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AUSSTELLUNG/467: "Über Wasser. Unter Wasser", 150 Jahre maritime Meteorologie und Klimatologie - 19.11.18-01.03.19


Deutscher Wetterdienst - Pressemitteilung vom 13.11.2018

150 Jahre maritime Meteorologie und Klimatologie

Ausstellung "Über Wasser - Unter Wasser" beim Deutschen Wetterdienst


Offenbach, 13. November 2018 - Am Montag, 19. November, wird um 14.00 Uhr in der Deutschen Meteorologischen Bibliothek des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach die Ausstellung "Über Wasser - Unter Wasser" eröffnet. Die Ausstellung veranschaulicht die Geschichte der maritimen Meteorologie und Klimatologie in Deutschland. Anlass ist der Start der Norddeutschen Seewarte durch Wilhelm von Freeden in Hamburg vor 150 Jahren. Der 1. Januar 1868 markiert gleichzeitig den Beginn der maritimen Dienste in Deutschland. Der DWD bildet mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Nachfolgeorganisationen der Norddeutschen Seewarte.


Foto: © Quelle DWD

Manuelle Temperaturmessung an Bord des Fischereiforschungsschiffs ANTON DOHRN in den 1950er Jahren
Foto: © Quelle DWD


Themeninseln beleuchten Aspekte der maritimen Meteorologie und Klimatologie

In insgesamt sieben Themeninseln werden Entwicklung und unterschiedliche Aspekte der maritimen Meteorologie und Klimatologie anhand von historischen und aktuellen Instrumenten, Dokumenten, Animationen und Filmen gezeigt. Die Norddeutsche Seewarte und ihre Nachfolgerin, die Deutsche Seewarte, setzten immer wieder Standards. Wissenschaftler wie Georg von Neumayer, Wladimir Köppen oder Alfred Wegener prägten die Entwicklung der Seewarte hin zu einem Zentrum für Meteorologie, Klimatologie, Ozeanographie, Hydrographie oder Polarforschung von Weltruhm. So ist in der Ausstellung beispielsweise die erste tägliche Wetterkarte vom 16. Februar 1876 zu sehen, die Wladimir Köppen erstellte. Der Wettervorhersage ist ebenso eine Themeninsel gewidmet wie der Laderaum-Meteorologie oder den Überseestationen der Deutschen Seewarte. Aus den handschriftlichen Anweisungen Wilhelm von Freedens für Segelschiffe, die Seereisen sicherer und kürzer machen sollten, ist die Routenberatung des DWD geworden. Auch dies bildet eine Themeninsel. Die Wetterbeobachtung auf See nimmt bis heute eine zentrale Rolle ein. Waren es im 19. Jahrhundert Schiffsbesatzungen, die Wetter beobachtungen nach den Vorgaben der Seewarte dokumentierten, sind heute vermehrt automatische Bordwetterstationen und Satelliten im Einsatz - beides ist in der Ausstellung zu sehen. Nach wie vor gibt es mit Personal besetzte Bordwetterwarten, eine historische ist in der Ausstellung aufgebaut.


Foto: © Quelle DWD

Themeninsel Wetterbeobachtung auf See: In der Bildmitte an der Wand eine automatische Bordwetterstation, wie sie heute auf zahlreichen Schiffen im Einsatz ist.
Foto: © Quelle DWD


Rahmenprogramm: Führungen und Vorträge

Hans-Joachim Koppert, Mitglied des DWD-Vorstandes und Leiter der Wettervorhersage, wird die Ausstellung am 19. November um 14.00 Uhr eröffnen und die Aufgaben des DWD im maritimen Bereich vorstellen. Im Anschluss wird Christiana Lefebvre, Leiterin des Sachgebiets maritim-klimatologische Analysen und Produkte im Seewetteramt Hamburg des DWD, einen einführenden Vortrag halten und durch die Ausstellung führen. Darüber hinaus sind weitere Vorträge geplant. Die erste Präsentation wird Dipl.-Meteorologin Julia Fruntke (DWD) am 29. November 2018 ab 15.00 Uhr in der Deutschen Meteorologischen Bibliothek halten. Sie berichtet unter anderem von ihrem Einsatz als Meteorologin an Bord des Forschungsschiffes POLARSTERN. Die Termine für die weiteren Vorträge im Januar und Februar 2019 werden rechtzeitig bekannt gegeben.


Foto: © Quelle BSH/DWD

Georg von Neumayer, erster Direktor der Deutschen Seewarte von 1875-1903
Foto: © Quelle BSH/DWD

Der Eintritt zur Ausstellung, die bis zum 1. März 2019 zu sehen sein wird, und zu den Vorträgen ist frei.


Öffnungszeiten der Deutschen Meteorologischen
Bibliothek:


montags bis donnerstags: 9.00 bis 15.00 Uhr

freitags von 9.00 bis 14.00 Uhr

zusätzliche Öffnungszeiten am 11.12.2018, 08.01.2019, 12.02.2019: jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr

auf Anfrage können Gruppen auch außerhalb dieser Zeiten die Ausstellung besuchen

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Quelle:
Pressemitteilung vom 13.11.2018
Pressestelle des Deutschen Wetterdienstes,
Zentrale: Frankfurter Straße 135, 63067 Offenbach
Telefon: 069/80 62-0, Fax: 069/80 62-4484
E-Mail: info@dwd.de
Internet: www.dwd.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 15. November 2018

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