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WISSENSCHAFT/9196: Nachrichten - BR Text 14.01.2020


BR Text vom 14.01.2020 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Ozeane durch Klimawandel immer wärmer +++ Studie: Mängel bei Krankenhaus-Essen +++ Warnung vor Cannabis-"Turbozüchtungen" +++ Unternehmerin verliert gegen Yelp +++ Tempo oft Ursache für tödliche Unfälle +++

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Ozeane durch Klimawandel immer wärmer

Die Weltmeere sind 2019 so warm wie nie
zuvor seit Beginn der globalen Erfas-
sung in den 1950-er Jahren gewesen.

Die Erwärmung der Ozeane durch den Kli-
mawandel beschleunige sich zudem, warnt
ein Team von 14 Wissenschaftlern aus
elf Ländern in ihrer Analyse. Die Fol-
gen könnten katastrophal sein, u.a. mit
Wetterextremen wie Wirbelstürmen und
Starkregen oder großen Waldbränden.

Die enorme Menge an Energie in Form von
Wärme, die der Mensch in den letzten
25 Jahren in die Ozeane gesteckt habe,
entspreche 3,6 Mrd. Atombombenexplosio-
nen vom Ausmaß wie in Hiroshima.

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Studie: Mängel bei Krankenhaus-Essen

Das Essen in deutschen Krankenhäusern
hat laut einer neuen Studie nicht zu
Unrecht einen schlechten Ruf.

Das liege v.a. daran, dass am Essen be-
sonders gespart werde, heißt es in der
Studie des Deutschen Krankenhausinsti-
tuts,wie das ARD-Mittagsmagazin berich-
tet. Während Kliniken 2005 im Schnitt
noch 4,45 Euro pro Patient und Tag aus-
gaben, seien es 2018 nur noch 3,84 Euro
gewesen. Dabei seien in diesem Zeitraum
die Lebensmittelpreise stark gestiegen.

Oft handle es sich um aufgewärmte Tief-
kühlkost. Zudem werde die Qualität
selten geprüft.

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Warnung vor Cannabis-"Turbozüchtungen"

Ärzte, Suchtexperten und Drogenfahnder
warnen laut Recherchen von "report
München" vor "Turbozüchtungen" von Ha-
schisch und Marihuana.

Die aus Marokko oder niederländischen
Gewächshäusern stammenden Drogen hätten
teils einen Anteil von bis zu 40 Pro-
zent des berauschenden Wirkstoffs THC.
Früher hätten ein bis zwei Prozent als
normal gegolten.

In den vergangenen Jahren habe sich die
Zahl der Cannabis-Konsumenten, die mit
gesundheitlichen oder psychischen Stö-
rungen stationär in Kliniken aufgenom-
men werden müssten, verdoppelt.

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Unternehmerin verliert gegen Yelp

Das Onlinebewertungsportal Yelp darf
seine in Sternen ausgedrückte Gesamt-
bewertung von Unternehmen auf eine
automatisierte Auswahl stützen.

Das entschied der Bundesgerichtshof/BGH
im Streit mit einer Betreiberin mehre-
rer Fitnessstudios im Raum München. Der
BGH hob damit ein anderslautendes Ur-
teil des Oberlandesgerichts München auf

Die Unternehmerin fühlte sich durch das
Aussortieren vieler Bewertungen zu
schlecht eingestuft. Laut BGH überwie-
gen die Interessen der Klägerin aber
nicht die schutzwürdigen Belange von
Yelp.

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Tempo oft Ursache für tödliche Unfälle

Bei tödlichen Unfällen auf deutschen
Autobahnen hat im vergangenen Jahr in
46 Prozent der Fälle unangepasste
Geschwindigkeit eine Rolle gespielt.

Insgesamt kamen 424 Menschen auf den
Autobahnen um, wie das Statistische
Bundesamt mitteilte. Das Tempo sei in
196 Fällen mitverantwortlich gewesen.

Relativ gering ist der Unterschied
demnach bei Strecken mit oder ohne
Geschwindigkeitsbegrenzung. Bei Tempo-
limit war überhöhte Geschwindigkeit in
50 Prozent der Fälle mitursächlich, bei
Strecken ohne Begrenzung war dies in
45 Prozent der Fälle so.

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Quelle:
BR Text
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