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POLITIK/7939: Aus Parlament und Gesellschaft - 11.10.2018 (SB)


VOM TAGE


Geht doch!

Das beim Bundesumweltministerium angesiedelte Umweltbundesamt (UBA) hat am Donnerstag dem zweiten deutschen Fußverkehrskongreß in Berlin Vorschläge für eine grundlegende Fußverkehrsoffensive unterbreitet. Haupttenor ist die Zurückdrängung des Autoverkehrs in den Städten zu Gunsten der Fußgänger. Statt bislang 4,5 Quadratmeter Parkfläche je Einwohner sollen laut Vorbericht langfristig nur noch 1,5 Quadratmeter bereitgehalten werden. Bis 2030 soll dieser Parkraum schon mal auf drei Quadratmeter reduziert werden. Die frei werdenden Flächen sollen für breitere Fußwege, Fahrradwege, den öffentlichen Nahverkehr, Freizeit- und Grünflächen, Fahrradstellplätze und in begrenztem Umfang für Carsharing verwendet werden. Ebenfalls bis 2030 soll der Weg, den die Bürger zu Fuß zurücklegen, in den Städten und auf dem Land um rund 50 Prozent länger werden. Dazu soll es kürzere Wartezeiten für Fußgänger an Ampeln und flächendeckend Tempo 30 für den Autoverkehr in Städten geben. Das Ziel von 150 Autos pro 1000 Stadtbewohnern würde für Berlin eine Halbierung des Fahrzeugaufkommens bedeuten. Das im Auftrag des UBA vom Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin mit Verkehrsexperten ausgearbeitete, 55seitige Grundzügepapier trägt den Titel "Geht doch!".

11. Oktober 2018


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