem vergessenen Teil der Geschichte der zivilen deutschen Raumfahrt.


23:55 Hello I am David! (55 Min.) (HDTV)
Eine Reise mit David Helfgott
Dokumentation Deutschland, 2016
Online verfügbar von 23/02 bis 08/03

Regie: Cosima Lange

Mitwirkende:
David Helfgott
Gillian Helfgott
Stuttgarter Symphoniker

Seit der oscarprämierte Film "Shine – Der Weg ins Licht" seine Geschichte erzählte, ist David Helfgott weltberühmt: Eine einzigartige Künstlerpersönlichkeit, dessen Wunderkindkarriere in den 70er Jahren mit dem Auftreten von Symptomen einer schizoaffektiven Störung zu Ende schien. Doch nach einem schweren Nervenzusammenbruch und vielen Jahren in einer psychiatrischen Klinik gelang es ihm, sich durch die heilende Kraft der Musik und seine große Liebe zu seiner zweiten Frau, Gillian Murray, ins Leben und auf die Konzertbühne zurück zu kämpfen. Vor seinem Absturz wurde David Helfgotts Klavierspiel in Witz und Tiefe mit dem von Horowitz verglichen. Für seine Rückkehr ins Klassikleben hatte er sich Rachmaninows 3. Klavierkonzert ausgesucht; für David ein schicksalhaftes Werk. Nach einer Aufführung dieses Konzerts in der Londoner Royal Albert Hall erlitt er 1970 einen Nervenzusammenbruch – und es ist diese Musik, anhand derer "Shine" seine Geschichte erzählte. David ist liebenswert, intelligent und zügellos, in seiner grenzenlosen Offenheit und Herzlichkeit kaum auszuhalten. So wie auf dem Konzertpodium die Musik rasant und virtuos aus ihm heraussprudelt, so kommuniziert er auch im Privaten: Selbst Fremde werden aufs Herzlichste umarmt und mit ununterbrochenem brabbelndem Wortschwall in seine Welt vereinnahmt. Auf David Helfgotts Europatournee mit den Stuttgarter Symphonikern war die Filmemacherin Cosima Lange mit der Kamera immer ganz nah und intim dabei und lässt miterleben, wie Davids "innere Musik" sich Bahn bricht und die Menschen um ihn herum fasziniert. "Das Porträt eines glücklichen Menschen in einem der schönsten Musikfilme seit Langem!" (SWR)


LUDWIG VAN – Beethoven-Jahr auf ARTE
00:50 Beethovens Siebte Sinfonie (50 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Beatrix Conrad Dirigent: Alan Gilbert

Gegen Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie käme "jede Rock-Nummer wie eine lahme Ente daher", sagt der Schriftsteller Karl-Heinz Ott in seinem Buch "Rausch und Stille: Beethovens Sinfonien". Das Publikum der Uraufführung am 8. Dezember 1813 in der Aula der Alten Universität in Wien jubelte geradezu vor Begeisterung. Unter ihnen befand sich das "Nonplusultra der Kunst", wie Beethoven seine Zeitgenossen Johann Nepomuk Hummel, Giacomo Meyerbeer, Ignaz Moscheles, Antonio Salieri und Louis Spohr bezeichnete. Viele verstanden die 7. Sinfonie im Sinne der freudigen Sieges- und Freiheitsstimmung nach der erfolgreichen Völkerschlacht bei Leipzig gegen Napoleon zwei Monate zuvor. In der Beethoven-Literatur lassen sich eine ganze Reihe außermusikalischer Deutungen zur 7. Sinfonie finden, die vom "antiken Rebenfest" bis zur Hochzeitsfeier, vom Ritterfest bis zur Militärsinfonie reichen. Das von mitreißenden Rhythmen geprägte Scherzo wurde sogar als "Orgie des Rhythmus" (Romain Rolland) oder als "Apotheose des Tanzes" (Richard Wagner) bezeichnet. Beethoven selbst hielt nichts von allzu konkreten Ausdeutungen. Er ließ nur Erklärungen gelten, die sich "auf die Charakteristik des Tonstücks im Allgemeinen beschränken". Das Werk erschließt sich aber durchaus auch abseits außermusikalischer Zusammenhänge als faszinierendes Kunstwerk, das Beethoven als "eins der glücklichsten Produkte meiner schwachen Kräfte" ansah. Zum Antritt des neuen Chefdirigenten Alan Gilbert spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester das als Meilenstein der Musikgeschichte geltende Werk in der Elbphilharmonie Hamburg.


01:40 Die Nile Hilton Affäre (105 Min.) (FSK 16, HDTV)
(The Nile Hilton Incident)
Spielfilm Schweden, 2017
Wiederholung vom 12.02.
Produktion: Atmo Production

Rollen und Darsteller:
Noredin Mostafa – Fares Fares
Momo – Mohamed Yousry
Nagy – Hichem Yacoubi
Clinton – Ger Duany
Gina – Hania Amar
Salwa – Mari Malek
Kammal Mostafa – Yasser Ali Maher

Regie: Tarik Saleh
Produzent: Kristina Åberg
Drehbuch: Tarik Saleh
Musik: Krister Linder
Kamera: Pierre Aïm
Schnitt: Theis Schmidt


03:25 Vita Brevis (40 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Belgien, 2015
Wiederholung vom 13. 01. 2020

Regie: Thierry Knauff


04:05 Rituale der Welt (35 Min.) (HDTV)
Karneval auf Haiti – Die Schatten der Vergangenheit
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 20.02.

Regie: Agnès Molia


04:40 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Stan Lee
Fernsehserie Frankreich, 2014
Online verfügbar von 23/02 bis 27/01
Mehr Informationen kurz vor der Ausstrahlung der Sendung unter:
www.arte.tv/dieganzewahrheit/

Regie: Nicolas Rendu

Stan Lee trägt kein Kostüm und auch keine Strumpfhosen, und doch hat er Superkräfte: eine blühende Fantasie!

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:43 Sendeschluss

*

Montag, 24. Februar 2020


05:00 Max Reger: Klavierkonzert f-Moll op.114 (100 Min.) (HDTV)
Ludwig Van Beethoven: Sinfonie Nr.6 F-Dur Op.68 "Pastorale"
Musik Deutschland, 2016
Originalvertonung
Online verfügbar von 24/02 bis 02/03

Regie: Ute Feudel
Mitwirkende: Peter Serkin (Klavier)
Dirigent: Herbert Blomstedt

Obwohl er als Universitätsmusikdirektor und Kompositionsprofessor am Konservatorium eine geachtete Person des Leipziger Musiklebens war – umworben von den Verlegern, geschmäht von den Kritikern, aber regelmäßig aufgeführt im Gewandhaus – wurde die Uraufführung seines Klavierkonzerts am 15. Dezember 1910 von der Kritik radikal verrissen. Das Werk wurde von der Pianistin Frieda Kwast-Hodapp unter dem Dirigat von Arthur Nikisch gespielt. Auch wenn die Presse das Werk als "Fehlgeburt" verwarf, war Reger selbst begeistert und titulierte die Solistin mit dem ihm eigenen Humor scherzhaft als "Frau Kwast-Hutab". Im Februar 1912 schrieb Reger an Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen: "Mein Klavierkonzert wird für Jahre noch unverstanden bleiben; die Tonsprache ist zu herb und zu ernst."
Dass dies nicht so ist, haben musterhafte Einspielungen dieses "Klaviergebirges" von Rudolf Serkin und Marc-André Hamelin bewiesen. Peter Serkin, der Sohn des Pianisten Rudolf Serkin, ist bis heute ein unermüdlicher Verbreiter des Reger-Konzerts. Mit der "Pastorale" im zweiten Konzertteil setzt Herbert Blomstedt seinen Beethoven-Zyklus mit dem Gewandhausorchester fort. Mit den "Erinnerungen an das Landleben", wie der Komponist seine 6. Symphonie untertitelt, ist nicht lautmalerische Detailverliebtheit gemeint, sondern "mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei".

Hintergrundinfo:
Das Konzert wurde am 19. und 20. Mai 2016 anlässlich des 100. Todestags von Max Reger im Leipziger Gewandhaus für ARTE aufgezeichnet.


06:40 Philosophie (30 Min.)
Der Mensch als Zuschauer
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 22.02.

Regie: Elliot Covrigaru, Philippe Truffault
Moderation: Raphaël Enthoven
Gäste: Christian Ruby, Anne Nivat


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 24/02 bis 02/03


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Kenias Spürhunde: Rettung für die Elefanten
Reportage Deutschland, 2015
Wiederholung vom 17.02.

Regie: Michael Deffert


08:00 Amur – Asiens Amazonas (45 Min.) (HDTV)
Der Ferne Osten
Dokumentationsreihe Österreich, 2015
Wiederholung vom 05.02.

Regie: Franz Hafner, Klaus Feichtenberger


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 21.02.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV, UT)
Harpyien, die größten Greifvögel des Regenwaldes
Reportage Deutschland, 2019
Online verfügbar von 17/02 bis 25/03
Erstausstrahlung

Regie: Alejandro Gamero

Bei den Ureinwohnern Südamerikas genossen die Harpyien einen besonderen Ruf, wurden gleichermaßen verehrt wir gefürchtet. Kein Wunder, sind sie doch die größten Greifvögel des Regenwaldes und erlegen selbst große Affen und Faultiere. Mit ihrem mächtigen Klauen, die etwa die Kraft einer Bärentatze haben, gehören sie zu den stärksten Vögeln der Welt. Heute steht es schlecht um die Harpyie. Die zunehmende Rodung des Regenwaldes und ein langsamer Fortpflanzungszyklus verdrängen die Vögel aus ihren angestammten Revieren. Forscher und Naturschützer möchten gern helfen, wissen aber kaum etwas über den scheuen und seltenen Vogel. Beobachtungskameras sollen helfen, Informationen über die Harpyien zu sammeln. Dafür müssen jedoch erst einmal passende Nester gefunden werden. Um damit voranzukommen, will ein Forscherteam aus Wissenschaftlern, Architekten und Umweltschützern im Süden Perus, in der Region Madre de Dios, ein künstliches Nest bauen, das mit weiteren Beobachtungskameras ausgestattet wird. Kein leichtes Unterfangen, denn Harpyien sind sehr wählerisch bei der Auswahl ihres Nistplatzes. Nicht nur, dass das Nest mindestens sieben Kilometer vom nächsten Nachbarn entfernt sein muss, sondern sie brüten ausschließlich in den Kronen der riesigen Brasilianischen Kastanie, auch Paranussbaum genannt, oder der Shihuahuaco-Bäume. Nur von diesen Giganten, die bis zu 40 Meter hoch und weit über das Blätterdach des Waldes hinaus reichen, haben sie einen guten Überblick. Die Arbeit des Teams muss also in schwindelerregender Höhe stattfinden – ohne Garantie auf Erfolg.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


10:25 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Falklandinseln: Pinguine auf dem Vormarsch
Reportage Deutschland, 2010
Online verfügbar von 24/02 bis 02/03

Regie: Tilo Hoffmann

Sally Poncet, gebürtige Australierin, lebt seit über 30 Jahren auf den Falklandinseln. Die Biologin kümmert sich um den Schutz der Pinguine, besonders der Königspinguine, die hier in großen Kolonien leben und brüten. Der Erhalt und die Wiederherstellung der ursprünglichen Natur stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Fünf von weltweit 18 Pinguinarten leben auf den Falklandinseln, davon Hunderttausende Brutpaare. Menschen hingegen sind selten: Nur knapp 3.000 Insulaner wohnen hier, rund 600 Kilometer vor der argentinischen Küste – die meisten sind Briten. Seit dem Falklandkrieg gibt es keinerlei wirtschaftliche Verbindungen zum südamerikanischen Nachbarn, nicht einmal eine Schiffs- oder Flugverbindung existiert. Aber die Falkländer haben sich in der Isolation eingerichtet. Wer sich zwischen den Falklandinseln fortbewegen will, bemüht die inseleigene Fluglinie. Lebensmittel kommen aus Chile oder dem fernen England. Doch die Narben des Krieges sind weiterhin sichtbar – etwa auf den noch immer nicht geräumten Minenfeldern oder den weißen Holzkreuzen für die gefallenen Argentinier. Die Natur hingegen hat den Krieg vergessen. Die einzigartige Schönheit der schroffen Küstenlandschaft, die mit hohem Tussockgras bewachsenen Felsen, die Pinguine – das alles lockt von Jahr zu Jahr mehr Besucher auf die Inseln und verlangt von Umweltpionieren wie Sally Poncet, Strategien zum Schutz der Natur zu entwickeln. Denn bis heute wissen selbst viele Inselbewohner nicht, welche Schätze die Inseln zu bieten haben. Deshalb organisiert Sally in diesem Jahr erstmals eine Tour für die einheimischen Falkländer zur naturbelassenen und ursprünglichen Kidney Island, in der Nähe der Hauptstadt Stanley.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:20 Osteopathie (55 Min.) (HDTV, UT)
Heilen mit den Händen
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 22.02.

Regie: Antje Christ


12:15 Re: (35 Min.)
Tödliche Keime – Wenn Antibiotika nicht mehr wirken
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 21.02.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 24/02 bis 25/02


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 17/02 bis 24/04
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Broome, die Perle Australiens
Die Kimberley-Küste mit ihren ockerroten Felsen und Traumstränden hat eine Menge zu bieten. Ihr wertvollster Schatz verbirgt sich allerdings unter Wasser: Seit Hunderten von Jahren werden hier die größten Perlmuscheln der Welt geerntet. Die wertvollen Perlen, die dabei zu Tage gefördert werden, haben die Entwicklung der Küstenregion im Nordwesten Australiens maßgeblich beeinflusst und die Stadt Broome zur Boomtown gemacht.

(1): Giono, der Mann mit den Bäumen aus der Haute-Provence
(2): Broome, die Perle Australiens
(3): Forum Romanum, wo der Senat Geschichte schrieb


13:45 Lautlos wie die Nacht (135 Min.) (HDTV, s/w)
(Mélodie en sous-sol)
Spielfilm Frankreich, 1963
Wiederholung vom 09.02.
Produktion: Cipra Films, Cité Films, Compagnia Cinematografica Mondiale (CCM)

Rollen und Darsteller:
Charles – Jean Gabin
Francis Verlot – Alain Delon
Ginette – Viviane Romance
Brigitte – Carla Marlier
Louis Naudin – Maurice Biraud
Polizeikommissar – Claude Cerval
Mario – Henri Virlojeux
Barmann – Jean Carmet
Herr Grimp – José Luis de Villalonga
Frau Verlot – Germaine Montero
Liliane – Rita Cadillac
Marcelle – Anne-Marie Coffinet
Sam – Jimmy Davis
Léone – Dominique Davray
Herzogin Doublianoff – Dora Doll

Regie: Henri Verneuil
Produzent: Jacques Bar, Jacques Juranville
Drehbuch: Henri Verneuil, Albert Simonin, Michel Audiard
Musik: Michel Magne
Kamera: Louis Page
Schnitt: Françoise Bonnot


16:00 Die Mütter der Erde (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Peru, 2019
Online verfügbar von 17/02 bis 25/03
Erstausstrahlung

Regie: Alvaro Sarmiento, Diego Sarmiento

Landwirtschaft ist in Peru vor allem Sache der Frauen, die auf ihren Feldern Mais, Quinoa, Amaranth, Hafer und Kartoffeln anbauen. Sie fühlen sich mit ihrem Land eng verbunden und geben die Liebe zum Boden und den Feldfrüchten an ihre Kinder weiter. Im Lauf der Generationen haben die Bäuerinnen durch ihre nachhaltige Arbeit und den Austausch von Keimlingen zwischen verschiedenen Regionen das Saatgut und die Anbautechniken immer weiter verbessert. So entstanden vielfältige Sorten mit kräftigen, robusten Pflanzen. Nach den landwirtschaftlichen Traditionen ihrer Vorfahrinnen verbinden die Frauen alte Riten mit umfassendem Wissen über die kultivierten Sorten. Industriedünger und Pestizide vermeiden sie, weil diese Produkte langfristig die Böden auslaugen. Mit ihrem traditionellen Wissen konnten die Landwirtinnen das Wetter vorhersagen und jeweils zum idealen Zeitpunkt säen und ernten. Doch mittlerweile macht sich der Klimawandel in den Anden bemerkbar. Die Bäuerinnen kämpfen mit unvorhersehbaren Witterungsbedingungen und einem Rückgang der Niederschläge. Die Inka hatten einst große Lager, in denen sie in Trockenzeiten Saatgut aufbewahrten. Diese Samen sind heute enorm wertvoll. Die Frauen beschließen, einige davon dem internationalen Kartoffelzentrum in Lima und der Pflanzensamenbank auf der norwegischen Inselgruppe Svalbard zur Verfügung zu stellen.


16:55 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Reserve in der Not – So funktioniert Vorratshaltung
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/02 bis 24/05

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Stromausfall – und das nicht nur für ein paar Stunden, sondern tagelang. Ein Horrorszenario. Denn ohne Elektrizität funktioniert heutzutage nicht mehr viel: keine Tankstellen, keine Geldautomaten. In Supermärkten bleiben Türen und Kassen verschlossen. Zu Hause versiegt der Wasserhahn. Was, wenn dann der Kühlschrank halb leer ist? Wie sinnvoll ist es, eine Notreserve für solche Fälle zu Hause anzulegen? Und wie funktioniert eine gute Vorratshaltung? Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard machen den Realitäts-Check. Im Wald sollen sie sich ohne Strom oder Hilfsmittel wie Kocher und Feuerzeug ein Essen aus dem Vorratslager zubereiten. Wird es ihnen gelingen? Und wie schlagen sich die zwei anschließend beim Dörren und Pökeln? Die Haltbarkeit von Lebensmitteln ist schließlich das A und O einer guten Vorratshaltung. "Xenius" zeigt, mit welchen Tricks im Kühlschrank nichts mehr zu schimmeln beginnt und warum so mancher Konservierungsstoff in unserem Essen eigentlich nichts zu suchen hat. Denn der Verbraucherschutz warnt: Fast alle in Europa zugelassenen Konservierungsstoffe sind bedenklich und werden für Kinder nicht empfohlen. Sind haltbar gemachte Lebensmittel womöglich ungesund?

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Twin Towns (30 Min.) (HDTV)
Paris – Texas
Folge 1 von 5
Dokumentationsreihe Österreich, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Georg Misch

Ein Flugzeug gleitet über endlose Baumwollfelder auf dem Weg nach Paris, Texas – einem Ort mit typischem Südstaatenflair. Dem Piloten widerstreben Vergleiche zu Wim Wenders' Film "Paris, Texas". Seiner Meinung nach kann man im texanischen Paris deutlich mehr Spaß haben als in der französischen Hauptstadt. Auch hier gibt es einen Eiffelturm, der nicht zu übersehen ist. Die texanische Version ist zwar kleiner als das Original, doch dafür trägt sie – ganz im Texas-Stil – einen Cowboyhut auf der Spitze. Die örtliche Tourismusdirektorin will die Lichter des Eiffelturms sobald wie möglich reparieren lassen, um nicht von der Konkurrenz in Tennessee und Las Vegas abgehängt zu werden.
Im Souvenirgeschäft von Richard und Lavandia findet man unzählige Miniatur-Eiffeltürme. Die Ladenbesitzer haben das Französische mit dem texanischen Slang verbunden und den Slogan "Bonjour y'all" in der Stadt salonfähig gemacht. Im Friseursalon philosophiert Skipper, ein angeblicher Urenkel des Stadtgründers, über den Namen der Stadt.
Bürgerrechtler Robert hingegen ist ein Nachfahre von Sklaven und engagiert sich für die Gleichberechtigung der Schwarzen. Er erzählt von den brutalen Lynchmorden, die bis Ende des 19. Jahrhunderts auf der Festwiese stattgefunden haben.
Auf ebendieser Wiese trifft sich an Halloween ein Verein für paranormale Untersuchungen, um mit Hilfe einer Nachtsichtkamera und eines Temperaturmessgeräts in Kontakt mit Schattengestalten zu treten. Werden sie Stimmen oder andere Zeichen wahrnehmen können? Zum Schluss der Sendung rast der Feuerwehrchef mit heulender Sirene durch Paris, während bei einer traditionellen Squaredance-Veranstaltung vor dem Eiffelturm ausgelassen getanzt wird – ein Ausdruck der Pariser Nonchalance!

Hintergrundinfo:
Europäische Hauptstädte haben Namensvettern in aller Welt: Paris in Texas, Berlin am Eastern Cape in Südafrika, London auf einer pazifischen Insel, Roma in Schweden oder Wien in Wisconsin. Die Dokumentationsreihe lädt den Zuschauer auf eine Entdeckungsreise in diese Zwillingsstädte ein und liefert abenteuerliche Geschichten weitab der üblichen Touristenattraktionen.


17:50 Abenteuer Türkei (40 Min.) (HDTV)
Die Mittelmeerküste
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 24/02 bis 02/03

Regie: Sabine Howe

Die türkische Mittelmeerregion wird wohl zu Recht als duftende Traumlandschaft bezeichnet. Dort findet man historische Schätze, blühende Obstplantagen, Olivenhaine, Mohnfelder am Straßenrand, Pinienwälder und eine fast noch unberührte Natur.
Die Reise beginnt am Marmarameer, führt an der Ägäis entlang, vorbei an lieblicher Landschaft, endlosen Stränden und endet in Antalya. In diesem Umfeld liefern sich Tradition und Moderne eine tägliche Auseinandersetzung. Wie wunderbar beides verschmelzen kann, erlebt man in Iznik. Die drei Schwestern Selcen, Aslihan und Sule Eroglu fertigen in ihrer kleinen Manufaktur die berühmten Iznik-Kacheln, deren Machart und Motive auf das Osmanische Reich zurückgehen.
In dem kleinen Fischerdorf Bozburun lebt Memduha Dinc, die seit 45 Jahren allein und furchtlos mit ihrem Fischerboot in die dunkle Nacht hinausfährt. Sie ist hart im Nehmen und nicht verheiratet. Sie zeigt, wie realistisch und zupackend die türkischen Frauen sind. Unterwegs trifft man Männer, die oft noch in traditionellen Berufen arbeiten, wie Orhan Filiz aus Dikili, der sich immer noch dem Kamelringen widmet, oder Cemil Tolga aus Tire, der seit über 70 Jahren Hamam-Schuhe für Bräute bestickt und verziert. Es stellt sich die Frage, ob es nun besser ist, die alten Handwerkstraditionen zu bewahren oder sie in die Moderne zu führen. Täglich versuchen die Frauen und Männer in der Türkei, eine Antwort darauf zu finden.


18:30 Abenteuer Türkei (50 Min.) (HDTV)
Kappadokien und Südostanatolien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 24/02 bis 02/03

Regie: Nadja Frenz

Die Reiseetappe beginnt in Zentralanatolien, führt über Kappadokien und endet nahe der syrischen Grenze. Wer von Antalya an der Küste ins Landesinnere aufbricht, gelangt nach Isparta in ein Rosenanbaugebiet. Im Morgennebel erntet Ülkü Eryigit in harter Handarbeit die zarten Rosen, aus denen das kostbare Bio-Öl gewonnen wird. Ein Kilogramm kostet 9.500 Euro.
Die Reise geht weiter nach Konya. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist dort das Mevlana-Kloster. Hinter den Klostermauern kann man den Derwischen beim Tanz zuschauen.
Anschließend lässt sich der Göreme-Nationalpark in Kappadokien erkunden. Vor Millionen von Jahren wurde dieser Landstrich durch Vulkanausbrüche mit Tuffstein bedeckt. Wind und Wetter haben daraus in Jahrtausenden eine bizarre Landschaft geformt. Diese Region, die seit Mitte der 80er Jahre zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, lässt sich am besten vom Ballon aus entdecken. Mike Green ist ein erfahrener Ballonpilot mit großer Leidenschaft für diese märchenhafte Landschaft mit ihren Kaminen, in denen der Legende nach Feen hausen.

Hintergrundinfo:
In Südostanatolien sind die Sommer trocken, dort wächst nur, was Hitze und Trockenheit verträgt, zum Beispiel Oliven oder das Markenzeichen der Region, die Pistazie. Bei Coskun Kocak gibt es angeblich die beste Baklava der Stadt. Man sollte es unbedingt probieren, bevor man an den südlichsten Zipfel der Türkei reist. An der Grenze zu Syrien liegt Samandag. In dem kleinen Ort leben die Christinnen Helen und Sibel Yaylagül mit Juden, Aleviten und Sunniten hoffentlich noch lange in friedlicher Eintracht zusammen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 24/02 bis 25/02


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Beruf Minenräumer – Die Ukraine und ihr Kriegserbe
Reportage Deutschland, 2019
Online verfügbar von 23/02 bis 24/05
Erstausstrahlung

Im Ukraine-Konflikt sind bisher 13.000 Menschen gestorben. Allein 2000 Menschen wurden im Osten des Landes durch Minen oder nicht explodierte Kampfmittelrückstände getötet oder schwer verletzt. Weltweit ist die Ukraine heute auf dem 5. Platz der Länder, in denen es die meisten Unfälle mit Minen und Blindgängern gibt. Junge Ukrainer versuchen daher in akribischer und gefährlicher Arbeit die Böden in der Ostukraine wieder zu säubern. Jelena Tschisch ist eigentlich studierte Juristin, doch seit zwei Jahren arbeitet sie als Minenräumerin für die Danish Demining Group. Zusammen mit ihren Kollegen säubert sie sechs Tage die Woche händisch die Böden, um den Menschen ihre Bewegungsfreiheit wiederzugeben und ein sicheres Leben zu ermöglichen. Daran arbeitet auch Aleksej Jaresko. Als Kriegsflüchtlinge in seine Stadt kamen, wollte der gelernte Psychologe sich engagieren.
Jetzt arbeitet er in der Konfliktzone und hat sich zum Experten für Erkennung und Entschärfung von explosiven Objekten weitergebildet. Das größte Problem dabei: Die Gefahr ist zwar allgegenwärtig, aber unsichtbar. Tatjana Welschina arbeitet daher daran, die Menschen und vor allem Kinder auf diese unsichtbare Gefahr aufmerksam zu machen. Sie klärt schon Grundschüler darüber auf, wie Kampfmittelrückstände zu erkennen sind.


20:15 Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale (95 Min.)
Schwerpunkt

Berlinale Fieber auf ARTE! Ab Mittwoch, 19. Februar bis Mittwoch, 26. Februar zeigt ARTE preisgekrönte Filme und Dokumentationen zu Ehren der 70. Berlinale. Highlight ist unter anderem der ungarische Spielfilm "Körper und Seele" der Regisseurin Ildiko Enyedi, die 2017 den Goldenen Bären für den besten Film gewann oder Oskar Roehlers "HERRliche Zeiten", ein satirisches und provokantes Portrait der heutigen Gesellschaft. Yasemin Samdereli beschreibt auf humorvolle Art und Weise in ihrer Komödie "Almanya" Identitätskrisen junger Deutsch-Türken. Filmstar Isabelle Huppert ist in "Die Nonne" zu sehen, der 2013 auf der Berlinale zu sehen war. Paul Lenis Stummfilmklassiker des Weimarer Kinos "Das Wachsfigurenkabinett" erlebt seine Premiere in restaurierter Fassung bei der Berlinale und kurz danach auch auf ARTE.
"Körper und Seele" von Ildikó Enyedi, Gewinnerin des Goldenen Bären 2017, erzählt auf sensible Art und Weise von zwei einsamen Menschen, die durch ihre Träume verbunden sind. Guillaux Nicloux' Neuverfilmung "Die Nonne" war einer der Nominierten der Berlinale 2013. Das mitreißende Drama erzählt die tragische Geschichte der jungen Suzanne, die von ihrer Familie ins Kloster geschickt wird und sich vehement gegen ihr Schicksal wehrt. ARTE zeigt das Drama in Erstausstrahlung zur diesjährigen 70. Berlinale aus. Oskar Roehler, bekannt als das "enfant terrible"' der deutschen Kinoszene, sucht auch in "HERRliche Zeiten" die Provokation. Die hemmungslos zynische Komödie basiert auf Thor Kunkels Romanvorlage "Subs" und reflektiert unsere heutige Gesellschaft. In "Almanya" lässt uns Yasemin Samdereli auf spritzige Art und Weise an den Identitätskrisen junger Deutsch-Türken teilhaben, deren Vorfahren in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland eingewandert waren. "Tagebuch einer Kammerzofe" von Benoît Jacquot beruht auf Octave Mirabeaus vielfach adaptiertem Werk und zeigt das tragische Leben einer aus dürftigen Verhältnissen stammenden jungen Frau, die der Willkür und den sexuellen Fantasien ihrer Herrschaft ausgesetzt ist. Der Stummfilm und Gruselklassiker "Das Wachsfigurenkabinett" erlebt Premiere bei der Berlinale und auf ARTE: Für die restaurierte Fassung des Stummfilms von Paul Leni komponierte Bernd Schultheis die Musik. Mit dem oscarprämierten Film "Rain Man" kommt auch das Hollywood-Flair nicht zu kurz und George Clooney begibt sich in "Solaris" von Steven Soderbergh in gefährliche Traumwelten. Das Kurzfilmmagazin "Kurzschluss" oder die Dokumentation "Das Kino ist tot, es lebe das Kino" von Thomas Schadt erlauben Einblicke hinter die Kulissen der Stars und Sternchen. Den Abschluss des Berlinale Schwerpunkts macht der Spielfilm "Zentaur – Die Flügel der Menschen" von Aktan Arym Kubat, ein poetisches Meisterwerk des magischen Realismus, der bei der Berlinale 2017 in der Reihe Panorama lief.


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
20:15 Almanya – Willkommen in Deutschland (95 Min.) (HDTV)
Spielfilm Deutschland, 2011
Produktion: Roxy Film
Online verfügbar von 24/02 bis 02/03

Rollen und Darsteller:
junger Hüseyin – Fahri Yardim
älterer Hüseyin – Vedat Erincin
junge Fatma – Demet Gül
ältere Fatma – Lilay Huser
Cenk Yilmaz – Rafael Koussouris
Ali – Denis Moschitto
Canan – Aylin Tezel

Regie: Yasemin Samdereli
Produzent: Annie Brunner, Andreas Richter, Ursula Woerner
Drehbuch: Yasemin Samdereli, Nesrin Samdereli
Musik: Gerd Baumann
Kamera: The Chau Ngo
Schnitt: Andrea Mertens

Der 6-jährige Cenk ist Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter. Und er muss sich entscheiden: Möchte er beim Fußballspiel in der Schule zur deutschen oder zur türkischen Mannschaft gehören? Die gleiche Frage stellt er kurz darauf seiner Familie. Die meisten ihrer Mitglieder fühlen sich eher deutsch – zumal die Großeltern Fatma und Hüseyin nun nach 45 Jahren in "Almanya" endlich die deutsche Staatsbürgerschaft erworben haben. Doch Hüseyin möchte seine Wurzeln nicht verlieren: Kurzerhand verkündet er der Familie, dass er ein Haus nahe seines Heimatdorfes in der Türkei gekauft hat – und dass sie alle gemeinsam in den nächsten Ferien dort Urlaub machen werden. Für Cenk ist dies die perfekte Gelegenheit, zu entdecken, woher er kommt. Von seiner Cousine Canan lässt er sich die Geschichte seiner Familie erzählen. Großvater Hüseyin war 45 Jahre zuvor im Zuge des Wirtschaftswunders als Gastarbeiter mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Als die Familie schließlich in den Urlaub fährt, treten neben Identitätsproblemen auch die Alltagsprobleme der Familienmitglieder zutage.

Hintergrundinfo:
Mit zahlreichen Rückblenden beleuchtet die Komödie auf humorvolle Art und Weise Sprachprobleme, das Aufeinanderprallen von zwei Kulturen und den Wunsch, schließlich in Deutschland bleiben zu wollen. Die Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli thematisieren den kulturellen Zwiespalt der zweiten und dritten Generation von Deutschtürken, deren Vorfahren in den 1960er Jahren nach Deutschland kamen. Die Samdereli-Schwestern ließen zahlreiche Anekdoten aus ihrem eigenen familiären Umfeld in den Film einfließen. Sie arbeiteten bereits an Projekten wie der Liebeskomödie "Alles getürkt" (2002) und an einigen Folgen der preisgekrönten TV-Serie "Türkisch für Anfänger" (2006) mit. "Almanya – Willkommen in Deutschland" ist für beide der erste Kinofilm. Er gewann neben zahlreichen anderen Preisen 2011 den Deutschen Filmpreis in Silber, den Publikumspreis beim Chicago Film Festival und den Spezialpreis der Jury im internationalen Wettbewerb des Filmfestivals von Antalya.


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
21:50 Solaris (95 Min.) (HDTV, AD, UT)
Spielfilm USA, 2002
Produktion: 20th Century Fox, Lightstorm Entertainment

Rollen und Darsteller:
Dr. Chris Kelvin – George Clooney
Rheya – Natascha McElhone
Dr. Gordon – Viola Davis
Snow – Jeremy Davies
Dr. Gibarian – Ulrich Tukur
Freundin Nr. 2 – Elpidia Carrillo
Patient Nr. 1 – Kent Faulcon

Regie: Steven Soderbergh
Produzent: James Cameron, Rae Sanchini, Jon Landau
Drehbuch: Steven Soderbergh
Musik: Cliff Martinez
Kamera: Steven Soderbergh
Schnitt: Steven Soderbergh

Der Psychologe Chris Kelvin wird von der Erde zur Raumstation im Orbit des fernen Planeten Solaris geschickt. Er soll im Auftrag seines alten Freundes Gibarian, der die Mission zur Erkundung des Solaris-Ozeans leitet und einen Notruf abgesetzt hat, rätselhafte Phänomene an Bord der Station untersuchen. Doch bei Kelvins Ankunft ist Gibarian tot: Selbstmord. Die überlebenden Crewmitglieder Gordon und Snow können sich den Selbstmord ihres Missionsleiters nicht erklären, und so zieht sich Kelvin in der fast leeren Raumstation zunächst zurück. Als Kelvin nach einer traumreichen Nacht erwacht, liegt plötzlich seine verstorbene Ehefrau Rheya neben ihm. Doch obwohl Rheya aus Fleisch und Blut besteht, ist sie lediglich eine Projektion aus Kelvins eigener Erinnerung. Schließlich erklären Gordon und Snow, dass der Solaris-Ozean die Fähigkeit besitzt, aus den Erinnerungen und Träumen der Raumfahrer materielle Projektionen zu produzieren.
Nachdem Kelvin Rheya mit einer Raumkapsel ins Weltall befördert hat, fällt ihm auf, dass auch seine Kollegen mit ihren jeweiligen Projektionen kämpfen. Nach einer weiteren Nacht erscheint ihm eine neue, ebenso real wirkende Version von Rheya. Doch auch diese Inkarnation besitzt keine eigenen Erinnerungen. Die Erkenntnis, dass sie nie eine authentische Person sein wird, sondern immer nur eine Spiegelung der Erinnerungen Kelvins, treibt Rheya in eine autodestruktive Spirale. Und Kelvin muss sich entscheiden, ob er mit seinen Erinnerungen sterben oder ohne sie leben will.

Hintergrundinfo:
Der Roman "Solaris" von Stanislaw Lem wurde bereits mehrfach verfilmt, unter anderem leuchtete Andrei Tarkowski in seiner Version von 1972 die philosophischen Aspekte der Geschichte aus, während Steven Soderbergh mit George Clooney in der Hauptrolle und James Cameron als Produzent eine wesentlich knappere, auf die psychologische Ebene fokussierte Arbeit vorlegt. Der 1963 in Atlanta, USA, geborene Soderbergh stellt die Frage, wie man im Kontakt mit seinen Mitmenschen die eigene, eingeschränkte Perspektive verlassen kann, in den Mittelpunkt des starbesetzten Science-Fiction-Films.


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
23:25 Das Wachsfigurenkabinett (80 Min.) (HDTV, s/w)
Stummfilm Deutschland, 1924
Produktion: Neptun-Film AG, Deutsche Kinemathek
Online verfügbar von 23/02 bis 25/03
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Harun al Raschid – Emil Jannings
Jack the Ripper – Werner Krauß
Iwan der Schreckliche – Conrad Veidt
Dichter/Assad/Bräutigam – William Dieterle
Tochter/Maimune/Braut – Olga Belajeff
Kabinettbesitzer – John Gottowt
Wesir – Paul Biensfeldt

Regie: Paul Leni
Produzent: Leo Birinsky, Alexander Kwartiroff
Drehbuch: Henrik Galeen
Musik: Bernd Schultheis, Olav Lervik, Jan Kohl
Kamera: Helmar Lerski

Ein junger Mann lässt sich als Schreiber für ein Wachsfigurenkabinett engagieren. Dort erfindet er illustre Geschichten um die wichtigsten Exponate: Jack the Ripper, Iwan der Schreckliche und Harun al Raschid, Kalif von Bagdad. Beflügelt wird die Fantasie des jungen Mannes von der Tochter des Schaustellers – und schon nehmen die Geschichten ihren Lauf, in denen der junge Schreiber und die Tochter mitspielen. In der ersten Episode sind die beiden ein Paar im Orient: Bäcker Assad und seine schöne Frau Maimune. Auf Letztere hat wiederum der dicke Kalif Harun al Raschid, dessen Palast neben Assads Bäckerei liegt, ein Auge geworfen. Während der Kalif versucht, Maimune zu verführen, bricht Assad in dessen Palast ein, um seinen Wunschring zu stehlen.
In der zweiten Episode begibt sich Iwan der Schreckliche mit seinem Hofastrologen in die Folterkammer des Kremls, um sich am Leid der Gefangenen zu weiden, als er entdeckt, dass sein Name auf einer Sanduhr steht, die anzeigt, wie lange die jeweilige Person noch zu leben hat. Bei einer Hochzeit am nächsten Tag entgeht Iwan einem Attentat und glaubt, den Tod überlistet zu haben. Doch der Astrologe gibt ihm zu verstehen, dass er vergiftet wurde. Plötzlich übermannt den Schreiber der Schlaf – und er sieht sich den furchtbarsten Auswüchsen seiner Fantasie ausgesetzt, als er vom letzten Charakter des Wachsfigurenkabinetts, Jack the Ripper, verfolgt wird. Als der Schreiber wieder erwacht, ist die Erleichterung groß: Der Alptraum konnte die Liebe zwischen ihm und der Tochter des Schaustellers nicht zerstören.

Hintergrundinfo:
Paul Leni (1885-1929) arbeitet als Maler und Grafiker, bevor er 1912 erstmals als Szenenbildner an Joe Mays Film "Ein Ausgestoßener, 1. Teil" mitwirkt. 1917 dreht er seinen ersten eigenen Film "Das Tagebuch des Dr. Hart" und bleibt in der Filmbranche als Regisseur und Filmarchitekt. Vier Jahre arbeitet er am "Wachsfigurenkabinett" und hat damit seinen ersten großen Erfolg. Ab 1926 arbeitet Leni für Universal in den USA und dreht dort künstlerisch ambitionierte Genre-Filme wie "The Cat and the Canary" oder "The Man Who Laughs". Er gilt als eines der großen Talente, bis er unerwartet 1929 mit 44 Jahren stirbt.


00:45 Lieber sterben als sterben (70 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2017
Online verfügbar von 17/02 bis 13/02

Regie: Natacha Nisic

Aby Warburg (1866-1929) war ein deutscher Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler, der sich im Laufe seines Lebens mit der Kultur der Hopi-Indianer, mit Astrologie und Sternenkunde sowie mit dem Grauen des Ersten Weltkriegs befasste. Er begründete 1926 die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg, eine Sammlung von 60.000 Büchern, unzähligen Broschüren, Zeitschriften sowie einer großen Menge an Fotos und Zeitungsausschnitten zum Ersten Weltkrieg. Nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918 verfällt er in eine schwere Psychose. Da er droht, sich und seine Familie umzubringen, wird er in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Natasha Nisics Dokumentarfilm nimmt den erzählerischen Faden auf, indem er schildert, wie Warburg sich während einer Halluzination bei den Hopi-Indianern widerfindet, deren Kultur er bei einer Reise nach Arizona im Jahr 1895 erforscht hatte. Der Film begibt sich auf die Spuren des Ersten Weltkriegs, indem er zwei Geschichten, zwei Zivilisationen und zwei ganz eigene Wahrnehmungen einer Epoche und ihrer Leiden in den Blick nimmt. Einerseits sind da die Indianer Nordamerikas, insbesondere die Hopi, die sich überwiegend freiwillig bei den Alliierten einreihen und 1917 und 1918 in der Picardie und an der Somme kämpfen. Und andererseits die Beschreibungen des täglichen Leidens, die sich in den Aufzeichnungen des Psychiaters Ludwig Binswanger zu seinem Patienten Aby Warburg wiederfinden. Aby Warburg ist Erbe einer jüdischen Bankiersfamilie aus Deutschland. Er hat seinen Teil des Erbes jedoch bei seinem Bruder gegen das Versprechen eingetauscht, alle Bücher zu bekommen, die er für die Bibliothek Warburg benötigt. Während der langen Kriegsmonate sammelt Warburg Tausende Bilder und Texte für seine kulturwissenschaftliche Bibliothek, anhand derer er die ideologischen Grundlagen eines todbringenden Krieges zu begreifen versucht – und darüber den Verstand verliert. 1933 wurde die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg nach London verschifft, um sie vor den Nazis zu retten. Alle Karteikästen der Sammlung – bis auf vier, die in Deutschland geblieben sind – werden bis heute neben Warburgs Kriegstagebüchern in London aufbewahrt.


01:55 Romeo & Juliet (90 Min.) (HDTV)
Ballett Großbritannien, 2019
Wiederholung vom 09.02.
Originalvertonung

Mitwirkende:
The Royal Ballet
Julia – Francesca Hayward
Romeo – William Bracewell

Regie: Michael Nunn
Choreographie: Kenneth MacMillan
Dirigent: Koen Kessels


03:25 Rituale der Welt (30 Min.) (HDTV)
Peru – Heilendes Wasser
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Agnès Molia


03:55 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 25/02 bis 25/04
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:45 (Fast) die ganze Wahrheit (15 Min.) (HDTV)
Shakespeare
Fernsehserie Frankreich, 2014
Online verfügbar von 24/02 bis 28/01

Regie: Nicolas Rendu

Seit über 400 Jahren rührt William Shakespeare mit seinen romantischen Dramen junge Mädchen zu Tränen. Aber eigentlich ist er ein großer Fan von Komödien! (Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:48 Sendeschluss

*

Dienstag, 25. Februar 2020


05:00 Prince: Sign O' The Times (100 Min.) (HDTV, UT)
Musik Niederlande, 1987
Wiederholung vom 31.01.

Regie: Tim Clawson
Mitwirkende: Prince


06:40 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Reserve in der Not – So funktioniert Vorratshaltung
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 24.02.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


07:05 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 25/02 bis 03/03


07:15 360° – Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Die Ostsee, Sehnsuchtsort der Kraniche
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 16.02.

Regie: Wolfgang Mertin


08:00 Amur – Asiens Amazonas (45 Min.) (HDTV)
Der schwarze Drache
Dokumentationsreihe Österreich, 2015
Wiederholung vom 06.02.

Regie: Franz Hafner, Klaus Feichtenberger


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 24.02.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Slowakische Nationalparks (45 Min.) (HDTV, UT)
Slowakischer Karst
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 07.02.

Regie: Kristina Forbat


10:15 Slowakische Nationalparks (45 Min.) (HDTV, UT)
Muranska planina
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 07.02.

Regie: Kristina Forbat


11:00 Von Tieren und Hexen (45 Min.) (HDTV, UT)
Geheimnisvoller Wald
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 14.01.

Regie: Dominique Hennequin


11:45 Rituale der Welt (30 Min.) (HDTV)
Polynesische Tattoos – Samoa unter der Haut
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 14.02.

Regie: Agnès Molia


12:15 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Beruf Minenräumer – Die Ukraine und ihr Kriegserbe
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 24.02.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 25/02 bis 26/02


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 18/02 bis 25/04
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Tours, kulturelles Zentrum unter Karl dem Großen
Die Basilika Saint-Martin thront imposant über der Altstadt des westfranzösischen Tours. Zu Zeiten Karls des Großen befand sich an ihrer Stelle eine der bedeutendsten Pilgerstätten des Kaiserreichs. Dort begann der Siegeszug eines revolutionären Werkzeugs …

(1): Uganda, Heimat von "Weißer Jäger, schwarzes Herz"
(2): Mallorca, wiedereroberte Hochburg der Katholiken
(3): Tours, kulturelles Zentrum unter Karl dem Großen


13:45 Rain Man (145 Min.) (HDTV)
Spielfilm USA, 1988
Wiederholung vom 23.02.
Produktion: Mirage Entertainment, Star Partners II, United Artists

Rollen und Darsteller:
Raymond "Ray" Babbitt – Dustin Hoffman
Charlie Babbitt – Tom Cruise
Susanna – Valeria Golino
Arzt Dr. Bruner – Gerald R. Molen
John Mooney – Jack Murdock
Vern – Michael D. Roberts
Lenny – Ralph Seymour

Regie: Barry Levinson
Produzent: Mark Johnson
Drehbuch: Ronald Bass, Barry Morrow
Musik: Hans Zimmer
Kamera: John Seale
Schnitt: Stu Linder


16:10 Die Ungläubigen vom Hindukusch (45 Min.) (HDTV)
Die bunte Kultur der Kalasha
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 22.02.

Regie: Sabiha Sumar, Wolfram Giese


16:55 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Unsere Vögel – Wie wir sie schützen können
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 25/02 bis 25/05

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Unsere Vogelwelt ist in Gefahr – und mit ihr die Artenvielfalt. In manchen Regionen Deutschlands und Frankreichs schwinden Vogelbestände mit teils hoher Geschwindigkeit. Wer wirksamen Vogelschutz betreiben will, braucht Informationen darüber, welche Vogelarten sich wie entwickeln. Wissenschaftler und Naturschützer sind hier auf Hobbyforscher und Laien angewiesen, die ihr Umfeld beobachten und die gesammelten Daten weitergeben. Nur so ergibt sich am Ende ein möglichst umfassendes Bild der heimischen Vogelwelt. De "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard werden heute selbst zu sogenannten Bürgerwissenschaftlern, mitten im urbanen Raum. Mit Hilfe des Ornithologen Stefan Stübing und ausgerüstet mit Fotokameras gehen sie im Kurpark Bad Nauheim auf die Suche nach ganz unterschiedlichen Vogelarten. Außerdem in "Xenius": Die moderne konventionelle Landwirtschaft gilt unter Naturschützern als einer der Hauptverantwortlichen für das Vogelsterben der letzten Jahre. Vögel finden auf dem Land immer weniger Brutmöglichkeiten und Nahrung, vor allem in Form von Insekten. Doch es gibt Landwirte, die den Trend umkehren wollen – im Rahmen eines einzigartigen Forschungsprojekts. Die Vision: Konventionelle Landwirtschaft und Vogelschutz sollen unter einen Hut gebracht werden.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Twin Towns (30 Min.) (HDTV)
London – Weihnachtsinsel
Folge 2 von 5
Dokumentationsreihe Österreich, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Georg Misch

Mitten im Pazifik, auf halber Strecke zwischen den USA und Neuseeland, befindet Kiritimati, die größte Koralleninsel der Welt. Der Name der Weihnachtsinsel – so die Bedeutung ihres kiribatischen Namens – kommt nicht von ungefähr: James Cook entdeckte die Insel an Weihnachten 1777. Ihre einzige Straße führt nach London, die Hauptsiedlung der Insel. Heutzutage wird Kiritimati als geheimes Taucherparadies gepriesen. Einmal pro Woche landet hier ein Flugzeug mit den wichtigsten Waren von außerhalb – und ein paar Touristen. Kiritimati ist vom Klimawandel und atomaren Altlasten bedroht. Doch seine Bevölkerung ist innovativ und ständig auf der Suche nach neuen Lösungen. Dem Einwohner Tokobea zufolge ist die Kokospalme eine der wichtigsten Lebensquellen der Insel, weil sie vielseitig verwertbar ist. Da das Land der Weihnachtsinsel allen Einwohnern gehört, kann Tokobea jede Palme für die Herstellung seines süßen Palmweins nutzen. Fischer Tom hingegen kritisiert die ausländischen Frachtschiffe: Früher konnte er mit seinem Vater Tintenfische an Korallenriffen fischen, die mittlerweile tot sind. Und auch Thunfisch ist hier kaum noch zu finden.
Die Einwohner Teeua und Io-Tebwa entdecken ihrerseits einen Bunker, in dem sich früher britische Siedler versteckten – während die beiden als Kinder Atomtests schutzlos im Freien miterleben mussten.

Hintergrundinfo:
Trotz der dramatischen Vergangenheit blickt die junge Generation optimistisch in die Zukunft: "Ich möchte der Welt sagen, dass es uns gibt!" – so der Appell eines Mädchens, das Präsidentin werden will, um ihr Volk und ihre Insel zu schützen. Zum Schluss der Sendung ermöglicht ein Ausflug in den abgelegenen Nationalpark einen Blick ins Paradies auf Erden. Europäische Hauptstädte haben Namensvettern in aller Welt: Paris in Texas, Berlin am Eastern Cape in Südafrika, London auf einer pazifischen Insel, Roma in Schweden oder Wien in Wisconsin. Die Dokumentationsreihe lädt den Zuschauer auf eine Entdeckungsreise in diese Zwillingsstädte ein und liefert abenteuerliche Geschichten weitab der üblichen Touristenattraktionen.


17:50 Abenteuer Türkei (40 Min.) (HDTV)
Ostanatolien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 25/02 bis 03/03

Regie: Claudia Wallbrecht

Ostanatolien grenzt an Armenien, den Iran, den Irak und an Syrien. Entsprechend mischen sich dort verschiedene Kulturen und Religionen. Die Landschaft ist geprägt von grandiosen Gebirgszügen und endlosen Steppen. Die meisten Menschen leben sehr einfach, mit Schafen und Ziegen, die sich an die kargen Gegebenheiten und das trockene Klima angepasst haben. Die überwiegend kurdische Gesellschaft ist noch traditionell organisiert. Die Rollen von Frauen und Männern sind klar verteilt.
Diese Etappe der Reise führt in eine fast vergessene Region, denn ein Großteil der Route verläuft durch PKK-Gebiet, das aus Sicherheitsgründen lange Zeit nur begrenzt zugänglich war. Ostanatolien grenzt an Armenien und den Iran, Irak und an Syrien. Entsprechend mischen sich verschiedene Kulturen und Religionen: In Mardin wird neben Türkisch auch Arabisch gesprochen, und im nahen Tur-Abdin-Gebirge finden sich noch syrisch-orthodoxe Klöster, in denen junge Klosterschüler auf Aramäisch beten. Der junge Gabriel Üstüner erzählt, wie Christen in einem muslimischen Land leben.
Nicht nur historisch und ethnisch ist die Region faszinierend, sie hat auch eine grandiose Landschaft. Karge Steppen und schroffe Gebirgszüge wechseln ab mit fruchtbaren Flusstälern. Und es gibt einen See, der siebenmal größer ist als der Bodensee. Kapitän Halac hat als Kind noch darin gebadet. Während er heute die Eisenbahnfähre sicher von Tatvan nach Van schippert, besingt der erste Offizier die Schönheit dieses Gewässers.
Hakkari im Südosten der Türkei gilt als eine der Hochburgen der kurdischen PKK. Seit zehn Jahren herrscht zwar ein Waffenstillstand mit der Regierung in Ankara, aber ein echter Frieden ist das nicht. Immerhin darf wieder Kurdisch gesprochen werden, und die Hirten dürfen mit ihren Herden im Sommer wieder auf die Almen ziehen. Dort leben sie dann drei Monate lang wie ihre nomadischen Vorfahren in Zelten.
Weiter nördlich, in der Provinz Kars, kann man den besten Cirit-Reitern des Landes zuschauen. Und man bekommt eine Vorstellung von den einst kämpferischen Reitervölkern der Osmanen.


18:30 Abenteuer Türkei (50 Min.) (HDTV)
Die Schwarzmeerküste
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 25/02 bis 03/03

Regie: Claudia Wallbrecht

Die aktuelle Folge führt an der Schwarzmeerküste entlang und ins bergige Hinterland, das wegen des Regenreichtums besonders fruchtbar ist. Dort wird Tee angebaut. Die Türkei liegt weltweit beim Teeanbau an fünfter Stelle. Und schwarzer Tee ist das unangefochtene Nationalgetränk. Das bestätigt auch Saziye Ilgaz, die für die Qualitätskontrolle beim staatlichen Teeproduzenten verantwortlich ist.
Nicht so gesund wie das Heißgetränk ist das, was Mehmet Özdemir auf seinen Feldern anbaut. Aber der Tabak aus der Gegend um Samsun gilt als einer der besten der Welt und wird fast allen bekannten Marken beigemischt. "Deshalb merken wir Bauern auch noch nichts von den internationalen Nichtraucherkampagnen", sagt er.
Weiter geht die Reise nach Trabzon. In einigen der Täler leben die Nachfahren der pontischen Griechen. Sie sind längst zum Islam übergetreten, sprechen neben Türkisch aber immer noch das antike Griechisch ihrer Ahnen. Der populärste Tanz der Region ist der Horon. Er wird zum Klang der Kemence getanzt, einer Lautenart, die man auch im Gehen spielen kann. Wer Horon tanzt, bleibt jung, sagen Fatma und Ahmed Aydin.
Im Dorf Yolkiyi gibt es zwar keine Tänzer mehr, dafür aber Männer, die ein 30 Kilogramm schweres Holzfass durch die Gegend tragen. Murat Duman ist Imker und auch gerade wieder mit einem solchen Fass unterwegs. Es auf den Baum zu hieven ist eine gefährliche Plackerei und man muss höllisch aufpassen, dabei nicht abzustürzen. Aber die Mühe lohnt sich, meint Murat. Erstens weil der Honig köstlich ist, und zweitens weil die Bären ihn dort oben nicht stehlen können.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 25/02 bis 26/02


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Rohstoffe in der Tiefsee – Ausbeutung oder Meeresschutz?
Reportage Deutschland, 2019
Online verfügbar von 25/02 bis 25/05
Erstausstrahlung

Die Nachfrage an Rohstoffen wächst. Seltene Metalle sind mehr denn je gefragt, um die steigende Produktion von Elektrofahrzeugen erfüllen zu können. Elektroautos brauchen allein dreimal mehr Kupfer als herkömmliche Fahrzeuge.
Verschiedene Industrienationen stehen schon in den Startlöchern, um den Tiefseebergbau zu starten. Die IMB, die Internationale Meeresbodenbehörde, hat bislang 30 Lizenzen zur Exploration von Rohstoffen am Ozeangrund erteilt.
In der Schatzkammer Tiefsee lagern wertvolle Rohstoffe, um die längst ein Wettlauf der Hightech-Industrie begonnen hat. Den wollen Umweltschützer verhindern. Und setzen dabei auf das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit und Verhandlungen mit der UN.
Auch Deutschland hat zwei Lizenzen bekommen. Der Zugang zu begehrten Rohstoffen lockt, dafür hat sich der Lobbyverbund "Deep Sea Mining Alliance" gegründet. Der sieht keine großen Risiken für die Natur. Mit ihrer Erfahrung und einem besonderen umweltschonenden Konzept wollen sie den Bergbau in der Tiefsee angehen. Nachhaltigkeit habe da oberste Priorität.
Dabei sind die bis zu 11 Kilometer tiefen Meeresgebiete bisher so gut wie gar nicht erforscht. Umweltschützer und Wissenschaftler sind alarmiert. Aus ihrer Sicht sind solche Visionen eine neue, weitere Bedrohung für die Natur.
Die Tiefsee dürfe nicht ausgebeutet werden. Am Tiefseeberg Mount Vema wollen die Umweltschützer exemplarisch aufzeigen, wie wichtig eine nahezu unberührte Unterwasserwelt für das ökologische Gleichgewicht ist.


20:15 Stalins Henker. Das Massaker von Katyn (100 Min.) (FSK 16)
Dokumentarfilm Frankreich, 2019
Online verfügbar von 18/02 bis 25/04
Erstausstrahlung

Regie: Cédric Tourbe

Im April 1940 wurden im Auftrag des sowjetischen NKWD 4.400 polnische Offiziere im Wald bei Katyn ermordet. Das Massaker wäre niemals an den Tag gekommen, hätten die Nazis das Massengrab nicht 1943 entdeckt und das Verbrechen für ihre antibolschewistische Propaganda ausgeschlachtet.
Die Offiziere waren alle durch Kopfschuss getötet worden. Sogar die Nazis waren von der Präzision dieser fließbandartigen Hinrichtung beeindruckt. Die Sowjetunion, die 1943 an der Seite der Westmächte Krieg gegen die Hitlerbarbarei führte, bezichtigte die Nazis des Massakers. Jahrzehntelang bestanden Zweifel über den wahren Schuldigen.
In Wahrheit war der Massenmord von Katyn Teil einer viel weitreichenderen Operation zur Sowjetisierung Polens, in deren Verlauf 22.000 Polen insgeheim ermordet und eine Million weiterer in Gulag-Lager deportiert wurden. Erst nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurden die schrecklichen Einzelheiten dieser Operation bekannt.
Wer Katyn erzählen will, muss deshalb eine lange fest verschlossene Tür aufstoßen, die in das auch heute noch wenig bekannte Reich der dunklen Machenschaften eines Sowjetstaates führt, dessen paranoide Praktiken bis ins Jahr 1917 zurückreichen. Damals wurde die berüchtigte Tscheka gegründet, die erste politische Polizei der Bolschewiken, deren Nachfolger GPU und NKWD ebenfalls in die Annalen eingingen. Von Anfang an hatten die Tschekisten den Auftrag, alle Regimegegner zu liquidieren und später den sowjetischen Staatsapparat und die gesamte Gesellschaft kontinuierlich zu "säubern".
Das grausame Massaker von Katyn war nur eine der vielen Routineoperationen der Henker des NKWD. Das Ministerium suchte seine Agenten eigens wegen ihrer Kaltblütigkeit aus, und sein Chef Wassili Blochin soll im Laufe seiner Karriere 20.000 Menschen eigenhändig getötet haben.
Der Enthüllung des Verbrechens folgte eine 50 Jahre währende Staatslüge. Erst 1990 bekannte sich die Sowjetunion zum Massaker von Katyn – wenige Monate vor dem Zusammenbruch des selbst zum Schutz seiner Staatsgeheimnisse nicht mehr fähigen Regimes.

