Schattenblick → INFOPOOL → NACHRICHTEN → MELDUNGEN


WISSENSCHAFT/7934: Aus Forschung und Technik - 11.10.2018 (SB)


MELDUNGEN


Bemannte Sojus-Kapsel in Kasachstan notgelandet

Während des Flugs des bemannten Raumschiffes Sojus MS-10 zur Internationalen Raumstation ISS ist es offenbar zu einer Triebwerkspanne gekommen. Die beiden Raumfahrer Alexej Owtschinin (Rußland) und Nick Hague (USA) überlebten den Absturz der Sojus-Trägerrakete am Donnerstag dank funktionierender Sicherheitssysteme unverletzt. Wenige Minuten nach dem Abheben vom Startkomplex Baikonur in Kasachstan habe es nach der Trennung der ersten Stufe ein Problem mit dem Triebwerk gegeben, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Die Besatzung befinde sich nach ihrer Notlandung östlich der kasachischen Stadt Scheskasgan in guter Verfassung. Nach dem fehlgeschlagenen Start wurden vorerst alle weiteren Sojus-Flüge ausgesetzt. Erst müßten die Gründe für den Unfall geklärt werden, sagte der stellvertretende Regierungschef Juri Borissow. Experten vermuten, daß bei der Abtrennung der ersten Stufen ein ausgebrannter Seitenbooster gegen den Zentralblock der zweiten Stufe prallte. Das dadurch aktivierte Havariesystem der Rakete habe dann die Landekapsel mit den Raumfahrern abgetrennt.

11. Oktober 2018


Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang