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WIRTSCHAFT/7449: Märkte und Finanzen - 19.06.2017 (SB)


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Bosch entscheidet sich für Dresden als Standort für neue Chip-Fabrik

Die Robert Bosch GmbH errichtet in Dresden eine neue Halbleiterfabrik. Dafür investiert der Industriekonzern eine Milliarde Euro. Der Bund ist mit bis zu 200 Millionen Euro beteiligt. Es gibt da einen Sonder-Etat für Projekte von strategischer Bedeutung. Auch das Land Sachsen hat dazu beigetragen, daß sich Bosch nach einer weltweiten Standortsuche für Dresden und gegen Städte wie Singapur und New York entschieden hat. Dabei war die Finanzierungshilfe nicht allein ausschlaggebend. In der Region ist die IT-Branche bereits stark vertreten. Das zieht qualifizierte Arbeitskräfte an und kürzt Wege. Eine Erlaubnis der EU-Kommission für die öffentliche Förderung steht noch aus. In der neuen Fabrik sollen ab 2021 bis zu 700 Arbeiter und Arbeiterinnen Integrierte Schaltkreise und mikroelektromechanische Bauelemente für die Sensortechnik produzieren. In Dresden setzt Bosch auf die 300-Millimeter-Technologie. Dabei werden die Halbleiter-Chips aus Silizium-Scheiben von 300 Millimeter Durchmesser geschnitten. In Reutlingen produziert Bosch noch nach der 150- und 200-Millimeter-Chiptechnologie.

19. Juni 2017


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