Hintergrundinfo:
Der Film erzählt die Geschichte von Katyn anhand der Erinnerungen von polnischen Überlebenden des Massakers und des von den Historikern der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial in NKWD-Archiven entdeckten Materials.


21:55 Der Hitler-Stalin-Pakt (105 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2018
Online verfügbar von 18/02 bis 25/04

Regie: Cédric Tourbe

Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt, auch als Hitler-Stalin-Pakt bekannt, stellt einen Wendepunkt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts dar. Am 23. August 1939 unterzeichnet, garantierte er dem Deutschen Reich die sowjetische Neutralität im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Polen und den Westmächten. Die Auswirkungen waren verheerend. Hitler hatte mit dessen Unterzeichnung die Sicherheit, nicht in einen Zweifrontenkrieg zu geraten. Rund eine Woche später überfiel er Polen und löste damit den Zweiten Weltkrieg aus. Stalin wiederum besetzte das Baltikum, Ostpolen und einen Teil Rumäniens. Niemand ahnte damals etwas von der Existenz des geheimen Zusatzprotokolls, in dem die beiden Diktatoren Ostmitteleuropa unter sich aufgeteilt hatten. Der schändliche Pakt wird seither auf zweierlei Weise interpretiert. Manche Historiker vertreten die Auffassung, dass eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Tyrannen Hitler und Stalin auf der Hand lag. Andere sehen darin einen Trick Stalins, der Zeit gewinnen wollte, um sich auf den unvermeidlichen Krieg gegen Hitler vorzubereiten. Die Dokumentation zeigt den Hitler-Stalin-Pakt als wahnwitzige Folge eines kollektiven Versagens: Die Weigerung Westeuropas, gegen Hitler Position zu beziehen, die tiefe Feindschaft des kapitalistischen Westens und der kommunistischen Sowjetunion, absurde Entscheidungen, Inkompetenz und Blindheit stürzten die Mächte in eine katastrophale Abwärtsspirale, die auch die weitsichtigsten Politiker wie Iwan Maiski, Maxim Litwinow und Winston Churchill nicht zu stoppen vermochten.


23:40 Kadyrow, der Schreckliche (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2018
Online verfügbar von 18/02 bis 25/04

Regie: Karl Zéro, Daisy D'Errata

Ramsan Kadyrow, auf Wladimir Putins Vorschlag vom tschetschenischen Parlament zum Präsidenten gewählt, ist seit zwölf Jahren Oberhaupt von Tschetschenien, einer autonomen Teilrepublik in Russland mit 1,3 Millionen Einwohnern.
85 Prozent des tschetschenischen Staatshaushalts kommen aus Moskau, das sind 330 Millionen Euro jährlich. Im Gegenzug macht Kadyrow in Putins Namen klar Schiff: Er ist berüchtigt für sein Vorgehen gegen Islamisten, für Folter, Homophobie, aber auch für schwarze Kassen und glanzvolle VIP-Empfänge. Kadyrows wichtigste Aufgabe ist es, islamistische Bestrebungen schon an den Toren zu Russland aufzuhalten, sei es im Kaukasus oder in Zentralasien. Darüber hinaus soll er das Vaterland gegenüber separatistischen Ansprüchen verteidigen und einspringen, wenn russischsprachige Minderheiten "um Hilfe rufen", wie zuletzt im ukrainischen Donezbecken. Sogar in Syrien wurden die sogenannten Kadyrowzy, die Mitglieder seiner paramilitärischen Sicherheitstruppe, von Russland an die vorderste Front geschickt. So gewährleistet der "blutrünstige Bandit" aus Tschetschenien die Sicherheit des russischen Volkes. Mit dieser neuen unzerbrechlichen russisch-tschetschenischen Freundschaft will Kadyrow die Geschichte des tschetschenischen Volkes neu schreiben. Dazu tilgt er alle Kapitel, in denen Tschetschenen und Russen aneinandergerieten, radikal aus den Geschichtsbüchern - also quasi die ganze tschetschenische Geschichte, denn die ist die eines Volkes permanenter Rebellen.

Hintergrundinfo:
Die beiden Tschetschenienkriege hatten ein orientierungsloses Volk zurückgelassen. Mit dem aufgezwungenen russischen Frieden fürchteten viele Tschetschenen, sie dürften keine Muslime mehr sein. Doch Kadyrow beruhigte sie mit den Worten, der Kaukasus sei doch von jeher muslimisch gewesen. Für Kadyrow ist der Westen im Untergang begriffen und von einem islamistischen Terrorismus verseucht, den er gewiss im Alleingang niederstrecken könne. So kämpft er mit aller Kraft für die Reislamisierung der tschetschenischen Gesellschaft.


00:35 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2019
Wiederholung vom 22.02.


01:30 Mit offenen Karten (15 Min.) (HDTV)
Jordanien – Ein diskretes Land im Nahen Osten
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 22.02.

Regie: Judith Rueff
Moderation: Emilie Aubry


01:45 Megafeuer: Der Planet brennt (95 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2019
Arte F
Wiederholung vom 20. 02. 2020

Produzent: Georama Tv Films


03:20 Zwischen Stechschritt und Luna-Park (45 Min.) (HDTV)
Unterwegs in Nordkorea
Dokumentation Deutschland, 2014
Online verfügbar von 24/02 bis 25/05

Regie: Carmen Butta

Ausländische Journalisten sind im Überwachungsstaat Nordkorea unerwünscht. Erst nach achtmonatiger Wartezeit erhält ein ARTE-Team eine Genehmigung für eine zweiwöchige Drehreise quer durch das Land. Doch Aufpasser des Kulturministeriums lassen das Team nie aus den Augen. Nicht einmal ein Spaziergang ist ohne Begleitung erlaubt. Auch die Aufpasser müssen den lokalen Behörden für jedes Drehmotiv dutzendfach abgestempelte Papiere vorlegen. Interviewpartner sind ausgesuchte Vorzeige-Genossen, die Drehmotive oft inszeniert und die spannendsten Situationen für die Kamera tabu. Doch trotz andauernder Überwachung, gelingt es dem ARTE-Team immer wieder, offiziell verbotene Motive einzufangen und Einblicke in den Alltag eines abgeschotteten Landes zu bekommen. Etwa in Pjöngjang, auf einer nächtlichen Tour zwischen Spielhalle und Pizzeria für die neuen Reichen, sowie am Tag im Eispalast, in einem Delphinarium und beim ausgelassenen Tanz beim Picknick. Bei Begegnungen mit einem Oberst der Grenztruppen, einem angeblichen Mönch und einer Schönheitsberaterin. Zu Hause sowohl bei Bauern als auch bei einer Familie in Pjöngjang. In überraschend malerischen Landschaften am Meer und in den Bergen. Sogar die sonst sehr kontrollierten Aufpasser bekommt das Team mit vielsagenden Aussagen vor die Kamera. Schließlich, mit Bildern von Händlern und Schmugglern an der Grenze zu China, zeigt sich, was – abgesehen von den atomaren Sprengköpfen – das totalitäre Regime direkt massiv bedroht: Gegen den unaufhaltsamen Informationsstrom des digitalen Zeitalters kann sich auch ein monolithisches Bollwerk wie Nordkorea auf Dauer nicht abschotten.


04:05 28 Minuten (46 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:51 Sendeschluss

*

Mittwoch, 26. Februar 2020


05:00 Maurizio Pollini spielt Beethoven (45 Min.) (HDTV)
Musik Österreich, 2019
Aus dem Herkulessaal der Residenz München,
Wiederholung vom 23.02.
Originalvertonung

Regie: Henning Kasten
Mitwirkende: Maurizio Pollini


05:45 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Unsere Vögel – Wie wir sie schützen können
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 25.02.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:15 Xenius (25 Min.) (HDTV)
Biokunststoffe – Die Lösung für unser Plastik-Problem?
Magazin Deutschland, 2019
Wiederholung vom 13.02.

Moderation: Gunnar Mergner, Pierre Girard


06:40 Square Idee (30 Min.)
Gehören Bilder den Männern?
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 22.02.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 26/02 bis 04/03


07:15 360° – Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Die Zedernuss, die Königin der Taiga
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 09.02.

Regie: Gordian Arneth


08:00 Amur – Asiens Amazonas (45 Min.) (HDTV)
Die heiligen Quellen
Dokumentationsreihe Österreich, 2015
Wiederholung vom 06.02.

Regie: Franz Hafner, Klaus Feichtenberger


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 25.02.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Vulkane in Neuseeland (45 Min.) (HDTV, UT)
Das fruchtbare Erbe
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 12.02.

Regie: Mark Strickson, Alex Clark


10:15 Vulkane in Neuseeland (45 Min.) (HDTV, UT)
Schöpfung und Zerstörung
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 12.02.

Regie: Mark Strickson, Alex Clark


11:00 Nationalparks der Zukunft (45 Min.) (HDTV, AD, UT)
Toronto
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 10.02.

Regie: Karl Teuschl


11:45 Rituale der Welt (30 Min.) (HDTV)
Sevilla – Im Bann der Prozessionen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 17.02.

Regie: Agnès Molia


12:15 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Rohstoffe in der Tiefsee – Ausbeutung oder Meeresschutz?
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 25.02.


12:50 ARTE Journal (15 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 26/02 bis 27/02


13:05 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 19/02 bis 26/04
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Lwiw, kosmopolitische Metropole der Ukraine
Bunte Fassaden, goldglänzende Kuppeln und architektonische Einflüsse aus Renaissance, Barock und Klassizismus bescheren Lwiw eine Sonderstellung unter den Städten der Ukraine. Die Handelsstadt veränderte seit der Gründung mehrfach ihr Gesicht und befand sich nacheinander unter polnischer, österreichischer und russischer Herrschaft. Als kosmopolitische Universitätsstadt spielte sie eine Schlüsselrolle bei der Herausbildung der ukrainischen Identität.

(1): Jules Verne, die Reise zum Mittelpunkt der Bucht von Vigo
(2): Lwiw, kosmopolitische Metropole der Ukraine
(3): Der Ruf von Verdun


13:45 Mädchenfalle (95 Min.) (HDTV, s/w)
(Donnez-moi ma chance)
Spielfilm Frankreich, 1957
Produktion: Les Productions Jacques Roitfeld
Online verfügbar von 26/02 bis 04/03

Rollen und Darsteller:
Nicole Noblet – Michèle Mercier
Kiki – Nadine Tallier
Monsieur Noblet – Georges Chamarat
Serge Calas – Roger Coggio
Monsieur Raymond – Henri Crémieux
Georges Martin – François Guérin
Sainte-Vallier – Noël Roquevert
Gilbert Arnaud – Ivan Desny

Regie: Léonide Moguy
Produzent: Jacques Roitfeld
Drehbuch: Léonide Moguy, Georges Tabet
Musik: Georges Van Parys
Kamera: Maurice Barry
Schnitt: Henri Taverna

Im Frankreich der 1950er Jahre boomt das Kino und zahlreiche junge Menschen träumen von der großen Filmkarriere. Als Nicole Noblet, Tochter eines Gymnasialdirektors aus der Kleinstadt, in die Endauswahl eines Filmwettbewerbs kommt, erzählt sie es voller Freude ihrem Verlobten Georges. Auch ihre Eltern erfahren davon. Doch niemand ist sonderlich begeistert von Nicoles Plänen, dafür nach Paris gehen zu wollen. Sie aber setzt sich durch und wagt den Schritt in die unbekannte und zugleich aufregende Großstadt. In der Endauswahl kommt die anständige junge Frau tatsächlich unter die besten Vier, für die Rolle wird ihr aber schließlich abgesagt, da sie noch keine Erfahrungen vor der Kamera vorweisen kann. Enttäuscht möchte sie wieder heimfahren. Doch ihre neuen Bekanntschaften, der Filmjournalist Gilbert und die unkonventionelle und optimistische Schauspielanwärterin Kiki, reden ihr gut zu. So bleibt Nicole in Paris, um für ihren Traum zu kämpfen. Gilbert und Kiki, bei der sie nun wohnen kann, führen sie ein in die Welt der Schauspielerei und des Kinos. So nimmt Nicole bald schon Schauspielunterricht und lernt verschiedenste Charaktere aus dem Filmbusiness kennen. Doch neben der guten Seele Kiki, die ihr stets mit einem ehrlichen Rat zur Seite steht, trifft Nicole auch auf Neider und profitorientierte Geschäftemacher, die zu ihr nur höflich sind, solange sie ihnen nutzen kann. Als ihr mit der Zeit das Geld ausgeht, ihre Beziehung zu Georges zerbricht und ihr dann noch Gilbert Avancen macht, muss sie sich entscheiden, welches Leben sie führen möchte.

Hintergrundinfo:
Léonide Moguy zeigt mit "Mädchenfalle" den steinigen Weg einer jungen angehenden Schauspielerin, die ihr Glück in Paris sucht, wo sie sich gegen harte Konkurrenz und betrügerische Geschäftemacher durchsetzen muss. Der 1899 in St. Petersburg geborene Regisseur drehte in Frankreich, Italien und den USA und inspirierte Regisseure wie Quentin Tarantino. Er ist unter anderem bekannt für "Die Festung der Fremdenlegion" (1947) und das Drama "Morgen ist es zu spät" (1950), für das er 1950 in Venedig den Preis für den besten italienischen Film erhielt.


15:20 Nationalparks der Zukunft (45 Min.) (HDTV, AD, UT)
Patagonien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 11.02.

Regie: Thomas Radler


16:05 Nationalparks der Zukunft (45 Min.) (HDTV, AD, UT)
Seychellen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 11.02.

Regie: Thomas Radler


16:50 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Innere Uhr – Warum wir lernen sollten, besser auf sie zu hören!
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 26/02 bis 26/05

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Viele Menschen leben in der heutigen 24-Stunden-Gesellschaft zunehmend gegen ihre innere Uhr. Der Grund: Sie sind oft zu lange auf den Beinen, tagsüber zu wenig Tageslicht ausgesetzt und verbringen zu viel Zeit vor dem Bildschirm. Die möglichen Folgen: Konzentrationsschwierigkeiten, Unwohlsein oder sogar chronische Erschöpfung. "Xenius" fragt: Wie kann der Mensch lernen, wieder mehr im Einklang mit seiner inneren Uhr zu leben? Am Human Research Institut im österreichischen Weiz lässt "Xenius"-Moderator Pierre Girard seine innere Uhr vermessen. Drei Tage und Nächte lang überwacht ein Messgerät, wie gut sich sein Herzschlag auf verschiedene Situationen einstellt. Bei jedem Menschen tickt die innere Uhr ein bisschen anders: 20 verschiedene Gene legen fest, ob er Frühaufsteher ist oder Langschläfer. Doch egal ob "Lerche" oder "Eule", in der Pubertät verschiebt sich die Schlafzeit bei allen Jugendlichen nach hinten. Nur passt das nicht zum frühen Schulbeginn! Die Folge: Viele Teenager sind in der ersten Schulstunde übermüdet. Darunter leiden nicht nur die Leistungen, sondern der Schlafmangel kann auch gesundheitliche Folgen haben. Eine Schule in Nordrhein-Westfalen hat darauf reagiert: Hier gibt es für die älteren Schüler Gleitzeit am Morgen. Funktioniert das Modell? Außerdem begleitet "Xenius" eine Woche lang einen Büroangestellten, einen Ziegenhirten und eine Ärztin in Nachtschicht, um zu untersuchen, welchen Einfluss das Tageslicht auf die innere Uhr und die Leistungsfähigkeit der Betroffenen hat. Der Lichtexperte Rasit Özgüc und der Schlafforscher Alfred Wiater werten für "Xenius" aus, wie viel Licht die drei jeweils ausgesetzt waren.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Twin Towns (30 Min.) (HDTV)
Berlin – Südafrika
Staffel 9, Folge 3 von 5
Dokumentationsreihe Österreich, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Georg Misch

An der Ostküste von Südafrika liegt Berlin. In der Kleinstadt erinnert einiges auf den zweiten Blick an Deutschland: ein bekannter Supermarkt, eine Fabrik für eine deutsche Automarke und der Vorort Potsdam.
Und dann gibt es die Fleischerei von Colin Krause, direkter Nachfahre der ersten deutschen Einwanderer. Seit 53 Jahren macht er "Russen-Würstchen": eine billigere Version von deutschen Wiener Würstchen, die in Österreich Frankfurter heißen. Ein Identitätsproblem kulinarischer Art, analog zur aktuellen Situation der Kleinstadt. Vieles Deutsche geht hier verloren, man nimmt mehr den südafrikanischen Lebensstil an und die Nachwirkungen des Apartheidsystems sind noch spürbar.
Vielleicht erfährt man von den Toten mehr über die Ursprünge der deutschen Siedlung. Die Berlinerin Frau Knickelbein erklärt bei einem Friedhofsbesuch, dass es immer weniger Deutsche in dem Ort gibt. Die meisten seien bereits gestorben. Viele deutsche Namen zieren die Grabsteine, einige davon gehörten deutschen Soldaten, die nicht mehr nach Deutschland zurück konnten. Die Vorfahren von Südafrikanern wie Farmbesitzer Gabayi liegen hingegen auf einem anderen Friedhof.
Der Berliner Stanley hat nicht davor gezögert, sich als Weißer der Ulwaluko-Zeremonie, einem traditionellen Beschneidungsritual der Xhosa, zu unterziehen, das Jungen zu Männern macht. Da sein bester Freund Schwarzer ist, hätte er ihn sonst als Unbeschnittener mit "mein Herr" ansprechen müssen. Häuptling Makinana wacht über das spirituelle Erbe von Berlin und setzt sich dafür ein, moderne Medizin in die Tradition zu integrieren. Wenn die jungen Männer nach der Beschneidung zu Fuß heimkehren, wird im Dorf zwei Tage lang gefeiert und gerappt: "Ziegen in den Straßen, das ist unser Berlin."

Hintergrundinfo:
Europäische Hauptstädte haben Namensvettern in aller Welt: Paris in Texas, Berlin am Eastern Cape in Südafrika, London auf einer pazifischen Insel, Roma in Schweden oder Wien in Wisconsin. Die Dokumentationsreihe lädt den Zuschauer auf eine Entdeckungsreise in diese Zwillingsstädte ein und liefert abenteuerliche Geschichten weitab der üblichen Touristenattraktionen.


17:50 Abenteuer Türkei (40 Min.) (HDTV)
Istanbul
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 26/02 bis 04/03

Regie: Sabine Howe

Istanbul gilt als eine der aufregendsten Städte der Gegenwart. In der knapp 17-Millionen-Metropole ist alles möglich. Dort leben Design-Hipster Tür an Tür mit Burka-Trägerinnen. Der frisch gefangene Fisch wird auf dem Straßengrill genauso köstlich gebraten wie im 5-Sterne-Restaurant, eine jahrtausendealte Geschichte besteht neben modernem Graffiti. Neben dem Goldenen Horn, der Hagia Sophia, der Blauen Moschee und dem Topkapi-Palast gibt es auch jenseits der bekannten Plätze vieles zu entdecken; zum Beispiel in einer Mokka-Tasse. Und wer glaubt, das Kaffeesatzlesen sei der älteren Generation vorbehalten, der irrt sich. Im Café Melek kann man von der Mokka-Expertin Gülriz Egilmez alles über das Kaffeesatzlesen erfahren. Man trifft in Istanbul auch auf modernes Leben. Bei Flash TV lässt sich eine Dating-Show besuchen und im ZemZem Atelier nach besonderen modischen Accessoires stöbern. Die werden von der Deutsch-Türkin Zemra Acarli entworfen und von türkischen Hausfrauen genäht. Der schönste Gebetsraum für Frauen wurde von einer Frau gestaltet. Zeynep Fadillioglu ist eine der interessantesten Innenarchitektinnen Istanbuls. Angeblich haben die meisten Bewohner der Metropole noch nie den Bosporus gesehen, denn zu weit erstreckt sich die Stadt ins Hinterland. Und diese "Unwissenden" haben sicher auch noch nichts von TURBO gehört, dabei hat er Stadtgeschichte geschrieben - beziehungsweise gesprayt.


18:30 Extreme der Tiefsee (50 Min.) (HDTV, UT)
Eisige Abgründe
Dokumentation Japan, 2017
Online verfügbar von 25/02 bis 27/03

Regie: Manabu Hirose

Die Tiefsee des Südlichen Ozeans rund um Antarktika und rund um den Marianengraben im Pazifik ist größtenteils unerforscht. Auf Wissenschaftler üben die unbekannten Abgründe eine ungeahnte Faszination aus, denn auf dem schier endlosen Grund sollen riesige Tiere leben. Zwei internationale Wissenschaftlerteams dringen mit modernster Technik in die endlosen Tiefen vor und treffen auf eine fantastische Artenvielfalt: alienartige Sonderlinge, Extrem-Lebenskünstler und Lebewesen im XXL-Format – viele von ihnen zum ersten Mal gefilmt. Mit dem Team um die australische Tintenfisch-Spezialistin Kathrin Bolstad, den belgischen Meeresbiologen Claude De Broyer und die amerikanische Krill-Forscherin Margaret Amsler gehen erstmals überhaupt Wissenschaftler mit Tauchbooten vor der Küste Antarktikas unter Wasser. Dort finden sie zehn Meter lange Quallen, durchsichtige Eisfische, skurrile Seeschweinchen und begegnen gigantischen Krill-Schwärmen, die von Buckelwalen mit Blasenreusen gefangen werden. Im Pazifik führt eine zweite Expedition an die Grenze des Machbaren und hinab in die bodenlosen Abgründe des Marianengrabens. Mit unbemannten Tauchbooten wagen der amerikanische Tiefseeökologe Jeffrey Drazen, der japanische Meeresbiologe Hiroshi Kitazato und der amerikanische Physiologe Paul Yancey den Abstieg zum tiefsten Punkt der Erde. Ein Tauchroboter liefert dabei Bilder einer unbekannten Welt und zeigt einen Fisch in 8.178 Meter Tiefe. Das ist Weltrekord. Nie zuvor ist ein lebendes Wirbeltier in solcher Tiefe gefunden worden. Die tiefste Tiefe ist eben voller Leben.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 26/02 bis 27/02


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV)
Polizeigewalt in Frankreich – Viel zu brutal oder so hart wie nötig?
Reportage Frankreich, 2019
Produktion: Kino Presse
Online verfügbar von 19/02 bis 27/03
Erstausstrahlung

Regie: Xavier-Marie Bonnot

Die Polizei in Frankreich steht unter Druck: 47.695 Demonstrationen allein 2019, 2.448 verletzte Demonstranten und 1.797 Polizisten, 11 Tote bei Demounfällen, 12.107 Bürger wurden verhaftet, 2.000 von Gerichten verurteilt. Kritiker halten die Vorgehensweise der französischen Polizisten für viel zu brutal – in Deutschland bemüht sich die Polizei vor allem um Deeskalation, um einen Dialog mit den Demonstranten.
Nie zuvor stand die französische Polizei so sehr im Mittelpunkt des Interesses. Es sind Szenen einer städtischen Guerilla-Kriegsführung: die Demolierung des Arc de Triomphe und zerstörte Schaufensterscheiben im ganzen Land, schwer verletzte Demonstranten und Polizisten. Die Krise der Gelb-Westen und die Gewalt zwischen Polizei und Demonstranten zerrütteten die Beziehung zwischen den Franzosen und ihren Ordnungskräften. Hingegen wirkte die deutsche Polizei beim G-20 Gipfel in Hamburg überfordert von den Gewalttätern in der friedlichen Menge. Hat dort die Strategie des Dialogs und der Deeskalation versagt, die nach den harten Einsätzen der deutschen Polizei unter anderem bei den Anti-Atom-Demos in Wackersdorf, Dannenberg oder Brokdorf entwickelt wurde?

Hintergrundinfo:
Frankreich verfügt über 7 unterschiedliche Polizeieinheiten, jeweils unter eigenem Kommando, mit unterschiedlichen Ausbildungen und Zuständigkeiten. Polizeigewerkschafter beklagen eine mangelnde Koordination unter den verschiedenen Polizeikräften im Einsatz. Wer bestimmt eigentlich welche Einheit eingesetzt wird und welche Mittel gegen die Demonstranten angewendet werden?


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
20:15 Tagebuch einer Kammerzofe (90 Min.) (HDTV)
(Journal d'une femme de chambre)
Spielfilm Belgien / Frankreich, 2014
Produktion: JPG Productions, Les Films du Fleuve, Les Films du Lendemain
Online verfügbar von 26/02 bis 04/03
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Célestine – Léa Seydoux
Joseph – Vincent Lindon
Madame Lanlaire – Clotilde Mollet
Monsieur Lanlaire – Hervé Pierre
Marianne – Mélodie Valemberg
Georges – Vincent Lacoste

Regie: Benoît Jacquot
Produzent: Kristina Larsen, Jean-Pierre Guérin
Drehbuch: Benoît Jacquot, Hélène Zimmer
Kamera: Romain Winding
Schnitt: Julia Gregory

Frankreich, um 1900: Nach ständig wechselnden und teilweise dramatisch endenden Anstellungen als Kammerzofe wird die junge und attraktive Célestine von ihrer Pariser Agentur in den Dienst der bürgerlichen Familie Lanlaire in der Normandie geschickt. Dort angekommen, muss sie schon bald mit den überaus unangenehmen Seiten ihrer Herrschaft umgehen: Madame ist von Geiz zerfressen, pedantisch und nutzt jede Gelegenheit, sie zu provozieren; und Monsieur gibt ihr unverhohlen seine ungezügelte sexuelle Lust zu verstehen. Doch Célestine ist willensstark und weiß brüsk zu vermitteln, dass sie nicht alles mit sich machen lässt. Auch unter den Hausangestellten herrscht moralische Verkommenheit: Die Köchin Marianne vertraut Célestine ein grauenvolles Geheimnis an, und der Gärtner Joseph ist ein antisemitischer Faschist. Von ihm jedoch ist die selbstbewusste Kammerzofe, die es vorzieht, sich distanziert und beobachtend zu geben, fasziniert. Seine Avancen und seinen Vorschlag, mit ihm als seine Frau weit weg von den Lanlaires ein neues Leben zu beginnen, lehnt sie allerdings zunächst ab. Nach einiger Bedenkzeit willigt sie ein und die beiden beschließen, das Silber von Madame und Monsieur zu stehlen und damit einen Neuanfang zu wagen.
In "Tagebuch einer Kammerzofe" wird eine großbürgerliche Oberschicht inszeniert, die einerseits versucht, im Hinblick auf ihren Ruf in der Gesellschaft den Schein zu wahren, sich aber andererseits ungezügelt ihren sexuellen Fantasien und pedantischen Absonderlichkeiten hingibt.

Hintergrundinfo:
Benoît Jacquot inszenierte eine sinnliche und faszinierende Adaption des gleichnamigen Romans von Octave Mirbeau. Das Drama wurde bereits mehrfach verfilmt, unter anderem von Jean Renoir (1946) mit Paulette Goddard in der Hauptrolle sowie von Luis Buñuel (1964) mit Jeanne Moreau. Benoît Jacquot legte besonderen Wert darauf, neben Leinwandstars wie Léa Seydoux und Vincent Lindon auch weniger bekannte Theaterschauspieler in die Besetzung aufzunehmen. Die Literaturverfilmung wurde für drei Césars und bei den Prix Lumières nominiert. ARTE strahlt das Drama während der diesjährigen Berlinale aus, wo es als Weltpremiere 2015 im Wettbewerb lief.


21:45 Pigalle – Pariser Geschichten (60 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/02 bis 26/04

Regie: David Dufresne

Pigalle 2019 oder die Verwandlung eines typisch Pariser Viertels, in dem eine triumphierende Gentrifizierung das verdrängt, was einst seinen Charme ausmachte. Früher pulsierte in diesem künstlerischen und kreativen Ausnahmeviertel das Pariser Nachtleben. Pigalle, Herzstück des pulsierenden "gai Paris", stand seit jeher für unkonventionelle Vielfalt. Regisseur David Dufresne, der hier aufwuchs, unternimmt mit diesem Dokumentarfilm einen nostalgisch-dokumentarischen Streifzug durch Pigalle, trifft auf Menschen, die von den Glanzzeiten zu erzählen wissen und erinnert mit reichem Archivmaterial, Filmausschnitten und Musik daran, wie es einmal war.


Die Bären sind los: ARTE und die 70. Berlinale
22:45 Die Flügel der Menschen (90 Min.) (HDTV, UT)
(Centaur)
Spielfilm Deutschland / Frankreich / Kirgisistan, 2016
Produktion: A.S.A.P. Films, Pallas Film, Volya Films, Oy Art, Kyrgyzfilm, Bitters End

Produzent: Marc Baschet, Martin Hampel, Thanassis Karathanos, Altynai Koichumanova, Cédomir Kolar, Yuji Sadai, Danis Tanovic, Denis Vaslin, Fleur Knopperts, Gulmira Kerimova Online verfügbar von 26/02 bis 26/05 Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Zentaur – Aktan Arym Kubat
Nurberdi – Nuraly Tursunkojoev
Maripa – Zarema Asanalieva
Sharapat – Taalaikan Abazova
Sadyr – Ilim Kalmuratov
Karabay – Bolot Tentimyshov
Teit – Maksat Mamyrkanov

Regie: Aktan Arym Kubat
Drehbuch: Ernest Abdyjaparov, Aktan Arym Kubat
Musik: Andre Matthias
Kamera: Hasan Kydyraliev
Schnitt: Petar Markovic

In den ländlichen Vororten der kirgisischen Hauptstadt Bischkek treibt ein Pferdedieb sein Unwesen. Da die nachts verübten Taten mit großem Geschick und gänzlich unbemerkt von Stallknechten und Wachhunden ausgeführt werden, vermuten die wohlhabenden Züchter, dass der in der Region berüchtigte Pferdedieb Sadyr dafür verantwortlich ist. Auch Karabay, dem gerade sein wertvollstes Rennpferd Lord gestohlen wurde, drängt darauf, dass Sadyr verhaftet und verhört wird. Der erweist sich jedoch als offensichtlich unschuldig, denn das edle Tier wird bereits am nächsten Tag friedlich grasend auf einer Weide entdeckt.
Um seine Ehre wiederherzustellen und sich in Zukunft vor unbegründeten Verdächtigungen zu schützen, bietet Sadyr Karabay seine Hilfe bei der Ergreifung des wahren Diebs an. Er schlägt vor, ihm eine Falle zu stellen, indem überall das Gerücht verbreitet wird, im Stall des reichen Turdu Zhan wäre ein Rassepferd von unschätzbarem Wert gesichtet worden. Dieser Versuchung kann der Pferdedieb nicht widerstehen und wird auf frischer Tat ertappt.
Karabay erkennt in dem ruhigen, unscheinbaren, fast schüchtern wirkenden Dieb den Mann, den alle im Ort Zentaur nennen. Denn der glaubt, dass die Menschen Kirgistans Nachkommen der Zentauren aus der griechischen Mythologie sind, und ist davon überzeugt, dass der Himmel seine einst mächtigen Vorfahren dafür bestraft hat, ihre Bestimmung, Frieden in die Welt zu bringen, verraten zu haben. Karabay hat Mitleid mit Zentaur, den er für einen Narren hält, und gibt ihm die Chance, Buße zu tun für seine Missetaten.

Hintergrundinfo:
Aktan Arym Kubat hat seine moderne Parabel über den Verlust der eigenen Wurzeln und Traditionen und den verzweifelten Versuch der Menschen, die gekappte Verbindung wiederherzustellen, irgendwo zwischen Heldenepos und Schelmenroman angesiedelt. Sein Protagonist Zentaur hat in der Kunst- und Literaturgeschichte zahllose Vorbilder. Eine der bekanntesten dieser tragisch-naiven Heldenfiguren ist Don Quijote. Ebenso wie der "Ritter von der traurigen Gestalt", der gegen Windmühlen kämpft, hält auch Zentaur Wunder für möglich. Der Film gewann auf der Berlinale 2017 den CICAE Art Cinema Award in der Sektion Panorama.


00:15 Die Vierhändige (85 Min.) (FSK 16, HDTV, AD, UT)
Fernsehfilm Deutschland, 2016
Wiederholung vom 06.02.
Produktion: Erfttal Film- und Fernsehproduktion, Niama Film, Pantaleon Films, SWR, ARTE

Rollen und Darsteller:
Sophie – Frida-Lovisa Hamann
Jessica – Friederike Becht
Martin – Christoph Letkowski
Maria Uchwat – Agnieszka Guzikowska
Klinger – Detlef Bothe

Regie: Oliver Kienle
Produzent: Markus Reinecke, Klaus Dohle, Markus Reinecke
Drehbuch: Oliver Kienle
Musik: Heiko Maile
Kamera: Yoshi Heimrath
Szenenbild: Christian Strang
Redaktion: Stefanie Groß, Barbara Häbe
Schnitt: Philipp Thomas


01:40 Der Jahrhundertprozess (55 Min.) (HDTV, UT)
Das Nürnberger Tribunal aus prominenter Sicht
Dokumentation Deutschland, 2016
Online verfügbar von 25/02 bis 27/03

Regie: Peter Hartl

"Die Menschen sind unheimliche Leute", sinnierte Erich Kästner Ende 1945. "Wer seine Schwiegermutter totschlägt, wird geköpft. Wer aber Hunderttausende umbringt, erhält ein Denkmal." Die Hoffnung, dass die Menschheit jene Kriegstreiber künftig in ihre Schranken weisen würde, schöpfte er in Nürnberg. Von der "Neuen Zeitung" dorthin entsandt, erlebte der eben noch verfemte Schriftsteller das Tribunal gegen die NS-Führungsfiguren wie eine Verheißung: "Es darf nicht nur diesmal gelingen", notierte er im Gerichtssaal. "Dann könnte der Krieg aussterben." Nicht nur Erich Kästner verfolgte mit großer Anteilnahme den Nürnberger Prozess, der vor 70 Jahren mit der Urteilsverkündung endete. Die Liste der Prozessbeobachter liest sich wie ein "Who is Who" des internationalen Literatur- und Publizistikbetriebs. Autoren wie John Dos Passos, Alfred Döblin, Ilja Ehrenburg, Elsa Triolet oder Erika Mann, aber auch der nachmalige Bundeskanzler Willy Brandt oder der spätere DDR-Geheimdienstchef Markus Wolf belegten damals die Zuschauerränge. Die Dokumentation betrachtet das Geschehen in und um den Gerichtssaal erstmals aus dem Blickwinkel jener nach Herkunft und Weltanschauung höchst unterschiedlichen Beobachter und zeichnet damit auch ein zeitgenössisches Stimmungsbild. Illustriert werden die Überlieferungen durch Originalbilder, Filmaufnahmen vor Ort und Animationen im Stil von Gerichtszeichnungen. Augenzeugen aus Deutschland, den USA und Frankreich, die das Tribunal selbst noch erlebten, ergänzen die Berichte durch eigene Eindrücke. Expertenaussagen ordnen sie historisch ein.


02:35 Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! (25 Min.)
Das Reise-Necessaire von Madame Auguié
Wiederholung vom 23.02.2020


03:00 Durch die Nacht mit … (55 Min.) (HDTV, UT)
Thurston Moore und Phil Collins
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 15.02.

Regie: Hasko Baumann


03:55 28 Minuten (45 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:40 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Michael Jackson
Fernsehserie Frankreich, 2014
Online verfügbar von 26/02 bis 30/01

Regie: Nicolas Rendu

Michael Jackson war eine Ikone der Black Music, ein unglaublicher Tänzer – aber vor allem ein unverstandenes Kind.

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:43 Sendeschluss

*

Donnerstag, 27. Februar 2020


05:00 Jewgeni Kissin spielt Beethovens "Pathétique" (70 Min.) (HDTV)
Sonate Nr. 8 c-Moll op. 13
Musik Frankreich / Schweiz, 2019
ARTE / SSR
Wiederholung vom 16.02.
Originalvertonung

Regie: Isabelle Soulard


06:10 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Innere Uhr – Warum wir lernen sollten, besser auf sie zu hören!
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 26.02.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:40 Vox Pop (30 Min.) (HDTV)
Beschneidung: Muß ein Verbot her?
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 23.02.

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Nora Hamadi
Gäste: Lena Nyhus


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 27/02 bis 05/03


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Peru, das Goldhaar der Vikunjas
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 02.02.

Regie: Roberto Lugones


08:00 Schottland – Auf den Spuren von Harry Potter (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 13.02.

Regie: Jean Froment


08:45 Stadt Land Kunst (60 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 26.02.

Regie: Fabrice Michelin


09:45 Naachtun (95 Min.) (HDTV, AD, UT)
Verborgene Stadt der Mayas
Dokumentarfilm Frankreich, 2015
Wiederholung vom 15.02.

Regie: Stéphane Bégoin


11:20 Die Mütter der Erde (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Peru, 2019
Wiederholung vom 24.02.

Regie: Alvaro Sarmiento, Diego Sarmiento


12:15 Re: (35 Min.) (HDTV)
Polizeigewalt in Frankreich – Viel zu brutal oder so hart wie nötig?
Reportage Frankreich, 2019
Wiederholung vom 26.02.
Produktion: Kino Presse

Regie: Xavier-Marie Bonnot


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 27/02 bis 28/02


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 20/02 bis 27/04
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Die Hügel Ruandas von Scholastique Mukasonga
Im Osten des afrikanischen Kontinents erstrecken sich zwischen heiligen Flüssen und Seen die weiten Hügellandschaften Ruandas. Hier wuchs die Schriftstellerin Scholastique Mukasonga auf, bevor die ersten ethnischen Konflikte sie zur Flucht trieben. In ihren Texten geht sie der Kultur ihrer Ahnen auf den Grund, ihren Liedern, Märchen und Legenden und rekonstruiert dabei die verlorene Erinnerung eines vom Völkermord gezeichneten Landes.

