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SOZIALES/7908: Arbeit, Soziales und Familie - 13.09.2018 (SB)


VOM TAGE


Ein Großteil der Rentner muß sich auf Konsumabstriche einstellen

Ein Gros der Erwerbstätigen in Deutschland wird mit Eintritt in den Ruhestand nicht annähernd seinen Lebensstandard halten können. Das belegt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einer am Mittwoch veröffentlichten Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung auf Grundlage der Daten des Sozio-oekonomischen Panels von 2012 zu Rentenanwartschaften, Vermögen und Konsum. Demnach müßten 58 Prozent der 55- bis 64jährigen ihren privaten Konsum einschränken, wenn sie jetzt in Rente gingen und auf gesetzliche und betriebliche Rente angewiesen wären. Dann fehlten ihnen durchschnittlich 700 Euro im Monat. 69 Prozent derjenigen, die sich allein auf die gesetzliche Rente verlassen haben, würden ihren aktuellen Konsum nicht mehr decken können. Zusammen mit einer Betriebsrente sinkt die Quote auf 50 Prozent. Bei Beamten beträgt sie weniger als 20 Prozent. Wer mit privaten Lebens- oder Rentenversicherungen aufstockt, hat mit einer Lücke von nur noch 50 Euro im Monat zu rechnen. Durcharbeiten bis 64 läßt den Anteil von 58 auf 50 Prozent sinken. Unter Einbeziehungen des gesamten Privatvermögens kommt man auf 41 Prozent. Riester- oder Rürup-Verträge bringen noch einmal zwei Prozent.

13. September 2018


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