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WISSENSCHAFT/9003: Nachrichten - BR Text 12.06.2019


BR Text vom 12.06.2019 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ WWF: Fünf Gramm Mikroplastik pro Woche +++ Ebola-Ausbruch erreicht Uganda +++ Forscher: Ampel hilft gegen Softdrinks +++ Offenbar LKA- Munition entwendet +++ Mieterbund: Mehr Eigenbedarfsklagen +++ GdP: Keine Zusatzkontrollen für E-Roller +++ Fahrer im rollenden Sattelzug zusammengesackt +++ Bis zu 800 Mal pro Minute hat es in der Nacht auf Mittwoch in Deutschland geblitzt +++

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WWF: Fünf Gramm Mikroplastik pro Woche

Laut einer Studie der Umweltorganisa-
tion WWF nimmt jeder Mensch weltweit
durchschnittlich bis zu fünf Gramm
Mikroplastik pro Woche auf.

Das entspricht etwa dem Gewicht einer
Kreditkarte, wie der WWF in Hamburg
mitteilte. Die Studie basiert auf einer
Untersuchung der University of Newcast-
le in Australien. Ein Wert für Deutsch-
land lässt sich allerdings laut WWF
nicht ableiten.

Mikroplastik belaste die Luft, die Nah-
rung und das Wasser, das wir trinken,
so der WWF. Wie sich sich das auf die
Gesundheit auswirkt, ist noch unklar.

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Ebola-Ausbruch erreicht Uganda

Erstmals seit dem jüngsten Ebola-Aus-
bruch im Kongo ist die Krankheit in ei-
nem Nachbarland nachgewiesen worden.

Ein fünfjähriger Junge verstarb in
Uganda an der nachgewiesenen Infektion,
wie die Weltgesundheitsorganisation
mitteilte. Er sei mit seiner Familie
aus dem Kongo nach Uganda gekommen.
Mittlerweile seien zwei weitere Ebola-
Fälle in Uganda registriert worden,
vermutlich Verwandte des Jungen.

Ebola brach im August vergangenen Jah-
res im Osten des Kongos aus. Seither
sind fast 1.400 Menschen an der Virus-
Infektion gestorben.

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Forscher: Ampel hilft gegen Softdrinks

Eine Lebensmittel-Ampel würde einer
Studie zufolge nachweislich helfen, den
Konsum von Süßgetränken zu reduzieren.

Auch Maßnahmen wie Preiserhöhungen wür-
den eindeutig dazu beitragen, den unge-
sunden Konsum zu minimieren, teilten
Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-
Universität/LMU und der Technischen
Universität München/TU mit. Zu Kinder-
menüs sollte ihrem Rat zufolge ein ge-
sünderes Getränk gehören.

Die Forscher hatten sich für die Studie
auf Maßnahmen konzentriert, die an den
Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kon-
sumenten ansetzen.

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Offenbar LKA-Munition entwendet

Polizisten sollen Munition des Landes-
kriminalamts/LKA Mecklenburg-Vorpommern
beiseite geschafft und sie einem Mann
mit Kontakten in die so genannte
Prepper-Szene überlassen haben.

Drei aktive und ein pensioniertes Mit-
glied des Spezialeinsatzkommandos Meck-
lenburg-Vorpommern wurden laut Staats-
anwaltschaft festgenommen. Drei der
Männer sollen von April 2012 an Muni-
tion aus LKA-Beständen beschafft haben.

"Prepper" bereiten sich mit Vorräten
und auch Waffen auf Krisen oder einen
Zusammenbruch der staatlichen Ordnung
vor.
*

Mieterbund: Mehr Eigenbedarfsklagen

In Deutschland wehren sich nach Ein-
schätzung des Mieterbundes mehr Men-
schen vor Gericht gegen Eigenbedarfs-
Kündigungen.

Im Jahr 2017 habe es in Deutschland
schätzungsweise 13.400 entsprechende
Gerichtsverfahrene gegeben und damit
fünf Prozent mehr als 2016, sagte
Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des
Deutschen Mieterbundes, in Köln.

Die Zahl ist eine Hochrechnung von Fäl-
len auf den Gesamtmarkt, in denen die
Rechtsschutzversicherung des Mieter-
bundes involviert ist. Zahlen von Be-
hörden gibt es nicht.

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GdP:Keine Zusatzkontrollen für E-Roller

Die Gewerkschaft der Polizei/GdP rech-
net zum Start der E-Tretroller in
deutschen Städten vorerst nicht mit
zusätzlichen gesonderten Kontrollen.

Es gebe bereits wichtigere andere Auf-
gaben für die Beamten, erklärte GdP-
Vorsitzender Oliver Malchow. Sollte es
aber vermehrt zu Fehlverhalten und Un-
fällen kommen, müsse man einen neuen
Schwerpunkt legen.

Die E-Scooter sollen frühestens im Juli
von Fahrern über 14 Jahren auf Radwegen
und Straßen verwendet werden dürfen.
Gehwege sind tabu. Regelverstöße werden
mit bis zu 70 Euro Bußgeld geahndet.

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2 WISSENSCHAFT/UMWELT KURZMELDUNGEN

Ronneburg: Der Fahrer eines Bundeswehr-
Lkw hat auf der A4 in Thüringen mögli-
cherweise eine Katastrophe verhindert.
Der 41-Jährige setzte sich mit seinem
Fahrzeug vor einen in Schritttempo
durch eine Baustelle rollenden Sattel-
zug, dessen Fahrer in der Fahrerkabine
zusammengesackt war. Die Reanimation
durch einen Notarzt blieb erfolglos.

Karlsruhe: Bis zu 800 Mal pro Minute
hat es in der Nacht auf Mittwoch in
Deutschland geblitzt. Rund zehn Prozent
davon hätten die Erde getroffen, wie
Stephan Therm vom Blitz-Informations-
dienst des Siemens-Konzerns sagte. Am
heftigsten hätte es gegen 22.30 Uhr in
Ostdeutschland geblitzt.

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Quelle:
BR Text
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