(1): Die Hügel Ruandas von Scholastique Mukasonga
(2): Die Familie Visconti, Herrscher von Mailand
(3): Marokko, Reise ans Ende der Hölle


13:45 Mord im Mittsommer (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Morden i Sandhamn
In guten wie in schlechten Zeiten
Fernsehserie Schweden, 2017
Wiederholung vom 21.02.
Produktion: Filmlance International AB, TV4, ZDF, ZDF Enterprises

Rollen und Darsteller:
Thomas – Jakob Cedergren
Nora – Alexandra Rapaport
Mia – Sandra Andreis
Jonas – Stefan Gödicke
Henrik – Jonas Malmsjö
Margit – Anki Lidén
Claire – Lotta Tejle
Pernilla – Ane Dahl Torp
Marika – Kajsa Ernst
Filip – Anders Berg
Agnes – Tove Edfeldt
Ebba – Malin Persson
Kim – Magnus Sundberg
Stefan – Magnus Mark
Jocke – Daniel Larsson

Regie: Mattias Ohlsson
Produzent: Martin Cronström
Drehbuch: Katarina Ewers
Musik: Fredrik Emilson
Kamera: Trolle Davidson
Kostüm: Anna Karlsson
Redaktion: Delphine Pertus
Schnitt: Petra Ahlin


15:15 Polartag (45 Min.) (HDTV, AD, UT)
Skandinaviens Wildnis im Sommer
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 17.02.

Regie: Alexandra Sailer, Steffen Sailer


16:00 Polarnacht (55 Min.) (HDTV, AD, UT)
Skandinaviens Wildnis im Winter
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 17.02.

Regie: Alexandra Sailer, Steffen Sailer


16:55 Xenius (25 Min.)
Scheitern – Warum es so wichtig ist
Magazin Deutschland, 2019
Online verfügbar von 27/02 bis 27/05
Erstausstrahlung

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Ob falsche Investition, Privatinsolvenz oder privater Fehltritt – wir alle machen Fehler. Schätzungen zufolge zwei bis fünf – wenn auch nicht ganz so gravierende – pro Stunde. Und dennoch wollen wir sie uns nicht eingestehen oder darüber reden. Scheitern ist verpönt. Wieso ist das so? Was passiert bei uns im Gehirn, wenn wir scheitern? Und wie kann man Scheitern positiver gegenübertreten?
Das versuchen die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard gemeinsam mit dem Philosophen Dr. Hans-Jürgen Stöhr zu lernen. Sie müssen sich verschiedenen Aufgaben stellen, an denen sie scheitern. Sie haben vorher keinen blassen Schimmer, was auf sie zukommt. Wie meistern sie Geschicklichkeitsspiele? Wie gehen sie damit um, wenn sie von einer Gruppe ausgeschlossen werden? Und wie reagieren Dörthe und Pierre mit ihren Teams, wenn sie gegeneinander antreten und keiner von ihnen gewinnen kann? "Xenius" zeigt, wie man besser scheitert und warum das so wichtig ist.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Twin Towns (30 Min.) (HDTV)
Roma – Gotland
Folge 4 von 5
Dokumentationsreihe Österreich, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Georg Misch

La Dolce Vita auf Schwedisch? Ja, das ist in Roma möglich! Statt am Mittelmeer liegt diese kleine Zwillingsstadt von Rom allerdings an der Ostsee – auf Gotland, der größten Insel Schwedens. In der historischen Eisenbahn nach Roma liefert eine Schulklasse Tipps, was es in der Stadt zu sehen gibt. Erster Halt ist das Roma-Kloster, wo Pfarrer Christian freudig die Geschichte der Klosterruine erzählt.
Vorfahren der Goten waren die Wikinger. Sie haben von Gotland aus lange Handelsreisen unternommen. Das Meer gab ihnen ein Glücksgefühl – davon sind Roland und Frode vom Club für historische Segelboote überzeugt. Sie demonstrieren ihre eigene Leidenschaft für das Meer bei einem Segelturn auf der Ostsee. Bei der Heimkehr hatten die Wikinger damals die Angewohnheit, ihr Silber kiloweise hinter dem Haus zu vergraben. Der Archäologe Per und der Münzenspezialist Adel erforschen diese Schätze, die bis heute gut erhalten sind. Es sind Münzen aus allen Teilen der Welt – auch aus dem italienischen Rom. Weil Geister und Trolle bis heute eine wichtige Rolle in der gotländischen Mythologie spielen, darf auch eine Expedition mit Trollexpertin Yvonne bei Dämmerung im Wald nicht fehlen.
Doch was wäre eine Reise nach Roma ohne Kulinarik? Die Trüffelsuche ist hier – anders als in Italien – Damenarbeit. Gekocht und gegessen wird zusammen mit der Vereinigung der Freunde Italiens in Gotland beim Vorstandstreffen. Hier wird über das Kochen sinniert, das Essen gefeiert und über die Liebe gesungen. So weit das italienische Rom auch entfernt sein mag – das Lebensgefühl des Dolce Vita ist im schwedischen Roma auf jeden Fall angekommen.

Hintergrundinfo:
Europäische Hauptstädte haben Namensvettern in aller Welt: Paris in Texas, Berlin am Eastern Cape in Südafrika, London auf einer pazifischen Insel, Roma in Schweden oder Wien in Wisconsin. Die Dokumentationsreihe lädt den Zuschauer auf eine Entdeckungsreise in diese Zwillingsstädte ein und liefert abenteuerliche Geschichten weitab der üblichen Touristenattraktionen.


17:50 Die Welt der Haie (40 Min.) (HDTV)
Meister der Jagd
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2015
Online verfügbar von 27/02 bis 05/03

Regie: Steve Greenwood

In dieser Folge geht es um die große Anpassungsfähigkeit der Haie, aufgrund derer diese Fische so erfolgreiche Räuber werden konnten. Der Grönlandhai verdankt ein Überleben in den eisigen Wassern der Arktis seinem außerordentlichen Geruchssinn. Grönlandhaie leben 1.000 Meter unter der Meeresoberfläche. In dieser lichtlosen Tiefe gibt es kaum Nahrung.
Doch der Grönlandhai frisst Aas jeder Art, auch mal ein totes Rentier oder einen ertrunkenen Eisbären. Kleine Schwarzspitzenhaie verbünden sich an der Südspitze Afrikas zu Hunderten, um ganze Fischschwärme einzukreisen. Wohl nirgendwo auf der Welt versammeln sich mehr Haie, um gemeinsam auf die Jagd zu gehen. In großen Schwärmen ziehen zig Millionen Sardellen bei ihrer jährlichen Wanderung die Küste entlang. Im Schwarm können die winzigen und flinken Fische einen einzigen Hai leicht ausmanövrieren.
Doch die Kleinen Schwarzspitzenhaie arbeiten zusammen, sie sind geradezu Meister der Teamarbeit. Der Fransenteppichhai, der in den Gewässern östlich von Indonesien, der Heimat des artenreichsten Korallenriffs der Welt, lebt, ist wiederum Meister in Sachen Tarnung. Wie kein anderer Hai ist er an die Jagd aus dem Hinterhalt angepasst. Die Fransen an seinem Maul sehen wie Korallenäste aus und lassen seine Umrisse mit dem Hintergrund verschmelzen. Die Weißspitzen-Riffhaie können dank eines speziell ausgeprägten Sinnesorgans, das auf Elektrizität reagiert, auch in völliger Dunkelheit jagen. Diese Haie können selbst wenige Millionstel Volt spüren – dies entspricht dem elektrischen Feld des Herzschlags eines verängstigten Fisches. Den Höhepunkt bildet eine Szene, die an die wilde Südküste Afrikas führt, in der ein tonnenschwerer Weißer Hai mit unglaublicher Geschwindigkeit Seebären jagt. Gefilmt wurde die Sequenz in spektakulären Zeitlupen-Bildern, die unter Wasser und von der Luft aus gedreht wurden – immer gefährlich nah an dem Raubtier. Sieht man diese Bilder, verwundert es nicht, dass der Weiße Hai der berühmteste und berüchtigtste aller Haie ist.

Hintergrundinfo:
"Die Welt der Haie" bietet spektakuläre neue Einblicke in die Welt dieser Meerestiere. Noch nie wurden so viele unterschiedliche Arten mit ihren spezifischen Verhaltensweisen gefilmt. Vom Grönlandhai über den Großen Hammerhai bis hin zum berühmten Weißen Hai – mit über 30 Hai- und Rochenarten lässt die vierteilige Dokumentationsreihe eine beeindruckende Vielfalt entdecken. Die BBC-Produktion entstand an rund zehn Drehorten auf der Welt: Unter dem Eis der Polarmeere, in Mangrovenwäldern, in Schiffswracks und an Korallenriffen wurden großartige Aufnahmen gedreht – nicht zuletzt die von einem Hai, der sich mit seinen Flossen "gehend" auf dem Meeresboden fortbewegt.


18:30 Die Welt der Haie (50 Min.) (HDTV)
Geheimnisvolles Leben
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2015
Online verfügbar von 27/02 bis 05/03

Regie: Simon Blakeney

Diese Folge beschäftigt sich mit anderen typischen Verhaltensmerkmalen von Haien und ihren Verwandten. Haie zeigen ein komplexes Sozialverhalten, haben komplizierte Balzrituale, erstaunliche Aufzuchtmethoden und ein außergewöhnliches Orientierungsvermögen. Sie unterhalten Beziehungen zu äußerst seltsamen Partnern - sogar zum Menschen. Manche Haie sind Einzelgänger und streifen jahrelang allein durch die Weltmeere. Doch irgendwann ist für jeden Hai die Zeit reif, sich zu paaren. Bogenstirn-Hammerhaie sind zu einer kleinen Insel im Pazifik unterwegs. Dort wollen sie einen Partner finden. Diese Hammerhai-Art weist wohl das eleganteste Balzverhalten aller Haie auf: Die Haie formieren sich zu einer Art Unterwasser-Menuett – die Männchen außen, die Weibchen in der Mitte. Einmal jährlich versammeln sich auch in den nächtlichen Gewässern vor der Küste des mexikanischen Bundesstaats Baja California Tausende von Mobula-Rochen, um sich zu paaren. Dazu vollführen sie meterhohe Sprünge über dem Wasser. Es springen vor allem Männchen, die damit ihre Stärke demonstrieren. Auf den Bahamas lassen Zitronenhaie ihren Nachwuchs nach der Geburt beinahe wie in Brutkästen in den seichten Mangrovenwäldern zurück. Ins Dickicht der Wurzeln können Räuber den kleinen Haien nicht folgen. In den Lichtungen der Mangrovenwälder befindet sich die Kinderstube der Haie, wo sie ihre ersten sieben Lebensjahre ohne erwachsene Haie verbringen. Am Beispiel der Grauen Riffhaie zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Haie ein gesundes Gebiss haben, um auf die Jagd zu gehen. Deshalb lassen sie sich ihre Zähne auf außergewöhnliche Weise von Nahrungsresten und Parasiten befreien: Der mutige Putzerlippfisch ist wohl der einzige Fisch, der in ein Haimaul schwimmen und dies lebend wieder verlassen kann. Da sie ihnen wichtige Dienste leisten, tun die Haie ihren kleinen Pflegern kein Leid an.

Hintergrundinfo:
"Die Welt der Haie" bietet spektakuläre neue Einblicke in die Welt dieser Meerestiere. Noch nie wurden so viele unterschiedliche Arten mit ihren spezifischen Verhaltensweisen gefilmt. Vom Grönlandhai über den Großen Hammerhai bis hin zum berühmten Weißen Hai – mit über 30 Hai- und Rochenarten lässt die vierteilige Dokumentationsreihe eine beeindruckende Vielfalt entdecken. Die BBC-Produktion entstand an rund zehn Drehorten auf der Welt: Unter dem Eis der Polarmeere, in Mangrovenwäldern, in Schiffswracks und an Korallenriffen wurden großartige Aufnahmen gedreht – nicht zuletzt die von einem Hai, der sich mit seinen Flossen "gehend" auf dem Meeresboden fortbewegt.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 27/02 bis 28/02


19:40 Re: (35 Min.)
Traumjob Butler – Leben, um zu dienen?
Reportage Deutschland, 2019
Online verfügbar von 26/02 bis 27/05
Erstausstrahlung

Matthias Schulz ist 50 Jahre alt und gelernter Speditionskaufmann. Jahrelang arbeitete der Hamburger im Frachtgewerbe, dann führte er ein Fitnesscenter. Doch wirklich glücklich war er in seinem Berufsleben nie. Irgendwann erfuhr er von der "International Butler Academy". Hier kann man sich für 14.500 Euro zum Serviceprofi ausbilden lassen. Der Gedanke, Butler zu werden, elektrisiert Matthias Schulz. Er kündigt seinen Job und beginnt im September 2019 einen achtwöchigen Ausbildungskurs an der niederländischen Diener-Schule. Die Kurse sind meist ausgebucht, die Teilnehmer kommen aus aller Welt. "Re:" begleitet Matthias Schulz bei seiner Ausbildung, die Ehrgeiz und Ausdauer verlangt. Die Tage sind bis zu 16 Stunden lang, freie Wochenenden gibt es nicht. Auf dem Stundenplan stehen der korrekte Umgang mit Antiquitäten, Schmuck- und Zigarrenkunde und internationale Etikette - natürlich. Doch das Berufsbild hat sich verändert. Ein Butler muss heute auch Bodyguard sein – vor allem, wenn die Arbeitgeber Industrielle oder Adlige sind, deren Familien von Entführung und Erpressung bedroht sind. Daher gehören auch Sicherheits- und Fahrtrainings zur Ausbildung. Und wie schlägt sich ein frischgebackener Butler im echten Leben? Dieser Frage geht die Reportage im Chateau Wittem nach, dessen Hausherrin gerade auf der Suche nach dem richtigen dienstbaren Geist für sich und ihr Anwesen ist. "Re:" über einen Beruf, der anachronistisch anmutet – wegen der weltweiten Nachfrage und einem veränderten Sicherheitsbedürfnis steht den Dienern in Livree allerdings eine rosige Zukunft bevor.


20:15 Ozeanriesen (50 Min.) (HDTV, UT)
Wettlauf der Nationen
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 27/02 bis 05/03

Regie: Mathias Haentjes

Nicht immer war eine Seereise ein Vergnügen: "Der Tag verging mit Schlafen und Essen in dem üblichen benommenen Halbübelkeitszustand", notierte Thomas Mann auf dem Weg nach Amerika. Die Reise über den Atlantik war in früheren Zeiten zeitaufwendig, lästig, oft sogar ein Abenteuer. Seit 1840 gibt es Dampfschiffe im Liniendienst zwischen den Kontinenten. Die Schiffe wurden größer, die Segel verschwanden und ab der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert waren es wahre Ozeanriesen. Sie wurden zum Mythos. Ein Mythos, der mit dem Aufkommen der Konkurrenz der Düsenflugzeuge unterging. Die Dokumentation macht sich auf eine Spurensuche: in Belfast beim riesigen Trockendock der "Titanic", in Cherbourg im gigantischen Gare Maritime, in den Hapag-Hallen in Cuxhaven. Nur noch ein paar Schiffe führen den Mythos noch heute fort: die moderne "Queen Mary 2", die für sich in Anspruch nimmt, der einzige verbliebene Atlantik-Liner zu sein, die "United States", die im Dornröschenschlaf im Hafen von Philadelphia liegt, oder die kleine "Astoria", die in einen der spektakulärsten Schiffsuntergänge des vergangenen Jahrhunderts verwickelt war.


21:05 Ozeanriesen (55 Min.) (HDTV, UT)
Goldene Jahre
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 27/02 bis 05/03

Regie: Mathias Haentjes

Nicht immer war eine Seereise ein Vergnügen: "Der Tag verging mit Schlafen und Essen in dem üblichen benommenen Halbübelkeitszustand", notierte Thomas Mann auf dem Weg nach Amerika. Die Reise über den Atlantik war in früheren Zeiten zeitaufwendig, lästig, oft sogar ein Abenteuer. Seit 1840 gibt es Dampfschiffe im Liniendienst zwischen den Kontinenten. Die Schiffe wurden größer, die Segel verschwanden und ab der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert waren es wahre Ozeanriesen. Sie wurden zum Mythos. Ein Mythos, der mit dem Aufkommen der Konkurrenz der Düsenflugzeuge unterging. Die Dokumentation macht sich auf eine Spurensuche: in Belfast beim riesigen Trockendock der "Titanic", in Cherbourg im gigantischen Gare Maritime, in den Hapag-Hallen in Cuxhaven. Nur noch ein paar Schiffe führen den Mythos noch heute fort: die moderne "Queen Mary 2", die für sich in Anspruch nimmt, der einzige verbliebene Atlantik-Liner zu sein, die "United States", die im Dornröschenschlaf im Hafen von Philadelphia liegt, oder die kleine "Astoria", die in einen der spektakulärsten Schiffsuntergänge des vergangenen Jahrhunderts verwickelt war.


22:00 Ich werde nicht schweigen (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Fernsehfilm Deutschland, 2017
Produktion: Nordfilm GmbH, Mia Film, ZDF, ARTE
Online verfügbar von 27/02 bis 28/03

Rollen und Darsteller:
Margarete Oelkers – Nadja Uhl
Antje Eversen – Janina Fautz
Dr. Paul Ahrens – Rudolf Kowalski
Frau Ahrens – Katja Flint
Frau Schröder – Barbara Philipp
Windhorst – Martin Wuttke
Dr. Gruner – Marek Harloff
Dr. Jürgensen – Matthias Lier
Erna – Eleonore Weisgerber
Arnold Eversen – Jens Schäfer
Jochen Oelkers – Patrik Gega
Karl Oelkers – Jan Seba

Regie: Esther Gronenborn
Produzent: Kerstin Ramcke
Drehbuch: Esther Gronenborn, Sönke Lars Neuwöhner
Musik: Gert Wilden Jr.
Kamera: Birgit Gudjonsdottir
Kostüm: Katrin Berthold
Szenenbild: Martin Maly
Redaktion: Anja Helmling-Grob, Caroline von Senden
Schnitt: Sabine Brose

Norddeutschland 1948: Die junge Kriegswitwe Margarete Oelkers bringt sich und ihre beiden Söhne als Modellschneiderin mehr schlecht als recht durch. Die ihr zustehende Kriegswitwenrente erhält sie nicht, weil ihr eine Bestätigung über die Beschäftigung ihres Mannes beim Gesundheitsamt verweigert wird. Als sie deshalb auf dem Fürsorgeamt die Kontrolle verliert, wird sie von Dr. Ahrens, dem ehemaligen Vorgesetzten ihres Mannes, mit der Diagnose Schizophrenie in die Heil- und Pflegeanstalt in Wehnen eingewiesen. Die beiden Kinder kommen zu Margaretes Schwester aufs Land. Ein ganzes Jahr verbringt Margarete in der Anstalt und wird dort "behandelt".
Nach ihrer Entlassung wird sie unter die Vormundschaft eines Nachbarn mit brauner Vergangenheit gestellt. Traumatisiert kehrt Margarete in ihre alte Wohnung zurück und kämpft um ihre Rehabilitierung und das Sorgerecht für ihre Kinder. Sie fordert eine Bescheinigung von den behandelnden Ärzten, nie an Schizophrenie erkrankt zu sein. Doch dazu müsste Dr. Ahrens, Leiter des Gesundheitsamtes und früherer Chef ihres Mannes, eine Fehldiagnose einräumen.
Margarete freundet sich mit Antje an, einer jungen Frau, deren Mutter während des Nazi-Regimes in Wehnen verstorben ist. Bald ahnt Margarete, dass in Wehnen mit den Kranken Ungeheuerliches passiert ist. Sie beginnt, die Aufzeichnungen ihres Mannes zu verstehen, der offenbar Vernachlässigung und bewusstes Tothungern ausgewählter Patienten in Wehnen heimlich dokumentierte. Sie sammelt all ihren Mut und stellt Dr. Ahrens zur Rede. Doch Ahrens lässt sich nicht so leicht einschüchtern …

Hintergrundinfo:
Das Nachkriegsdrama "Ich werde nicht schweigen", das auf dem 28. Internationalen Filmfest Emden-Norderney Premiere feierte, beruht auf wahren Tatsachen. Die Regisseurin Esther Gronenborn, die schon für ihr Spielfilmdebüt "alaska.de" (2000) die Lola für die beste Regie erhielt, erzählt mit diesem Film die Geschichte ihrer eigenen Großmutter. Mit Nadja Uhl konnte Gronenborn eine der wandlungsfähigsten Darstellerinnen des deutschen Films für die Hauptrolle gewinnen, auch sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem für ihre Rolle in Volker Schlöndorffs "Die Stille nach dem Schuss" (2000). Im Kino war sie zuletzt in Andreas Dresens "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" (2017) zu sehen.


