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SOZIALES/8027: Arbeit, Soziales und Familie - 10.01.2019 (SB)


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Paritätischer Gesamtverband fordert existenzsicherndes Kindergeld

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf für ein sogenanntes "Starke-Familien-Gesetz" von Familienministerin Giffey und Arbeitsminister Heil gebilligt. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Schneider, machte anderntags im Deutschlandfunk deutlich, daß er von der Novelle wenig hält, weil es darin nicht gerade um Riesenbeträge für einkommensschwache Familien geht. Den künftig nicht mehr fälligen Beitrag zum Schulessen von einem Euro, die kostenlose Nutzung des Schulbusses und die geplante Erhöhung des Zuschusses zu den Schulkosten um 50 auf 150 Euro hält Schneider für Selbstverständlichkeiten. Er verwies auf wissenschaftlichen Untersuchungen, wonach die Schulkosten in der Regel bei 200 bis 400 Euro im Jahr liegen. Der Paritätische Gesamtverband zusammen mit dem Kinderschutzbund und anderen plädiert laut Schneider für ein einheitliches, einfaches, bedarfsdeckendes, existenzsicherndes Kindergeld von etwas über 600 Euro im Monat für alle Kinder. Das Kindergeld soll steuerfinanziert sein, damit diejenigen, die gar nichts haben und auch keine Steuern zahlen, nicht belastet werden.

10. Januar 2019


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