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KLASSIK/10003: Hannover - Sinfoniekonzert, Hans Werner Henze und Anton Bruckner, 21. und 22.01.2018


4. SINFONIEKONZERT

HANS WERNER HENZE
Der verwunschene Wald. Aria und Rondo für Orchester (1991)

ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 4 Es-Dur Romantische (Fassung 1878/80)


Unter der Leitung des langjährigen Chefdirigenten des Kölner Gürzenich-Orchesters, Markus Stenz, steht nach fünf Jahren wieder eine Sinfonie von Anton Bruckner auf dem Konzertprogramm des Niedersächsischen Staatsorchesters. Bruckners Sinfonien -Marksteine im Repertoire eines jeden Orchesters - umkreisen eine strenge architektonische Idee, die immer wieder neue Beleuchtung erfährt. Seine Konstruktionen in schroff voneinander abgesetzten Blöcken, seine motivischen Schichtungen und Apotheosen sind Monumente eines naiven und unerschütterlichen Glaubens an eine »höhere« Bestimmung seiner Musik, die aber - entgegen den Intentionen des Komponisten - auch von den Brüchen seiner Zeit spricht. Unter allen Bruckner-Sinfonien hat es die Vierte zu größter Popularität gebracht, was sicher ihrem ausgeprägt »naturhaften« Ton geschuldet ist - mit prägendem Hörnerklang und der Nähe zur Klangwelt Carl Maria von Webers. Bruckner nannte sie denn auch seine »Romantische«.

Naturhaft ist auch das kurze Orchesterwerk von Hans Werner Henze, das der Sinfonie vorangestellt wird: Der verwunschene Wald, komponiert zur Wiedereröffnung des Frankfurter Opernhauses 1991, bringt Musik aus Henzes früher Oper König Hirsch in den Konzertsaal. Seine »Aria und Rondo für Orchester« erzählen von der Erinnerung des Titelhelden an seine Kindheit unter Waldtieren, von seiner Sehnsucht zurück zur Natur.

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
DIRIGENT Markus Stenz
SO, 21.01.18, 17:00 UHR | MO, 22.01.18, 19:30 UHR
Einführung jeweils 45 Minuten vor dem Konzert

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Quelle:
Staatsoper Hannover - Monatspresse Januar 2018
Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH
Opernplatz 1, D-30159 Hannover
Tel. 0511/9999-1080, Fax: 511/9999-1980
Internet: www.staatstheater-hannover.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 7. Dezember 2017

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