23:30 Mut zur Liebe (50 Min.) (FSK 16, HDTV)
Fiertés
Folge 1 von 3
Fernsehserie Frankreich, 2017
Produktion: Scarlett Production, ARTE F, 13 Productions
Online verfügbar von 27/02 bis 12/03

Rollen und Darsteller:
Charles – Frédéric Pierrot
Martine – Emmanuelle Bercot
Victor 17 Jahre – Benjamin Voisin
Sélim 17 Jahre – Sami Outalbali
Serge – Stanislas Nordey
Aurélie 17 Jahre – Lou Roy-Lecollinet
Sofiane – Hafid Djemaï

Regie: Philippe Faucon
Produzent: Joëy Faré
Drehbuch: José Caltagirone, Niels Rahou, Philippe Faucon
Musik: Varda Kakon
Kamera: Laurent Fénart
Kostüm: Isabelle Blanc
Szenenbild: Manuel Swieton, Sylvie Mesa Holodenko
Redaktion: Arnaud Jalbert, Isabelle Huige
Schnitt: Sophie Mandonnet

Frühling 1981, kurz vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Victor, 17 Jahre alt, verbringt seine Zeit mit seiner Freundin Aurélie oder auf der Baustelle seines Vaters Charles, der dort Bauleiter ist. Hier trifft Victor Sélim, den Sohn des Vorarbeiters Sofiane. Die beiden Jungen fühlen sich zueinander hingezogen. Getrieben von ihren unbefangenen Instinkten, geben sich die zwei Jugendlichen heimlich ihrer Lust hin. Charles entdeckt die sexuelle Beziehung der beiden. Er ist entsetzt und weiß nicht, wie er mit der Situation umgehen soll. Gleichzeitig macht er sich vor seinen Angestellten für die linke Politik François Mitterrands stark, die für Offenheit und Toleranz steht. Charles nutzt den ersten Fehler Sélims als willkommenen Grund, ihn zu feuern. Sélims Vater Sofiane gegenüber bezichtigt er ihn, seinen Sohn Victor verführt zu haben. Sélim sei der "Kranke" der beiden. Sélim beugt sich dem Druck seiner Familie und bricht den Kontakt zu Victor ab. Victor wird daraufhin von anderen Mitschülern ausgegrenzt und gemobbt. Er kann sich seine Homosexualität selbst nicht eingestehen und lässt niemanden mehr an sich heran, auch seine Mutter Martine nicht. Er versucht den Vorstellungen seines Vaters gerecht zu werden und bindet sich stärker an seine Freundin Aurélie. Aber der 17-Jährige kann seine sexuelle Identität nicht verdrängen. Eines Abends trifft er bei einem Schwulentreff den älteren Serge, mit dem er eine Affäre beginnt. Serge engagiert sich in der Homosexuellenbewegung. Er steht offen zu seiner Homosexualität und kann sich eine Beziehung mit Victor vorstellen. Dem scheint ein Outing aber unvorstellbar. Die beiden treffen sich weiter heimlich. Doch als Aurélie bewusst wird, dass sie für Victor nur ein Alibi ist, und Charles von Serge erfährt, spitzt sich die Situation zu …

Hintergrundinfo:
Der Regisseur und Drehbuchautor Philippe Faucon wurde in Marokko geboren und ist als Filmemacher Autodidakt. Sein Erstlingswerk "Liebe in der Vorstadt" (1989) wurde mit zahlreichen Preisen bedacht, unter anderem 1990 in Cannes durch die Fondation Gan pour le Cinéma. Die Identitätskrise Jugendlicher, ausgelöst durch ihre Sexualität, beschäftigt Faucon stark. Auch die schwierige Abgrenzung zur Generation der Eltern, gerade im Kontext muslimisch geprägter Kulturen, zieht sich thematisch durch sein Werk ("Sabine" 1992, "Zwischen allen Fronten" 1999, "Samia" 2000). Sein bekanntester Film "Fatima" (2015) gewann 2016 den französischen Filmpreis César für den besten Film sowie einen César für das beste adaptierte Drehbuch. "Mut zur Liebe" wurde 2018 beim Fernsehfestival in Luchon mit den Pyrénées d'Or für die beste Serie ausgezeichnet.


00:20 Mut zur Liebe (55 Min.) (FSK 16, HDTV)
Fiertés
Folge 2 von 3
Fernsehserie Frankreich, 2017
Produktion: Scarlett Production, ARTE F, 13 Productions
Online verfügbar von 27/02 bis 12/03

Rollen und Darsteller:
Charles – Frédéric Pierrot
Martine – Emmanuelle Bercot
Serge – Stanislas Nordey
Victor – Samuel Theis
Aurélie – Sophie Quinton
Sélim – Nicolas Cazalé
Basile 17 Jahre – Phénix Brossard
Sozialarbeiterin – Chiara Mastroianni
Farah – Loubna Abidar
Emma – Laura Renoncourt

Regie: Philippe Faucon
Produzent: Joëy Faré
Drehbuch: José Caltagirone, Niels Rahou, Philippe Faucon
Musik: Varda Kakon
Kamera: Laurent Fénart
Kostüm: Isabelle Blanc
Szenenbild: Manuel Swieton, Sylvie Mesa Holodenko
Redaktion: Arnaud Jalbert, Isabelle Huige
Schnitt: Sophie Mandonnet

September 1999: Victor und Serge leben als Paar harmonisch zusammen. Sie sind mit Aurélie, der ersten Freundin Victors, befreundet. Ab und zu nehmen sie der Alleinerziehenden ihre Tochter Emma ab. Doch obwohl die Liebe zwischen den Männern ungebrochen ist, führt Serges AIDS-Erkrankung dazu, dass das Sexleben der beiden brachliegt. Serge arbeitet für einen LGBT-Verein, bei dem er sich für junge Homosexuelle einsetzt. Victor hat sein Architekturstudium abgeschlossen. Er betreut die erste bauliche Umsetzung eines von ihm geplanten Gebäudes.
Auf der Baustelle trifft Victor Sélim wieder, der wie sein Vater Vorarbeiter geworden ist. Sélim, der vor vielen Jahren dem familiären Druck nachgab und sein Schwulsein verbarg, ist inzwischen verheiratet und hat zwei Kinder. Stolz zeigt er Victor Fotos von seiner Familie. Im Laufe ihrer gemeinsamen Arbeit auf der Baustelle kommen sich die beiden Männer wieder näher. Victors Gefühle für Sélim sind erneut geweckt. Sie beginnen eine Affäre. Victor lernt Sélims Familie kennen. Er glaubt, Sélims Frau Farah wüsste nichts von der sexuellen Neigung ihres Mannes. Doch er unterschätzt die junge Mutter …
Victors Beziehung zu seinem Vater Charles hat sich etwas beruhigt. Seiner Mutter Martine zuliebe besucht er die Eltern mit Serge. Aber Charles zeigt immer noch kein Verständnis für eingetragene Partnerschaften oder die Familienplanung Homosexueller. Tatsächlich hegt Victor den starken Wunsch, mit Serge ein Kind zu adoptieren. Serge hat wegen seiner Krankheit Bedenken. Doch er unterstützt schließlich Victor beim Adoptionsantrag, für den dieser seine Homosexualität verbirgt. Die Adoptionsbehörde schickt eine Sozialarbeiterin. Sie soll Victors Charakter beurteilen. Dazu möchte sie auch mit seinen Eltern sprechen. So muss Victor Charles bitten, die Sozialarbeiterin bezüglich seines Schwulseins anzulügen.


01:15 Mut zur Liebe (45 Min.) (FSK 16, HDTV)
Fiertés
Folge 3 von 3
Fernsehserie Frankreich, 2017
Produktion: Scarlett Production, ARTE F, 13 Productions
Online verfügbar von 27/02 bis 12/03

Rollen und Darsteller:
Charles – Frédéric Pierrot
Serge – Stanislas Nordey
Victor – Samuel Theis
Aurélie – Sophie Quinton
Diego – Julien Lopéz
Paul – Hugo Sire
Noémie – Rebecca Marder
Emma – Laura Renoncourt
Pio – Jérémie Elkaïm
Basile – Thomas Scimeca

Regie: Philippe Faucon
Produzent: Joëy Faré
Drehbuch: José Caltagirone, Niels Rahou, Philippe Faucon
Musik: Varda Kakon
Kamera: Laurent Fénart
Kostüm: Isabelle Blanc
Szenenbild: Manuel Swieton, Sylvie Mesa Holodenko
Redaktion: Arnaud Jalbert, Isabelle Huige
Schnitt: Sophie Mandonnet

Januar 2013. Diego, Victors Adoptivsohn mit mexikanischen Wurzeln, steht kurz vor dem Abitur. Er lebt mit seinen beiden Vätern Serge und Victor als Familie zusammen. Beide Väter haben je ein eigenes Zimmer bezogen. Gerade zwischen Victor und Diego gibt es immer wieder starke Auseinandersetzungen. Beide können den anderen nicht verstehen. Diego muss sich gegen rassistische und homophobe Anfeindungen an seiner Schule wehren. Sein Mitschüler Paul lässt keine Möglichkeit aus, ihn zu provozieren. Diego reagiert auf die Angriffe aggressiv und mit körperlicher Gewalt. Dafür hat Victor keinerlei Verständnis. Serge, der zunehmend an den Nebenwirkungen seiner Medikamente leidet, versucht zwischen den Streitenden zu vermitteln. Doch in seinen Augen versucht Victor zu sehr, Diego sein Lebenskonzept aufzudrängen, so wie es damals Victors Vater Charles bei ihm versucht hat.
Was der Grund dafür ist, dass Victor nach wie vor kaum Kontakt zu seinem Vater hat. Nach den Auseinandersetzungen mit Victor sucht Diego oft den Rat seines Großvaters Charles, mit dem er nach dem Tod der Großmutter hinter Victors Rücken Kontakt aufgenommen hat. In einer Bar lernt Diego Noémie kennen, deren einziger Makel ihr Bruder Paul ist, Diegos Erzfeind. Die beiden entwickeln trotz erster kleiner Missverständnisse Gefühle füreinander.
Diego und sein Vater Serge protestieren auf dem Christopher Street Day für gleichgeschlechtliche Ehen. Die Stimmung ist ausgelassen, sehr viele Menschen sind auf der Straße. Auch Noémie begleitet Diego. Trotz ihres konservativen Elternhauses tritt sie für Gleichberechtigung ein. Als Victor allein nachkommt, wird er von Gegnern der Demo brutal zusammengeschlagen …
Es bleiben Fragen: Kann sich Victor von seinen schweren Verletzungen erholen und eine stabile Beziehung zu seinem Sohn Diego und seinem Vater Charles aufbauen? Kann sich Diego ohne Gewalt über die Diskriminierungen hinwegsetzen?


02:00 Almanya – Willkommen in Deutschland (100 Min.) (HDTV)
Spielfilm Deutschland, 2011
Wiederholung vom 24.02.
Produktion: Roxy Film

Rollen und Darsteller:
junger Hüseyin – Fahri Yardim
älterer Hüseyin – Vedat Erincin
junge Fatma – Demet Gül
ältere Fatma – Lilay Huser
Cenk Yilmaz – Rafael Koussouris
Ali – Denis Moschitto
Canan – Aylin Tezel

Regie: Yasemin Samdereli
Produzent: Annie Brunner, Andreas Richter, Ursula Woerner
Drehbuch: Yasemin Samdereli, Nesrin Samdereli
Musik: Gerd Baumann
Kamera: The Chau Ngo
Schnitt: Andrea Mertens


03:40 28 Minuten (45 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 28/02 bis 28/04
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:25 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Sigmund Freud
Fernsehserie Frankreich, 2014
Online verfügbar von 27/02 bis 31/01

Regie: Nicolas Rendu

Der Psychoklempner Sigmund Freud drang tief in unsere Hirnwindungen vor und enthüllte unsere dunkelsten Geheimnisse …

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:28 Sendeschluss

*

Freitag, 28. Februar 2020


05:00 Tracks (30 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 21.02.

Reporter: David Combe, Jean-Marc Barbieux


05:30 Xenius (30 Min.)
Scheitern – Warum es so wichtig ist
Magazin Deutschland, 2019
Wiederholung vom 27.02.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:00 Mit offenen Karten (15 Min.) (HDTV)
Jordanien – Ein diskretes Land im Nahen Osten
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 22.02.

Regie: Judith Rueff
Moderation: Emilie Aubry


06:15 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2019
Wiederholung vom 22.02.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 28/02 bis 06/03


07:15 Traumhaus Baumhaus (45 Min.) (HDTV, UT)
In der Höhe eine Hütte
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 23.01.

Regie: Denis Dommel, Laurent Martein


08:00 Neuseeland – Auf den Spuren von "Herr der Ringe" (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 13.02.

Regie: Jean Froment


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 27.02.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Mord im Konsulat (50 Min.) (HDTV, UT)
Mohammed bin Salman und der Fall Khashoggi
Folge 1 von 2
Dokumentation USA, 2019
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Linda Hirsch, Martin Smith


10:20 Mord im Konsulat (55 Min.) (HDTV, UT)
Mohammed bin Salman und der Fall Khashoggi
Folge 2 von 2
Dokumentation USA, 2019
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Linda Hirsch, Martin Smith


11:15 Wüste Prinzenspiele (60 Min.) (HDTV, UT)
Der neue Golfkrieg
Dokumentation Frankreich, 2019
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Sylvain Lepetit, Miyuki Droz Aramaki


12:15 Re: (35 Min.)
Traumjob Butler – Leben, um zu dienen?
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 27.02.


12:50 ARTE Journal (15 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 28/02 bis 29/02


13:05 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 21/02 bis 28/04
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Die japanischen Mythologien von Roland Barthes
Zwischen Wäldern aus Wolkenkratzern verbergen sich in der japanischen Hauptstadt Tokio zahlreiche Traditionsinseln. Schon bei seiner ersten Japanreise 1966 stießen die vielen Tempel, Parkanlagen und Paläste auf das Interesse von Roland Barthes. Das Land befand sich damals an einem Wendepunkt auf dem Weg zur Konsumgesellschaft. In seinem Buch "Das Reich der Zeichen" beobachtete, sezierte und analysierte der Semiotiker detailliert die damit einhergehenden Umbrüche.

(1): Die japanischen Mythologien von Roland Barthes
(2): Aubrac, Stadt der Pilger
(3): London, Geheimoperation im Museum


13:45 Rio Grande (105 Min.)
Spielfilm USA, 1950
Wiederholung vom 17.02.
Produktion: Argosy Pictures, Republic Pictures Corporation

Rollen und Darsteller:
Colonel Kirby Yorke – John Wayne
Jefferson "Jeff" Yorke – Claude Jaman Jr.
Mrs. Kathleen Yorke – Maureen O'Hara
Travis Tyree – Ben Johnson
Sandy Boone – Harry Carey Jr.
Dr. Wilkins – Chill Wills
General Philip Sheridan – J. Carrol Naish

Regie: John Wayne
Produzent: Merian C. Cooper, John Ford
Drehbuch: James Kevin McGuinness
Musik: Victor Young
Kamera: Bert Glennon
Schnitt: Jack Murray


15:30 Rituale der Welt (30 Min.) (HDTV)
Amazonien – Vom Kind zum Mann
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 10.02.

Regie: Agnès Molia


16:00 Hawaii, die Seele der Ukulele (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2019
Online verfügbar von 21/02 bis 28/04
Erstausstrahlung

Regie: Antoine Laguerre

Eine musikalische Reise, beseelt vom "Aloha Spirit". Joann Sfar, französischer Comiczeichner und Erfolgsautor von "Die Katze des Rabbiners", ist seit 15 Jahren begeisterter Ukulele-Spieler. Das kleine Instrument lässt sich überall mit hinnehmen und ist relativ leicht zu erlernen. Seit er es zum ersten Mal in die Hand nahm, folgt es ihm überall und lehrt ihn, die Musik und das Leben anders zu begreifen. Nun hat Joann endlich die Gelegenheit, in das "Mutterland" der Ukulele zu reisen: Hawaii, die Insel am anderen Ende der Welt. Die Kamera folgt ihm auf seiner Reise, bei der er entdeckt, welch wichtige Rolle das Musikinstrument in der hawaiianischen Kultur spielt und welche Wertschätzung es bis heute erfährt. Die Ukulele wurde 1879 von Madeira nach Hawaii gebracht – durch portugiesische Einwanderer, die hier mit der Zuckerrohrernte ihren Lebensunterhalt verdienten. Bald schon verliebten sich die Hawaiianer in das Musikinstrument und verpassten ihm den Namen Ukulele, was "hüpfender Floh" bedeutet und auf die schnellen Bewegungen der Finger auf den Saiten anspielt. Der Kopf hat die Form einer Krone und ist eine Hommage an den gütigen König, der die Ukulele zum Nationalinstrument erhob. Heute ist sie ein Symbol für Hawaii und die heilsame, positive Philosophie des Archipels: den berühmten "Aloha Spirit". Gastfreundschaft, Lebensfreude, Liebe und Achtung vor den Mitmenschen: Aloha wird überall auf Hawaii gelebt. Joann begegnet Musikern, Tänzern, hawaiianischen Kulturwächtern und Kunsthandwerken, vertieft seine Kenntnis von Geschichte, Herstellung und Spiel der Ukulele und begreift, was "Aloha" wirklich bedeutet.


16:50 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Verschwörungstheorien – So können wir sie entlarven
Magazin Deutschland, 2019
Online verfügbar von 28/02 bis 28/05
Erstausstrahlung

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Verschwörungstheorien gibt es schon seit Jahrhunderten. Mit dem Internet verbreiten sie sich noch schneller als bisher und können eine große Anhängerschaft finden. In einer unübersichtlichen Welt geben Verschwörungstheorien scheinbar Orientierung, indem sie einfache Antworten auf komplexe Fragen bieten. Aber wie entsteht eine Verschwörungstheorie?
Das lernen die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard beim Verein BildungsBausteine, der die Gefahren von Verschwörungstheorien aufzeigen will. In zwei getrennten Gruppen entwickeln die Moderatoren ihre eigene absurde Theorie und machen sie "wasserdicht" gegen kritische Argumente. So lernen sie, was die Zutaten von Verschwörungstheorien sind und wie sie funktionieren. Sie erfahren, wie es sich anfühlt, in die Rolle eines Verschwörers zu schlüpfen. "Xenius" klärt über Verschwörungstheorien auf, wie sie entstehen und wie man sie erkennen kann.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Twin Towns (30 Min.) (HDTV)
Wien – Wisconsin
Folge 5 von 5
Dokumentationsreihe Österreich, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Georg Misch

In Wisconsin führen einsame, schnurgerade Straßen nach Wien. Mit seinen knapp 800 Einwohnern ist der Ort eigentlich nur eine Ansammlung aus verstreuten Farmen und auf der Landkarte fast unsichtbar. Vor der Kirche im Stadtzentrum hat man für einen Moment das Gefühl, in Österreich zu sein, denn die Inschriften auf den Grabsteinen sind fast alle auf Deutsch. Die Pastorin lädt zum Mitfeiern beim jährlichen Kartoffelpfannkuchen-Frühstück ein. In Österreich sagt man zwar Palatschinken, doch vielleicht handelt es sich tatsächlich um das erste übersiedelte Rezept.
Vom Schulbus aus zeigt Lokalhistorikerin Mary verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie etwa eines der ersten Blockhäuser, das 1870 von Siedlern erbaut wurde. Hier lebte möglicherweise der Gründer von Wien: Mathias Halkowitz, ein österreichischer Damenschneider, kam als Auswanderer in die USA. Für den Herren aus der Großstadt muss es in Wisconsin ein ziemlicher Schock gewesen sein, Nadel und Zwirn gegen Axt und Pflug zu tauschen.
Während die Mennoniten und Amischen ihre altertümlichen Lebensweisen beibehalten haben und Kameras ablehnen, präsentiert Farmer Joe hingegen stolz seine gelagerte Ginseng-Ernte im Millionenwert – welcher sich im Einzelhandel fast vervierfacht. Noch heute gibt es in Wien mehr Kühe als Menschen. Davon profitieren die Holländer Esther und Ron, die auf ihrer "Roboterfarm" Pionierarbeit bei der automatisierten Milchwirtschaft leisten. Den Fußstapfen von Mathias Halkowitz folgend bringen sie frischen Wind ins alte Wien. Die Gründung der Stadt liegt 150 Jahre zurück. Für die Wiener Grund genug, um mit einem Lied über die Donau zu feiern!

Hintergrundinfo:
Europäische Hauptstädte haben Namensvettern in aller Welt: Paris in Texas, Berlin am Eastern Cape in Südafrika, London auf einer pazifischen Insel, Roma in Schweden oder Wien in Wisconsin. Die Dokumentationsreihe lädt den Zuschauer auf eine Entdeckungsreise in diese Zwillingsstädte ein und liefert abenteuerliche Geschichten weitab der üblichen Touristenattraktionen.


17:50 Die Welt der Haie (40 Min.) (HDTV)
Die Kulissen des Films
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2015
Online verfügbar von 28/02 bis 06/03

Regie: Rachel Butler

Es ist sehr selten, dass der Zuschauer Weiße Haie tatsächlich bei der Jagd zu sehen bekommt." Da Weiße Haie aus dem Hinterhalt angreifen, hat Andy Casagrande einen Rückspiegel an seiner Kamera angebracht. Die Dokumentation begleitet die sieben unerschrockenen Filmemacher auf ihrer Suche nach eindrucksvollen Bildern, zeigt sie aber auch bei der Vorbereitung und Planung ihrer Drehs, ohne die solch außergewöhnliche Aufnahmen nicht gelingen können. Insgesamt reiste das Filmteam zwei Jahre um die Welt, legte dabei 470.000 Kilometer zurück und verbrachte 2.600 Stunden zum Filmen unter Wasser.

Hintergrundinfo:
"Die Welt der Haie" bietet spektakuläre neue Einblicke in die Welt dieser Meerestiere. Noch nie wurden so viele unterschiedliche Arten mit ihren spezifischen Verhaltensweisen gefilmt. Vom Grönlandhai über den Großen Hammerhai bis hin zum berühmten Weißen Hai – mit über 30 Hai- und Rochenarten lässt die vierteilige Dokumentationsreihe eine beeindruckende Vielfalt entdecken. Die BBC-Produktion entstand an rund zehn Drehorten auf der Welt: Unter dem Eis der Polarmeere, in Mangrovenwäldern, in Schiffswracks und an Korallenriffen wurden großartige Aufnahmen gedreht – nicht zuletzt die von einem Hai, der sich mit seinen Flossen "gehend" auf dem Meeresboden fortbewegt.


18:30 Die Welt der Haie (50 Min.) (HDTV)
Erstaunliche Erkenntnisse
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2015
Online verfügbar von 28/02 bis 06/03

Regie: Jennie Hammond

Auf den Bahamas studieren Wissenschaftler einen Hai, der sein Gehör meisterhaft einsetzt: Der Weißspitzen-Hochseehai lebt weit draußen im Ozean; eine besonders schwierige Umgebung für einen Hai, denn in dieser weiten, blauen Wüste sind Beutetiere selten und deshalb schwer zu finden. Dr. Demian Chapman glaubt, dass diese Haie ihr Gehör und ihren Verstand zum Überleben nutzen. Die Wissenschaftler zeigen nicht nur die scharfen Sinne der Haie auf, sondern auch ihre Intelligenz und ihr komplexes Sozialleben. Um Haie besser verstehen zu können, müssen die Wissenschaftler Zeit mit ihnen verbringen. Sie kennenzulernen, ist alles andere als einfach. Außerdem ist fast ein Viertel aller Haiarten vom Aussterben bedroht. Pro Jahr werden schätzungsweise hundert Millionen Haie getötet. Diese Folge ist den Forschern gewidmet, die sich dafür engagieren, das Leben der Haie kennenzulernen und so einen Beitrag zur Arterhaltung zu leisten. Ihre spannenden Expeditionen und Experimente zeigen die vielen Gesichter des Hais: furchteinflößender Räuber, intelligentes Wesen, fürsorgliches Muttertier und Wächter der Meere. Der Hai ist ebenso komplex wie die Rolle, die er im Ökosystem der Ozeane spielt. Es ist eine Art, die es zu schützen und zu erhalten gilt – auch im Interesse des Menschen. "Die Welt der Haie" bietet spektakuläre neue Einblicke in die Welt dieser Meerestiere. Noch nie wurden so viele unterschiedliche Arten mit ihren spezifischen Verhaltensweisen gefilmt.

Hintergrundinfo:
Vom Grönlandhai über den Großen Hammerhai bis hin zum berühmten Weißen Hai – mit über 30 Hai- und Rochenarten lässt die vierteilige Dokumentationsreihe eine beeindruckende Vielfalt entdecken. Die BBC-Produktion entstand an rund zehn Drehorten auf der Welt: Unter dem Eis der Polarmeere, in Mangrovenwäldern, in Schiffswracks und an Korallenriffen wurden großartige Aufnahmen gedreht – nicht zuletzt die von einem Hai, der sich mit seinen Flossen "gehend" auf dem Meeresboden fortbewegt.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 28/02 bis 29/02


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Welche Rechte haben Tiere? – Tierschutz in den Niederlanden
Reportage Deutschland, 2019
Online verfügbar von 27/02 bis 28/05
Erstausstrahlung

Frederieke Schouten ist studierte Tierärztin und kämpft dafür, die Verhältnisse in der Fleischindustrie zu verbessern. Sieben Jahre lang hat sie in der Schweinemast gearbeitet, hat versucht, innerhalb des Systems für mehr Tierwohl zu sorgen – ohne Erfolg. Dann schmiss sie ihren Job hin, wechselte die Seiten und gründete mit anderen Tierärzten die Organisation "Caring Vets". Der Tierärzte-Verband weist nicht nur auf schlimme Zustände in den Ställen hin – die Mitglieder überprüfen auch jene Betriebe, die als vorbildlich gelten. Dabei werden sie manchmal auch positiv überrascht, wie tierfreundlich Bauern sein können. Während ein Schweinezüchter mit seinen Tieren über ein Feld joggt, spricht sich ein Hühnerbauer für vegane Ernährung aus. Tierärzte und Landwirte in den Niederlanden versuchen, neue Wege zu gehen.
Der Polizist Erik Smit ist im Auftrag des niederländischen Staates für das Wohl von Haustieren zuständig. Er gehört zur "Dierenpolitie", zur Tier-Polizei. Seit 2011 sorgt diese Abteilung für die Einhaltung von Tierrechten. Während seiner Arbeit erlebt er kuriose Momente und manchmal grobe Tierquälerei. In manchen Situationen sind Smit die Hände gebunden, denn nicht alles, was verwerflich erscheinen mag, ist auch illegal – noch nicht.
Das zu ändern, ist Anliegen der Tierschutz-Partei, die seit einigen Jahren sogar im niederländischen Parlament sitzt. Und deren Einfluss auf die Öffentlichkeit und Politik scheint zu wachsen.


20:15 Der Sommer nach dem Abitur (90 Min.) (HDTV, UT)
Fernsehfilm Deutschland, 2019
Produktion: Ziegler Film, ZDF, ARTE
Online verfügbar von 28/02 bis 29/03
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Paul – Hans Löw
Alexander – Bastian Pastewka
Ole – Fabian Busch
Babette – Alessija Lause

Regie: Eoin Moore
Produzent: Kirsten Ellerbrake, Tanja Ziegler
Drehbuch: Marc Terjung
Musik: Warner Poland, Kai-Uwe Kohlschmidt, Wolfgang Glum
Kamera: Florian Foest
Kostüm: Anne-Gret Oehme
Szenenbild: Justyna Jaszczuk
Redaktion: Elke Müller, Olaf Grunert
Schnitt: Eva Lopez Echegoyen

Weil sie es direkt nach dem Abitur nicht geschafft haben, zu einem Konzert ihrer Lieblingsband Madness zu fahren, machen sich die drei Mittvierziger Alexander, Ole und Paul Jahrzehnte später in einem klapprigen Golf auf den Weg, das Versäumte nachzuholen - denn Madness geben erneut ein Konzert! Doch was als vergnügliche Nostalgietour geplant war, wird zu einem Desaster: Die drei Freunde von einst haben sich verändert, und so recht wollen der angeblich glücklich verheiratete Pharmavertreter Alexander, der Hallodri Paul und der Ratgeberautor Ole nicht mehr zusammenpassen. Alexander reagiert hysterisch auf den Verlust seiner Tabletten, ist er doch mittlerweile sein eigener bester Kunde. Zudem vermasselt er Ole die Partie bei einer Countrysängerin. Gemeinsame Nächte im Zelt sind weit weniger amüsant als erwartet und mit dem Konzert geht am Ende auch noch alles schief, denn die von Paul online erstandenen Tickets sind gefälscht. Doch die Verzweiflung währt nicht lange: In Babettes Kneipe veranstalten die Jungs ihren eigenen Gig nach dem Motto "You better start to move your feet – To the rockinest, rock-steady beat – Of madness". "Der Sommer nach dem Abitur" ist eine bittersüße Komödie über Lebenslügen, verpasste Träume und Existenzängste. Was letztendlich bleibt, ist die Freundschaft – und die Liebe zu den musikalischen Helden der Jugend.

Hintergrundinfo:
Nach der erfolgreichen schwarzen Komödie "Mutter muss weg" (2011) ist dies die zweite Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Star-Comedian Bastian Pastewka und dem Drehbuchautor Marc Terjung. An Pastewkas Seite spielen Hans Löw, unter anderem bekannt aus der ARTE-Koproduktion "Toni Erdmann" (2016) und Gewinner des Deutschen Fernsehpreises 2019 für die beste Nebenrolle in "Alles Isy" (2018), sowie Fabian Busch, der in der mehrfach ausgezeichneten Komödie "Er ist wieder da" (2015) eine der tragenden Rollen spielt, die ihm unter anderem eine Nominierung zum Deutschen Filmpreis (Beste Nebenrolle) einbrachte.


21:45 Debbie Harry – Atomic Blondie (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/02 bis 28/04

Regie: Pascal Forneri

Von "Heart of Glass" über "Denis" bis zu "Maria": Als Sängerin von Blondie konnte Debbie Harry reihenweise Hits feiern. Den Star Debbie Harry gab es schon, als von Madonna und geschweige denn von Lady Gaga oder Taylor Swift noch keine Rede war. Die Frontfrau von Blondie mit dem unterkühlten New-Wave-Sexappeal wurde zur unsterblichen Ikone der Cool-Attitude, typisch für ihre Musik ist der Genre-Mix aus Punk, Rock, Disco und Rap. Der Film zeichnet das hautnahe Porträt eines wohlerzogenen Mädchens aus New Jersey, das der Langeweile der Kleinstadt entflieht, um sich der New Yorker Undergroundszene anzuschließen – und dabei die Musikgeschichte nachhaltig prägte.
Deborah Ann "Debbie" Harry wurde 1945 als Angela Tremble in Miami geboren. Mit Gitarrist Chris Stein gründete die Sängerin die Band Blondie. Mit "French Kissin' in the USA" hatte sie einen Solohit. Mit Hits wie "Heart of Glass" oder "One Way or Another" stürmten Blondie in den 70er und 80er Jahren weltweit die Hitparaden.


22:40 Tracks (30 Min.)
Rapper Rich Brian aus Indonesien/ Die Animationswelten von Cole Kush
Magazin Deutschland, 2020
Online verfügbar von 27/02 bis 28/05
Erstausstrahlung

Cole Kush – Unbehagliche Animationswelten
Cole Kush erschafft 3D-Animations-Videos, die gleichermaßen faszinierend und ungemütlich sind. Der Kanadier hat einen wiedererkennbaren, eigenen Stil gefunden, der einen zugleich schaudern und schmunzeln lässt. Das gefällt auch Musikern wie TNGHT, Jerry Paper und Kumpel Mac DeMarco, die sich Musikvideos von ihm animieren lassen.

(1): Live: 070 Shake
(2): Cole Kush – Unbehagliche Animationswelten


23:10 Echoes (65 Min.) (HDTV, UT)
Primal Scream, Life und Idles – Konzert in Paris
Musik Frankreich, 2019
Online verfügbar von 21/02 bis 22/02
Erstausstrahlung

Regie: Gautier & Leduc
Mitwirkende: Jehnny Beth (Moderation)
Künstlerischer Leiter: Antoine Carlier, Johnny Hostile

In dieser Ausgabe von "Echoes", die sich dem britischen Indierock widmet, zeigen sich die vielen gemeinsamen Ansichten von Primal Scream, Life und Idles zu so unterschiedlichen Themen wie Antifaschismus und Liebe. Mit "Echoes" verschwimmt die Grenze zwischen Bühne und Publikum: Die Zuschauer sind den Musikern, die zuweilen über die schräge Bühne ins Publikum hinabsteigen, ganz nah. Eine einmalige Atmosphäre für drei außergewöhnliche Konzerte, die auch in dieser Folge halten, was sie versprechen: Zuerst ein Rockbrett vom Primal Scream, dann Idles mit ihrem Ruf nach Rebellion in bester britischer Punkmanier und schließlich die Youngster von Life, die in ihrem politischen Bewusstsein The Clash, Jam und Sham 69 in nichts nachstehen. Der Sinn der Worte kommt erst durch die Musik vollständig zum Vorschein: "Echoes" ist vor allem ein Musikformat im Rahmen eines eleganten Clubkonzerts. Und die Zuschauer sind hautnah mit dabei, wenn Life, Idles und Primal Scream ihren intensiven Rock abliefern.

Hintergrundinfo:
"Echoes" ist ein neuartiges Konzertkonzept, das von Jehnny Beth moderiert wird: Auf der kleinen, aber feinen Bühne des YOYO in Paris treffen drei bekannte und interessante Indiebands erstmals aufeinander und spielen exklusive Kurzgigs. In einem Wechselspiel von Musikstilen, Intentionen und Philosophien haben die Musiker auch die Gelegenheit, in der Öffentlichkeit zu Wort zu kommen und so den gemeinsamen Geist einer musikalischen Community zum Ausdruck zu bringen. Die künstlerische Leitung hat Antoine Carlier, die musikalische Leitung unterliegt Johnny Hostile.


00:15 Schockwellen (65 Min.) (HDTV, AD, UT)
Ondes de choc
Der Fall Mathieu
Fernsehserie Schweiz, 2017
ARTE / SSR
Wiederholung vom 31.01.
Produktion: Bande à part Films, RTS, SRG SSR, ARTE

Rollen und Darsteller:
Mathieu – Maxime Gorbatchevsky
Kommissar Jotterand – Michel Vuillermoz
Mathieus Mutter – Ursina Lardi
Mathieus Vater – Pierre-Isaïe Duc
Mathieus Bruder – Mickael Ammann
Sarah – Nastassja Tanner

Regie: Lionel Baier
Produzent: Lionel Baier, Agnieszka Ramu, Françoise Mayor
Drehbuch: Lionel Baier, Julien Bouissoux
Musik: Christian Garcia-Gaucher
Kamera: Patrick Lindenmaier
Kostüm: Samantha François, Eléonore Cassaigneau
Szenenbild: Anne-Carmen Vuilleumier
Redaktion: Sven Wälti, Gregory Catella, Eric Morfaux
Schnitt: Pauline Gaillard


01:20 Schreie und Flüstern (90 Min.) (HDTV)
(Viskningar Och Rop)
Spielfilm Schweden, 1972
Wiederholung vom 03.02.
Produktion: Svenska Filminstitutet, Cinematograph AB

Rollen und Darsteller:
Karin – Ingrid Thulin
Maria – Liv Ullmann
Agnes – Harriet Andersson
Anna – Kari Sylwan
Joakim – Henning Moritzen
Fredrik – Georg Alrin
Isak – Anders Ek
David – Erland Josephson

Regie: Ingmar Bergman
Produzent: Lars-Owe Carlberg
Drehbuch: Ingmar Bergman
Musik: Käbi Laretei, Pierre Fournier
Kamera: Sven Nykvist
Schnitt: Siv Lundgren


02:50 Philosophie (25 Min.)
Der Mensch als Zuschauer
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 22.02.

Regie: Elliot Covrigaru, Philippe Truffault
Moderation: Raphaël Enthoven
Gäste: Christian Ruby

Anne Nivat


03:15 Vox Pop (30 Min.)
Magazin Frankreich, 2019

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Nora Hamadi


03:45 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:35 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Louis XIV
Fernsehserie Frankreich, 2014
Online verfügbar von 28/02 bis 01/02

Regie: Nicolas Rendu

Vor Marilyn Manson gab es bereits einen Sex Maniac, der auf Riesenperücke und Absätze stand … der Sonnenkönig!

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:38 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
arte – Programminformationen
9. Woche – 22.02. bis 28.02.2020
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 14. Februar 2020

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